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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Lausitz-Gruppe
ID: 8000286
Hierarischer Rang: Gruppe
Erstbeschreibung: Kemnitz et al. (1990)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: keine
Chronostratigraphie: Ediacarium (Neoproterozoikum)
Synonyme: Nordsächsische/Nordlausitzer Grauwackenformation (Pietzsch 1962 ), Westlausitzer Grauwackenzug (Schmidt 1960), Lausitzer Grauwacken-Einheit, Kamenzer und Görlitzer Serie/Gruppe (Hirschmann 1966; Lorenz 1996), Lausitzer Hauptgruppe (Kemnitz 1997; Brause 1997a)
Lithologie: Cadomisch synkollisional geschüttete turbiditische Grauwackenabfolgen in medialer bis distaler Position. Die Beckenposition wird am konvergenten Nordrand des perigondwanischen Gürtels angenommen (Nance & Murphy 1994; Buschmann 1995). Von Kemnitz & Budzinski (1991) wurde noch eine forearc-Becken-Situation angenommen; aus der inzwischen erweiterten Datenbasis lässt sich ableiten, dass die Grauwacken eher in einem backarc-Becken (Buschmann et al. 1995; Kemnitz 2007), oder einem retroarc-Becken (Linnemann et al. 2007) sedimentiert wurden.
Detritus-Zusammensetzung und Geochemie der psammitischen Grauwackenintervalle charakterisieren das Liefergebiet als gegliederten magmatischen Bogen (Abb. 1B u. C; Kemnitz & Budzinski 1991). Die Grauwacken weisen einen geringen Sortierungsgrad, einen durchschnittlichen Rundungsgrad R = 2.69 sowie einen Reifeindex von 1,25 auf. Ihr Lithoklasteninhalt setzt sich zu 85 - 95 % aus magmatischen Gesteinen zusammen, bis max. 40 % davon können von vorwiegend intermediären bis sauren Vulkaniten abgeleitet werden. Stark untergeordnet, aber im gesamten Verbreitungsgebiet nachzuweisen, sind Lydit- und metamorphe Fragmente (blastomylonitische (?) Magmatite, schiefrig-phyllitische Metasedimente). Nach Linnemann (2007) könnten die Lyditfragmente aus der Rothstein-Formation, dem etwas älteren back-arc-Becken stammen (s. Kommentar).
Die Zusammensetzung des Detritus ist im gesamten Aufschlussgebiet des Lausitzer Blocks relativ einheitlich und weist für einen langen Zeitraum auf eine unveränderte tektonische Beckenposition hin. Nur die über die Region variierende, bzw. fehlende kontaktmetamorphe Überprägung verursacht scheinbare signifikante Unterschiede (Kemnitz 2007)
Die Turbiditintervalle Ta–e (Abb. 1A) sind in fast allen grösseren Aufschlüssen entwickelt, die Mächtigkeiten der Sequenzen variieren im Dezimeter- bis Dekameterbereich. Megasequenzen erreichen = 40 m. Feinkonglomeratische (Feinkiesfraktion) Basislagen Ta sind selten, > 50 % der Lithoklasten liegen im Korngrössenintervall 250 - 550 µm. Intervall Tc wird von laminierten Silt-Tonsteinlagen dominiert und führt zahlreiche Strömungsmarken (Schöbel 1985). Seltener sind Seismite (Linnemann 2007).
Als charakteristische, linsig-lagige Einlagerungen treten tuffogene Grauwacken auf (Abb. 1A), die als aufgearbeitete Reste eines intermediär-basischen Bogenmagmatismus interpretiert werden (Kemnitz et al. 1990; Kemnitz 1998, 2007; “Kalksilikatfelse” bei Hirschmann, 1966). Ihr Anteil in den Profilen bleibt noch unter 1 %. Sie sind zwischen 1-15 cm mächtig und nicht eindeutig Intervall-gebunden, kommen aber am häufigsten in den oberen, feinkörnigeren Intervallen vor. Die Existenz eines genetisch zweiten Typs, von als Konkretionen gedeuteten Einlagerungen (Nasdala & Pfeiffer 1991; Rathner 2001), kann nicht völlig ausgeschlossen werden. Der weit grössere Teil weist in seiner Mineralogie und Geochemie jedoch klar auf die Verwandtschaft zu basischen Magmatiten, bzw. Pyroklastika hin. Die mineralogische Zusammensetzung variiert zwischen Quarz + Feldspat + Epidot ± Hornblende und Quarz + Hornblende + Feldspat + Diopsid ± Grossular ± Wollastonit. Auffällig ist die starke Ähnlichkeit der Elementverteilungsmuster dieser Einlagerungen in den Grauwacken mit den metabasischen Enklaven in Anatexiten und Granodioriten (Kemnitz 2007; Abb. 2), die ein gleiches vulkanisches Liefergebiet vermuten lässt.
Untergeordnete Einheit: keine; siehe Kommentar
Liegendgrenze: nicht bekannt; siehe Kommentar
Hangendgrenze: Lokal und punktuell durch Bohrungen bekannte diskordante Auflagerung von Altpaläozoikum (Kambrium, Ordovizium); in der Oberlausitz am Eichberg/Hohe Dubrau (Tremadoc; Linnemann & Buschmann 1995; Heuse 1998)
Mittlere Mächtigkeit: = 2000 m
Maximale Mächtigkeit: nicht abschätzbar
Typusprofile, etc.: Auflässige Steinbrüche im nordwestlichen Verbreitungsgebiet wie Oßling (Abb. 3), Bernbruch/Butterberg und Wetterberg.
Verbreitung (Bundesländer): Brandenburg
Sachsen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge
Verbreitung (Ergänzung): Verbreitung (Bundesländer): Ostsachsen (Abb. 4); erbohrt im südlichen Brandenburg (Brause 1969).
Verbreitung (Geogr. Einheit): Oberlausitz (Südbrandenburg/Niederlausitz; Abb. 4).

Aufgeschlossen im nördlichen Randbereich des sog. Lausitzer Blocks; nördlich anschliessend verdeckt. Fortsetzung nach Osten in den Westsudeten mit südlicher Begrenzung durch Isergebirge und Riesengebirge sowie nordöstlich begrenzt durch die Intrasudetische Störung. Nördlich begrenzt durch die Mitteldeutsche Kristallin-Zone.
Zeitgleiche Einheiten: Leipzig-Formation in Nordsachsen (Sehm 1972), nordwestlich angrenzend, aber getrennt durch die Elbe-Zone und weitgehend verdeckt; Frohnberg-Formation in Thüringen (Katzhütte-Gruppe; Bankwitz & Bankwitz 1995). Beide Einheiten turbiditischer Grauwacken werden gemeinsam mit der Lausitz-Gruppe als Formationen eines wahrscheinlich einheitlichen Beckens am nördlichen, konvergenten Perigondwana-Rand interpretiert (Kemnitz & Budzinski 1994; Kemnitz 2007; Kroner et al. 2010). In der Teplá-Barrandium-Einheit ist die Štechovice Gruppe (Dolejš & Kraft 1998; Mašek 2000) ein zeitliches Äquivalent (Dörr et al. 1992), die aber eine durch ein anderes Liefergebiet charakterisierte, abgetrennte Lage (Klápová & Hyršl 2000) am südlichen Perigondwana-Rand (Drost et al. 2007) einnahm (Abb. 4).
Im Osterzgebirge werden die Metagrauwacken an der Basis des variszischen Deckenstapels als zeitgleich und wahrscheinlich auch dem gleichen Becken angehörend vermutet (Mingram 1998; Tichomirowa et al. 2001; Mingram et al. 2004). Neben den übereinstimmenden geochemischen Signaturen ist diese Annahme gut begründet mit den geochronologischen Datierungen der osterzgebirgischen (Meta)Granodiorite und der Metagrauwacken als Nebengestein. Sie liegen im gleichen Zeitfenster der neoproterozoischen Sedimentation und der post-kollisionalen Intrusionen (Kröner et al. 1994; Tichomirowa et al. 2001).
Alterseinstufung: Vendisches Alter der Lausitzer Grauwacken wurde erstmals durch Burmann (1966) an nicht-kontaktmetmorphen Grauwacken belegt und als eine mit dem oberen Broverien Böhmens (Konzalova 1974) und der Bretagne (Chauvel and Mansuy 1981) korrelierbare Mikroflora beschrieben (u.a. Favososphaera conglobata; Abb. 5). Diese Mikroflora ist im gesamten saxothuringischen Neoproterozoikum vertreten (Burmann 2000) und konnte wiederholt sowohl aus Anstehendem als auch aus Bohrungsmaterial nachgewiesen werden (Burmann 1969, 1972, 1997; Lorenz and Burmann, 1972; Weber et al. 1990).
Mit den Grauwacken der Lausitz-Gruppe ist nur ein Teilabschnitt der cadomischen Orogenentwicklung im Saxo-Thuringikum vertreten. Zirkondatierungen (Einzelzirkon-Evaporationsmethode) aus einer tuffogenen Lage in Grauwacken des Kamenzer Raums (Wüsteberg) lieferten Höchstalter der Sedimentation von ca. 562 Ma (Gehmlich et al. 1997). Die vulkanische Aktivität des magmatischen Bogens konnte mit Zirkondatierungen auf einen Zeitraum vor ca. 575 - 560 Ma eingegrenzt werden (Buschmann et al. 2001, Linnemann & Romer 2002). Mit den post-kollisionalen granodioritischen Intrusionen (Eidam 1988; Hammer 1996), die die Lausitz-Gruppe teilweise kontaktmetamorph überprägten, endete die cadomische Orogenese vor ca. 540 – 530 Ma (Linnemann 2007).
Kommentar: Frühere Gliederungskriterien wie folgt sind nicht mehr gültig:
a) Ausgliederung älterer „Strukturstockwerke“, bzw. Trennung in zwei unterschiedlich alte Grauwacken-Granodiorit-Komplexe basierend auf unterschiedlichen Deformationsmerkmalen sowie abweichendem Falten- und Schieferungsinventar sowohl regional, zwischen Westlausitzer und Ostlausitzer Granodioriten und Graniten (eingeschlossen Westsudeten) (Rimann 1910; Ebert 1943; Pietzsch 1962), wie auch in lokalen Aufschlussbereichen der Grauwacken (Hirschmann 1966; Brause et al. 1981);
b) Lithostratigraphische Gliederung aufgrund lithologischer Unterschiede wie Häufung, bzw. ausschliesslichem Auftreten von „Kalksilikatfelsen“ im Kamenzer Raum/Wüsteberg-Folge (Hirschmann 1966; Brause et al. 1981; Brause 1997a). Unterschiede im Lithoklasten-Bestand (Schmidt 1960) wurden schon von Hirschmann (1966) nur mit Einschränkung als Trennungsmerkmal genannt.
Mögliche Indikationen für eine Oben-/Unten-Position („jünger/älter“) in der Lausitz-Gruppe bieten die tuffogenen Grauwackeneinlagerungen, deren Häufigkeit und Schichtdicke scheinbar nach NE abnimmt, und die im Osten (Raum Görlitz-Zgorzelec) gar nicht mehr anzutreffen sind (Kemnitz 2007). Diese Verjüngungstendenz nach NE scheint sich auch in der Sedimentschüttung abzuzeichnen (Schwab 1962). Die biostratigraphischen Gliederungsansätze von Burmann (1997, 2001) konnten jedoch bisher nicht reproduzierbar belegt werden.
Durch die Vielzahl neuer Daten ergeben sich auch neue Gesichtspunkte zu Liegend- und Hangendeinheiten der Lausitz-Gruppe: Die Rothstein-Formation (ehem. Rothsteiner Folge), von Brause (1997b) noch ins Hangende der Lausitz-Gruppe, bzw. der Leipzig-Formation gestellt, wird als ältere vulkanosedimentäre back-arc-Formation eingestuft (Buschmann et al. 1995; Linnemann 2007). Zirkon-SHRIMP-Daten (Buschmann et al. 2001) aus synsedimentären Tuffiten liegen im Altersspektrum der für die Lausitz-Gruppe bekannten Vulkanismusalter (ca. 565 – 575 Ma). Für die gleichfalls älteren Abfolgen der Clanzschwitz- und Weesenstein-Gruppe (Linnemann 1992), deren relatives Alter sich aus dem Kontakt mit der Laaser Granodioritintrusion ergibt (ca. 550 Ma; Wenzel 1993), wird Sedimentation in einem passiven Randbecken im back-arc-Bereich angenommen (Linnemann et al. 2007).
Versch./Sonstiges: Die Sedimentabfolgen der Lausitz-Gruppe sind von der cadomischen Deformation („Anden-Typ“) primär nur epimetamorph überprägt. Typische cadomisch angelegte Gefügemerkmale sind offene Grossfalten von mehreren hundert Metern Weite, die noch häufig topographisch als Antiformen wirksam sind. Nordvergenz und E-W-streichende Achsen dominieren (Schwab 1962). In Abhängigkeit von der Lithologie treten in Bereichen vorherrschender siltig-toniger Bänke untergeordnet auch enge Parallelfalten auf, in denen bis zu 60 % Verkürzung aufgefangen werden, während in mächtigeren vorherrschend grobsandigen Abschnitten Scherung entlang der Faltenachsenflächen auftritt (Kemnitz & Budzinski 1994). Eine transversale S1-Foliation ist auf die siltig-tonigen Bänke beschränkt und wird durch Neubildung von Sericit und Chlorit abgebildet. Faltung und Schieferung datieren vor der Kontaktmetamorphose durch die granodioritischen Intrusionen (Hirschmann 1966). Die jüngere kontaktmetamorphe S2 ist bevorzugt in Bänken laminierter feinsandiger Grauwacken und Siltsteine zu beobachten, wo kontaktmetamorphe Biotite und Hellglimmer die ehemaligen Schichtflächen nachzeichnen.
Nach Osten zu, bis über das Görlitzer Verbreitungsgebiet hinaus, ist in siltig-tonigen Bänken der Grauwacken eine an ein mikroskopisches S-C-Gefüge gebundene Chloritblastese nachweisbar. Diese als S3 bezeichnete Foliation (Kemnitz & Budzinski 1991) spiegelt eine westgerichtete variszische Deformationsetappe wider (Kemnitz & Budzinski 1994; Kemnitz 2007), die an den Granodioriten der Ostlausitz makroskopisch als kataklastische bis blastokataklastische Deformation deutlicher ausgeprägt ist und ursprünglich Auslöser der Diskussion um Altersunterschiede zwischen Ostlausitzer und Westlausitzer Granodiorit-Grauwacken-Komplex war (Ebert 1943; Möbus 1956; von Gaertner 1964; Eidam et al. 2001). Von der NNW-gerichteten variszischen Faltungs- und Überschiebungsetappe ist der Lausitz-Block nicht betroffen, die Grauwacken der Lausitz-Gruppe und ihre Äquivalente in NW-Sachsen und Thüringen liegen im autochthonen Gürtel (Kroner et al. 2010) des variszischen Saxo-Thuringikums.
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Autor des Datenblattes: Kemnitz, H.
Erstellt am: 16.02.2010
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 10.01.2011
Änderung Datensatz: 10.01.2011
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Litholex Recherche vom 27.07.2017, 14:36:08.

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Beispiel zum Zitieren eines Datensatzes:

HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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