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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Rahlenberg-Grauwackenschiefer(-Formation)
ID: 8000137
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: BEYER, 1941a, 1941b
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Herscheid-Gruppe
Chronostratigraphie: Mittelordovizium (Ordovizium, Paläozoikum)
Synonyme: ‚Herscheider Schiefer‘ sensu FUCHS (1912b: 475), teilweise.
‚Herscheider Schichten‘ sensu RICHTER & RICHTER (1937: 310), teilweise.
‚Kieselgallenschiefer‘ (BEYER 1941a: 202, 203, 212).
‚Grauwackenschiefer‘ (BEYER 1941b: 252).
‚Grauwackenschiefer-Horizont‘ (BEYER 1941a: 202; Wo. SCHMIDT & W. ZIEGLER 1970: 30; TIMM et al. 1981: 64).
(?) ‚Untere Goldberger Schiefer‘ (Quiring 1936: 60), undatiert.
Lithologie: Basale Lagen als unebenspaltender schwarzgrauer rauher psammitischer Schiefer,
im mittleren Bereich gefolgt von tiefgrau-blauem Grauwackenschiefer, mit Pyritknollen, Grabgängen, gelegentlicher Kieselgallen-Führung.
Hangendpartien regional mit starker Kieselgallen-Führung und festen lyditischen Bänkchen (bis 10 cm mächtig).
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: mit Einsetzen des ebenspaltenden, milden, tiefschwarzen, Tomaculum -führenden Graptolithenschiefers der Kiesbert-Tonschiefer(Formation) (Übergang nicht aufgeschlossen, konstruiertes Profil).
Hangendgrenze: mit Einsetzen des grauschwarz-blauschwarzen, oft hell-siltlaminierten, vielfach kleinschuppig zerfallenden Pelites des Solingen-Tonschiefers (Übergang nicht aufgeschlossen, konstruiertes Profil).
Mittlere Mächtigkeit: ca. 300 m
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: Im Nördlichen Ebbe-Teilsattel bei Holthausen und weitflächig um Herscheid, dort klassisches Vorkommen am Rahlenberg.
Im Südlichen Ebbe-Teilsattel bei Waldmin (Kiesberter Spezialsattel) und Sonnenhohl.
Im Remscheider Sattel am Sattelsberg S' Solingen-Höhscheid
Untergrund: Vermutlich im Silberger Horst am Rand des Müsener Horstes als ‚Untere Goldberger Schiefer‘, undatiert.
Verbreitung (Bundesländer): Nordrhein-Westfalen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Rheinisches Schiefergebirge
Verbreitung (Ergänzung): --
Zeitgleiche Einheiten: Möglicherweise auf Teile des erbohrten Rügen-Ordoviziums (Nobbin-Grauwacken-Formation) der Regionalen Einheit Vorpommern und angrenzende Ostsee beziehbar
Alterseinstufung: Fossilien: Acritarchen, Chitinozoen, Conularien, Trilobiten, Malacostraken, Graptolithen
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: --
Literatur: BEYER, K. (1941a): Das Auftreten von Tomaculum problematicum GROOM im Ebbe-Sattel und die Bedeutung der Kotpillen-Schnur für die Gliederung des sauerländischen Ordoviciums.– Jb. Reichsst. Bodenforsch., 61: 198-221; Berlin.

BEYER, K. (1941b): Die Plettenberger Bänderschiefer, das älteste Ordovicium im rechtsrheinischen Schiefergebirge.– Jb. Reichsst. Bodenforsch., 61: 222-253; Berlin.

Eiserhardt, K.-H., Koch, L., Maletz, J. (2001): 4.29.2 Ordovizium. In Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.; Redaktion: K. Hoth & D. Leonhardt) (2001b): Stratigraphie von Deutschland II - Ordovizium, Kambrium, Vendium, Riphäikum - Teil III: Nordthüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, deutscher Anteil Ostsee, Schleswig-Holstein, deutscher Anteil Nordsee. – Cour. Forsch.-Inst. Senckenberg, 235: 1–186, 22 Abb., 3 Tab.; Frankfurt a.M., 95-108.
Autor des Datenblattes: Eiserhardt, K.-H., Koch, L. & Maletz, J.
Erstellt am: 07.09.2009
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 09.12.2009
Änderung Datensatz: 09.12.2009


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Litholex Recherche vom 24.07.2017, 10:49:43.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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