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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Frauenbach-Einheit 1
ID: 8000182
Hierarischer Rang: nicht klassifiziert
Erstbeschreibung: WIEFEL, 1977
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Frauenbach-Gruppe
Chronostratigraphie: Tremadocium (Unterordovizium, Ordovizium, Paläozoikum)
Synonyme: veraltet: Frauenbach-Serie 1 als Äquivalent der Schönecker Schichten.
Lithologie: Siltphyllite, meist ausgeprägt quarzitstreifig, z.T. quarzitbändrig, grün- und mittelgrau. Die Quarzitstreifen zeigen insbesondere im Raum südlich von Thalheim Merkmale von Linsen- und Flaserschichtung sowie Schrägschichtung. Charakteristische und weit verbreitete Einlagerungen sind Serizitquarzite. In den Aufschlüssen bei Meinersdorf oder an der Grünaer Lucke zeigen sie eine typische dunkelbläulichgraue Farbe, sind massig, schlecht bzw. undeutlich geschiefert und weisen eine heteroklastische Ausbildung auf. Die Quarzite treten über das gesamte Profil auf, haben aber im unterem Bereich ihr Häufigkeitsmaximum.
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Meist deutlich durch das Einsetzen der charakteristischen Quarzitbänke, vielfach wohl auch tektonische Begrenzung.
Hangendgrenze: Unscharf, wird mit dem Einsetzen dunkler oder grüngrauer und relativ gering quarzitstreifiger Phyllite der Frauenbach-Einheit 2 gezogen.
Mittlere Mächtigkeit: Nördlich Thalheim – Meinersdorf: 350 - 400 m
Westlich Erdmannsdorf: > 400 m
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: Im Bereich der Erzgebirgs-Nordrandzone nördlich der Lößnitz-Zwönitzer Synklinale bei Schneeberg (Lindenau, Grießbacher Höhe, Keilberg) , Weißer Stein nördlich Schlema, Grünaer Lucke, Meinersdorf und Adelsberg -Kleinolbersdorf.
Verbreitung (Bundesländer): Sachsen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Erzgebirge
Verbreitung (Ergänzung): Saxothuringikum, Erzgebirgs-Nordrandzone.
Zeitgleiche Einheiten: Äquivalente im Schwarzburger Antiklinorium?, Fränkisch-thüringischem Schiefergebirge?, Fichtelgebirge und nördlicher Oberpfälzer Wald?, Vogtland?
Alterseinstufung: --
Kommentar: Einbezogen in den variszischen, erzgebirgisch streichenden (SW-NE), südvergenten Falten-Schuppenbau der Lößnitz-Zwönitzer Synklinale.
Versch./Sonstiges: Grünschieferfaziell regionalmetamorph;
mehrfach Wechsel von Albit-Muskowit-Chlorit-Subfazies und Quarz-Albit-Epidot-Biotit-Subfazies (LP/LT).
Literatur: Wiefel, H. (1977): Stratiforme Vererzungen Erzgebirge. Gebiet: Erzgebirgsnordrandzone, Bereich Stollberg-Jahnsbach.- Unveröff., Abschlußbericht, VEB Geologische Forschung und Erkundung Halle, Betriebsteil Jena: 131 S., 22 Anl., Jena.

Leonhardt, D., Hoth, K., Berger, H.-J. (1997): 4.6.2 Ordovizium. In Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.; Redaktion K. Hoth, H.-J. Berger & G. Mund) (1997): Stratigraphie von Deutschland II - Ordovizium, Kambrium, Vendium, Riphäikum -Teil I - Thüringen, Sachsen, Ostbayern. – Cour. Forsch.-Inst. Senckenberg, 200: 1–437, 50 Abb., 3 Tab.; Frankfurt a.M., 186.
Autor des Datenblattes: Leonhardt, D., Hoth, K. & Berger, H.-J.
Erstellt am: 11.02.2010
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 19.01.2012
Änderung Datensatz: 23.01.2012


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Litholex Recherche vom 21.08.2017, 17:41:19.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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