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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Mittelschwarzwald-Kerngneis-Komplex
ID: 8000066
Hierarischer Rang: nicht klassifiziert
Erstbeschreibung: WIMMENAUER (1980, 1984)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Neoproterozoikum
Mesoproterozoikum
Synonyme: „Monotone Paragneis-Serie des Zentralschwarzwalds“ (WIMMENAUER 1980),
„Monotone Serie des Mittleren Schwarzwalds“ (WIMMENAUER 1984),
Elz- und Wolf-Formation (HIRSCHMANN 1994),
„Gneis- und Migmatit-Einheit mit Hochdruckrelikten“ (HANEL 1995),
Mittelschwarzwald-Kerngneis-Gruppe (Kessler 2001), hier: -Komplex, da bisher keine weiteren Untereinheiten ausgehalten.
Lithologie: grauwackenartige Biotit-Quarz-Plagioklas-Gneise, pelitische Sillimanit-Cordierit- (z. T. auch nur führende) Biotit-Plagioklas-Gneise,
untergeordnet geringmächtige Einlagerungen von Kalksilikatfelsen bzw. Pyroxengneisen, Quarzitgneisen, leukokraten (aplitischen, K-betonten) Gneisen;
Ausnahmen: zwei isolierte Kleingeröll-Vorkommen,

vorwiegend tonalitisch zusammengesetzte Flasergneise (Orthogneise) mit häufiger Hornblende- und Orthitführung, Amphibolitlinsen.

Eklogite und Ultrabasite (Peridotite) bzw. deren Abbauprodukte.
Vor allem im Zentralschwarzwald sind die Gesteine in hohem Maße beansprucht und in Metatexite bzw. Diatexite umgebildet worden.
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: nicht aufgeschlossen
Hangendgrenze: große tektonische Schollengrenzen oder Überschiebungen
Mittlere Mächtigkeit: 2000 - 4000 m (Hirschmann 1994)
Maximale Mächtigkeit: bis zu 10 km
Typusprofile, etc.: Großflächig in Mittleren Schwarzwald verbreitet.
Verbreitung (Bundesländer): Baden-Württemberg
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Schwarzwald
Verbreitung (Ergänzung): --
Zeitgleiche Einheiten: Unsicher.
Arber- und Frauenstein-Gruppe im Bayerischen und Oberpfälzer Wald?
Niederschlag-Einheit im Erzgebirge?
Liebenstein-Komplex im Ruhlaer Kristallin?.
Alterseinstufung: Fossilien: Acritarchen
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: Anatexis bzw. HT-LP-Metamorphose im Unterkarbon

Vergneisung post-ordovizisch bis prä-unterkarbonisch
Literatur: Wimmenauer, W. (1980a): Lithology of Precambrian in the Schwarzwald. An interim report. - N. Jb. Mineral., Mon. H., 1980: 364-372; Stuttgart.

Wimmenauer, W. (1984): Das prävariskische Kristallin im Schwarzwald. - Fortschr. Mineral., 62 (Beih 2): 69-86; Stuttgart.

Kessler, G. (2001): 4.15.5 Proterozoikum. In Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.; Redaktion: K. Hoth & D. Leonhardt) (2001a): Stratigraphie von Deutschland II - Ordovizium, Kambrium, Vendium, Riphäikum - Teil II: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordthüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg. – Cour. Forsch.-Inst. Senckenberg, 234: 1–236, 22 Abb., 3 Tab.; Frankfurt a.M., 60-64.
Autor des Datenblattes: Kessler, G.
Erstellt am: 26.08.2009
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 22.12.2010
Änderung Datensatz: 22.12.2010


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Litholex Recherche vom 23.08.2017, 02:22:00.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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