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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Hohleborn-Formation
ID: 8000089
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: NEUMANN, 1966, 1974
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Trusetal-Gruppe
Chronostratigraphie: Kambrium (Paläozoikum)
Synonyme: Staurolith-Granat-Gneise und Glimmerschiefer (v. GAERTNER 1951);
poikilitischer Granat-Biotit (Chlorit)-Paragneis TIV (NEUMANN 1966);
Truse-Folge 4 (NEUMANN 1971b);
Hohleborn-Gneis, Truse-Subfolge IV (NEUMANN 1974);
Hohleborn-Serie (TGL 25234/18, 1976; NEUMANN 1983; WUNDERLICH 1985, 1989; ESTRADA et al. 1992);
Hohleborn-Folge (KÄSTNER et al. 1996);
Hohleborn-Gruppe (ANDREAS et al. 1996)
Lithologie: Zweiglimmer-Gneise, (Staurolith)-Granat-Zweiglimmer-Gneise,
darin eingeschaltet Quarz-Plagioklas-Gneise (bilden Wechselfolge)
vereinzelt Quarzitschieferlagen und Amphibolitlinsen
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: zunehmende Einschaltung von Quarz-Plagioklas-Gneisen in die Zweiglimmergneise der oberen Truse-Formation
(unscharfe, NE-SW streichende, SE einfallende Übergangszone entlang der Linie Kleinschmalkalden - Götzenberg)
Hangendgrenze: nicht aufgeschlossen
Mittlere Mächtigkeit: 850 m (NEUMANN 1983); nach WUNDERLICH (1989) mindestens 1000 m; Berücksichtigung weiterer Verbreitung unter Deckgebirge des südwestlichen Vorlandes bis zu 2000 m (ESTRADA et al. 1992)
Maximale Mächtigkeit: = 1000 m
Typusprofile, etc.: streicht zwischen Kleinschmalkalden, Hohleborn und dem Götzenberg aus (Mtbl. 5228: Schmalkalden)
Verbreitung (Bundesländer): Thüringen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Thüringer Wald, Frankenwald, Fichtelgebirge
Verbreitung (Ergänzung): --
Zeitgleiche Einheiten: Übereinstimmungen der Staurolith-Granat-Zweiglimmer-Gneise und Quarz-Plagioklas-Gneise mit analogen Gesteinen der Mömbris-Formation im Spessart
Alterseinstufung: nicht gesichert, Neoproterozoikum bis Unterdevon möglich; ?Kambrium, im Vergleich zur Mömbris-Fm. des Spessarts
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: regionale Mitteldruck-Metamorphose in Amphibolitfazies
Literatur: Neumann, W. (1966): Versuch eines lithostratigraphischen Vergleichs von Grundgebirgsanschnitten im Bereich der mitteldeutschen Schwelle. - Geologie, 15: 942-962, Berlin.

Neumann, W. (1974): Mitteldeutsche Kristallinzone. - In: Hoppe, W. & Seidel, G. (Hrsg.): Geologie von Thüringen: 77-118; Gotha/Leipzig (Haack).

Wunderlich, J., Zeh, A. (2001): 4.23.3 Kambrium an der SE-Flanke und im zentralen Kristallin. In Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.; Redaktion: K. Hoth & D. Leonhardt) (2001a): Stratigraphie von Deutschland II - Ordovizium, Kambrium, Vendium, Riphäikum - Teil II: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordthüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg. – Cour. Forsch.-Inst. Senckenberg, 234: 1–236, 22 Abb., 3 Tab.; Frankfurt a.M., 149-158.
Autor des Datenblattes: Wunderlich, J., Zeh, A.
Erstellt am: 28.08.2009
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 02.11.2009
Änderung Datensatz: 10.11.2009


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Litholex Recherche vom 21.08.2017, 17:48:12.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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