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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Kiesbert-Tonschiefer(-Formation)
ID: 8000138
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: BEYER, 1941a
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Herscheid-Gruppe
Chronostratigraphie: Llanvirn (Großbritannien) (Mittelordovizium, Ordovizium, Paläozoikum)
Synonyme: ‚Herscheider Schiefer‘ sensu FUCHS (1912b: 475), teilweise.
‚Herscheider Schichten‘ sensu RICHTER & RICHTER (1937: 310), teilweise.
‚Tomaculum führende Schiefer‘ (BEYER 1941a: 202).
‚Untere Tonschiefer‘ (BEYER 1941b: 252).
‚Unterer Tonschiefer-Horizont‘ (BEYER 1941a: 208; Wo. SCHMIDT & W. ZIEGLER 1970: 27; TIMM et al. 1981: 64).
Lithologie: Relativ milder Pelit (Tonschiefer, -stein), gelegentlich etwas siltig bzw. siltlaminiert.
Gelblich bis bräunlich-graue Verwitterungsfarben des anstehenden Gesteines mit großfleckigen dunklen, fast blau-tiefschwarzen Restbereichen.
Einige Zentimeter große Knauern, auffällig durch verstärkten Goethit-Gehalt.
Wenige harte sandreiche Bänke von einigen cm Mächtigkeit.
Kieselgallen, Pyritknollen, Quarzdurchtrümerung.
Schieferung häufig etwas flaserig.
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Scharf: unterhalb des 'Gelbschiefers' relativ abrupter Wechsel zu typischem Plettenberg- Bänderschiefer (gestörter Kontakt).
Im Raum Herscheid wird der Gelbschiefer von einigen dm mächtigem feinplattigem Schwarzschiefer örtlich unterlagert, bevor charakteristischer Bänderschiefer der Plettenberg-Bänderschiefer - Fomation auftritt (Übergang nicht aufgeschlossen, konstruiertes Profil)
Hangendgrenze: Mit dem Einsetzen der rauhen und wesentlich härteren basalen Lagen des Rahlenberg-Grauwackenschiefers (Übergang nicht aufgeschlossen, konstruiertes Profil)
Mittlere Mächtigkeit: Raum Plettenberg: geschätzte 150 m - 200 m
Raum Herscheid: ca. 150 m
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: Nördlicher Ebbe-Teilsattel: Stadtgebiet Plettenberg (NE Ortsausgang - Weg zur Bracht, OT Oberstadt, OT Marl, OT Hechmecke)
Westlich Plettenbergs: am östlichen und nördlichen Ortsausgang von Hüinghausen, weitflächig um Elsen sowie im Gemeindegebiet Herscheids.
Südlicher Ebbe-Teilsattel: Klassischer Aufschluss bei Waldmin und Kiesbert, in westlicher Erstreckung bis Hervel.
Im Kern des Remscheider Sattels bei Wupperhof und Wüstenhof
Verbreitung (Bundesländer): Nordrhein-Westfalen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Rheinisches Schiefergebirge
Verbreitung (Ergänzung): --
Zeitgleiche Einheiten: Möglicherweise auf Teile des erbohrten Rügen-Ordoviziums (Arkona-Schwarzschiefer-Formation) der Regionalen Einheit Vorpommern und angrenzende Ostsee beziehbar
Alterseinstufung: Fossilien: Acritarchen, Brachiopoden, Conularien,
Graptolithen, Hyolithen, Ichnofossilien, Ostrakoden, Phyllocariden, Trilobiten
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: --
Literatur: BEYER, K. (1941a): Das Auftreten von Tomaculum problematicum GROOM im Ebbe-Sattel und die Bedeutung der Kotpillen-Schnur für die Gliederung des sauerländischen Ordoviciums.– Jb. Reichsst. Bodenforsch., 61: 198-221; Berlin.

Eiserhardt, K.-H., Koch, L., Maletz, J. (2001): 4.29.2 Ordovizium. In Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.; Redaktion: K. Hoth & D. Leonhardt) (2001b): Stratigraphie von Deutschland II - Ordovizium, Kambrium, Vendium, Riphäikum - Teil III: Nordthüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, deutscher Anteil Ostsee, Schleswig-Holstein, deutscher Anteil Nordsee. – Cour. Forsch.-Inst. Senckenberg, 235: 1–186, 22 Abb., 3 Tab.; Frankfurt a.M., 95-108.
Autor des Datenblattes: Eiserhardt, K.-H., Koch, L. & Maletz, J.
Erstellt am: 07.09.2009
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 09.12.2009
Änderung Datensatz: 09.12.2009


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Litholex Recherche vom 27.07.2017, 14:30:05.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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