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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Mühlbacher Formation
ID: 8006005
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: KURZE, M. et al.(1989); KURZE, M. et al.(1997)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Mühlbach-Nossener Gruppe
Chronostratigraphie: Devon (Paläozoikum)
Ordovizium (Paläozoikum)
Synonyme: --
Lithologie: Wechsellagerung von graugrünen, vorwiegend sandstreifigen, oft feinlaminierten Phylliten bis z.T. Quarzphylliten und hellgrauen Quarziten in Bänken. Letztere verdichten sich im oberen Teil der Abfolge zu einem im Elbtalschiefergebirge gut kartierbaren , ca. 20 m mächtigen durchstreichenden Horizont, dem Spitzbergquarzit (Benennung nach ALDER 1987). Im Nossen-Wilsdruffer Schiefergebirge treten in dieser Folge sehr vereinzelt auch Quarz-Chlorit-Karbonat-Epidotfelse oder Quarz-Chloritschiefer mit Karbonatlagen auf.
Der Spitzbergquarzit besitzt eine heteroklastische Korngrößenzusammensetzung. Seine Schwermineralspektren sind durch einen relativ hohen Apatitanteil und starke Zirkonvormacht gekennzeichnet.
Untergeordnete Einheit: Spitzbergquarzit
Liegendgrenze: Einsetzen von sandstreifigen Phylliten oder dem Auftreten von Quarzitbänkchen über der Blankensteiner Folge
Hangendgrenze: Spitbergquarzit al oberer Leihorizont
Mittlere Mächtigkeit: ca 200 m
Maximale Mächtigkeit:  450 m im Nossen-Wilsdruffer Schiefergebirge
Typusprofile, etc.: Talhang unterhalb der "Moschee" bei Mühlbach im Elbtalschiefergebirge
Verbreitung (Bundesländer): Sachsen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Erzgebirge
Verbreitung (Ergänzung): Mittelsächsischer Zug der Elbezone: Elbtalschiefergebirge, Nossen-Wilsdruffer Schiefergebirge
Zeitgleiche Einheiten: --
Alterseinstufung: Die Mühlbacher Formation ist die obere quarzitisch betonte Gesteinsfolge innerhalb der Mühlbach-Nossener Gruppe. Sie wurde urprünglich auf Grund lithologischer Vergleiche mit der thüringischen Entwicklung ins tiefere Ordovizium gestellt (KURZE et al. 1997). Als Einheit, welche die Blankensteiner Formation überlagert und mit dieser durch Übergänge verbunden ist, muß jedoch auch bei ihr an Devon gedacht werden, wenn man die Blankensteiner Formation ins Devon stellt. Beweise für ein devonisches Alter gibt es aber bisher ebensowenig wie für ein ordovizisches Alter.
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: --
Literatur: ALDER, F.(1987): Stratigraphische Untersuchungen im Südostabschnitt der Elbtalzone.- Freiberger Forschungshefte C 425, 1987 (erschienen 1988), 53-63, Leipzig.

KURZE, M.; LINNEMANN, U. & TRÖGER, K.-A.(1989): Gliederung und einige Aspekte der sedimentologischen Entwicklung der Schiefergebirge der Elbtalzone unter besonderer Berücksichtigung der sogenannten "Phyllitischen Gesteinsgruppe".- In: Kurzreferate und Exkursionsführer der Tagung "Lithologie" der Gesellschaft für Geologische Wissenschaften der DDR vom 8.-10.11.1989.- Ges.geol.Wiss.DDR, S. 12, Berlin.

KURZE, M.; LINNEMANN, U. & TRÖGER, K.-A.(1997): Mühlbacher Folge.- In: CFS 200, 275-276, Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft Frankfurt a. M..
Autor des Datenblattes: Kurze, M.
Erstellt am: 01.10.2009
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 10.11.2009
Änderung Datensatz: 05.01.2010


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Litholex Recherche vom 22.07.2017, 14:55:05.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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