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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Bahre-Formation
ID: 8000271
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: KURZE & LINNEMANN, 1994
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Kambrium (Paläozoikum)
Synonyme: --
Lithologie: Vulkanisch-sedimentäre Abfolge aus verschiedenen basischen Tuffen, Effusiva und lntrusiva, Tuffiten und Tonschiefern sowie Karbonatgesteinen. Die Einheit wurde durch die südlichen Ausläufer des Meißener Massivs stark kontaktmetamorph verändert, so daß z.B. die Tonschiefer in verschiedene Knoten- und Glimmerschiefer umgewandelt wurden, Karbonatgesteine in Form von Marmoren vorliegen und kalkhaltige Schiefer gebänderte Kalksilikatgesteine bilden. Auffällige Gesteinsglieder der Folge sind zwei Lager massig-grobkörniger Diabase (Mikrogabbros) mit Feldspat- und Hornblendeeinsprenglingen von mehreren Millimetern (in einigen Fällen bis über 2 cm) Größe. Von diesen hält das nördliche am weitesten aus. Charakteristisch ist weiterhin das Auftreten von sehr groben Flatschen- und Bombentuffen.
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Größtenteils störungsbegrenzt. Nördlich Friedrichswalde bildet ein Streifen dunkler Kieselschiefer (Graphitquarzite, Silur ?) die Grenze zu der südwestlich anschließenden Donnerberg-Formation.
Hangendgrenze: Aufschiebung des Präkambriums der Weesenstein-Gruppe an der Weesensteiner Störung.
Mittlere Mächtigkeit: Maximal 500 m (vorhandene) Mächtigkeit. Der Streifen wird nach NW zu schmaler und ist nordwestlich Weesenstein nicht mehr nachweisbar.
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: NW-SE streichender 600 m breiter Streifen zwischen Schloss Weesenstein und Friedrichswalde - Ottendorf.
Verbreitung (Bundesländer): Sachsen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge
Verbreitung (Ergänzung): Elbezone
Zeitgleiche Einheiten: --
Alterseinstufung: Fossilien: Stark korrodierte Sporomorphen, ? Holzreste
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: Stark kontaktmetamorph beeinflusst;
neben sub-sea-floor- Metamorphose auch eine grünschieferfazielle Überprägung;
Werner (1994) hebt hervor, dass zwischen den Metabasiten der Bahre-Formation und den devonischen Initialmagmatiten des südlichen Saxothuringikums große geochemische Unterschiede bestehen.
Literatur: KURZE, M. & LINNEMANN, U. (1994): The basement of the Elbe Zone in the area of the Elbtalschiefergebirge. In: Exkursion Guide 11 th International Conference on Basement Tectonics 94 in Potsdarn, Germany, July 1994.- 106-116, Potsdam.

Kurze, M. (1997): 4.8.3 Einheiten unsicherer stratigraphischer Stellung. In Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.; Redaktion K. Hoth, H.-J. Berger & G. Mund) (1997): Stratigraphie von Deutschland II - Ordovizium, Kambrium, Vendium, Riphäikum -Teil I - Thüringen, Sachsen, Ostbayern. – Cour. Forsch.-Inst. Senckenberg, 200: 1–437, 50 Abb., 3 Tab.; Frankfurt a.M., 283-284.

Werner, C.-D. (1994): Metabasite im Elbtalschiefergebirge.- Ber. Dtsch. Mineral. Ges., 6: 308, Stuttgart.
Autor des Datenblattes: Kurze, M.
Erstellt am: 16.02.2010
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 16.01.2012
Änderung Datensatz: 16.01.2012


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Litholex Recherche vom 28.07.2017, 08:37:22.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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