litholex_logo

Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



verlauf_blau

Name der Einheit: Junkerberg-Formation
ID: 7016032
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: VORSTER (1918)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Eifelium (Mitteldevon, Devon, Paläozoikum)
Synonyme: Obere calceola-Schichten (KAYSER 1871)
Kirspenicher und Wachendorfer Stufe (QUIRING 1913)
Crinoiden-Stufe (VORSTER 1918);
Crinoiden-Schichten (KUCKELKORN & VORSTER 1926);
Sötenicher Schiefer (W.E. SCHMIDT 1936);
Rommersheimer Schichten (HAPPEL & REULING 1937).
Lithologie: Sehr komplex aufgebaute Schichtenfolge aus sandig-karbonatischen Mischgesteinen (Kalksandsteinen, sandige Mergelsteine), schluffigen, schwach karbonarischen Tonsteinen bis Kalkknollen-Mergelsteinen und reinen, oft biogenen/biodetritischen Kalkgesteinen.
Der Kalkgehalt der Schichtenfolge nimmt nach oben zu; der Anteil an Kalksandsteinen ist im Norden am größten.
Untergeordnete Einheit: Eine Vielzahl von jeweils für Teile von Kalkmulden gültige Einheiten. In der Stratotypenregion der Hillesheimer Mulde unten die Heinzelt-Sbf., in der lokal Kalksandstein-Tonstein-Wechsellfolgen dominieren; oben die Grauberg-Sbf., in der ausnahmslos Karbonatgesteine, z.T. mit Korallen und Stromatoporen und wechsellagernd mit tonig-schluffig Zwischenlagen vorkommen. Beide Sfm. mit zahlreichen Horizonten (membern sensu STRUVE 1976).
Liegendgrenze: Deutlich nur bei Einsetzen von kalkhaltigen Sandsteinen über dem Niederehe-Riffkalksteinen der Ahrdorf-Fm.; dort, wo die Grenze in karbonatischen Gesteinen liegen soll , ist sie schwer nachzuvollziehen.
Hangendgrenze: In den nördlichen Kalkmulden markiert durch den Rohr-Horizont mit der typischen Korallenart Hexagonaria rohrensis = Disphyllum parallaxum; in den südlichen Kalkmulden markiert der Giesdorfer ostiolatus-Horizont die Obergrenze.
Mittlere Mächtigkeit: 80 - 150 m
Maximale Mächtigkeit: 220 m
Typusprofile, etc.: Typusregion ist die Rohrer Mulde, wo am Junkerberg die Kalksandsteine dieser Formation verbreitet sind. Die Formation ist durch ihre zahlreichen Teilhorizonte in der Stratotypenregion der Hillesheimer Mulde definiert. Detaildarstellungen dazu bei STRUVE (in ZIEGLER 1988: Abb. A 15/2c-d). In den nördlichen Kalkmulden (NRW) Details für die südwestliche Sötenicher Mulde: DICKFELD (1969): Anschnitt der Landstraße Sötenich - Urft zwischen Bahnübergang und Einmündung der Straße
Verbreitung (Bundesländer): Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Rheinisches Schiefergebirge
Verbreitung (Ergänzung): Kalkmuldenzone der Eifel
Zeitgleiche Einheiten: --
Alterseinstufung: Biostratigrafisch mittels Mikro- und Makrofauna, insbesondere Conodonten, Brachiopoden, Trilobiten und Korallen.
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: Die relativ mächtige und lithologisch uneinheitliche Junkerberg-Fm. kann entsprechend der Gliederung von STRUVE (1976) in zwei Formationen geteilt werden.
Literatur: DICKFELD, L. (1969): Stratigraphie und Fazies im Westteil der Sötenicher Mulde (Devon/Eifel). – Diss. Univ. Frankfurt, 205 S., 25 Abb., 44 Taf., 3 Beil.; Frankfurt [unveröff.]
GLINSKI, A. (1961): Die Schichtenfolge der Rohrer Mulde (Devon der Eifel). – Senck. leth., 42: 273 - 289, 1 Abb., 1 Taf.; Frankfurt a. M.
HOTZ, E.-E., & KRÄUSEL, W., & STRUVE, W. (1955): Die Eifel-Mulden von Hillesheim und Ahrdorf. - In: KRÖMMELBEIN, K., & HOTZ, E.-E., & KRÄUSEL, W., & STRUVE, W.: Zur Geologie der Eifeler Kalkmulden. - Beih. Geol. Jb., 17: 45-192, 26 Abb., 1 Tab., 1 Beil.; Hannover.
METJE, J. (1963): Geologie des SW-Teils der Dollendorfer Mulde (Devon, Eifel). - Senck. leth., 44: 127 - 155, 2 Abb., 4 Taf.; Frankfurt a. M.
NOWAK, H.-J. (1956): Stratigraphische Untersuchungen im nordöstlichen Abschnitt der Sötenicher Mitteldevonmulde (Eifel). - Decheniana Beih., 2: 1 -68, 11 Abb., 1 Kte.; Bonn.
PAULUS, B. (1961): Der mittlere Teil der Sötenicher Mulde (Devon, Eifel). II. Das höhere Eifelium. Senck. leth., 42(5/6): 415-452,1 Abb., 3 Tab., 2 Taf.; Frankfurt/M.
OCHS, G., & WOLFART, R. (1961): Geologie der Blankenheimer Mulde (Devon/Eifel). - Abh. senckenb. naturforsch. Ges., 501:100 5., 16 Abb., 3 Tab., 5 Taf.; Frankfurt/M.
VORSTER, H. (1918): Zur Kenntnis der Dollendorfer; Rohrer und Blankenheimer Mulde. - Verh. naturhist. Ver. preuß. Rheinld. u. Westt, Sitz.-Ber, 1916: C 10-21,1 Abb., 1 Taf.; Bonn.
ZIEGLER, W. [Hrsg.] (1988): Part 1: Guide to Field Trips. Field Trip A (22.-24. July 1988), Ardennes ( Belgium), and Eifel Hills (Federal Republic of Germany). – Cour. Forsch.-Inst. Senckenberg, 102: 11 - 155; Frankfurt a. M.
Autor des Datenblattes: Ribbert, Karl-Heinz
Erstellt am: 24.01.2007
Zuständige Subkommission: Subkommission Devon
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 23.05.2007
Änderung Datensatz: 06.06.2007


Zurück zum Such - Ergebnis        Zurück zur einfachen Suche        Zurück zur erweiterten Suche        Diese Seite drucken

Logo Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Logo Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart Logo Geologischer Dienst NRW Logo Deutsche Statigraphische Kommission

© Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

Litholex Recherche vom 21.08.2017, 17:47:27.

Die BGR und die DSK gestatten die Übernahme von Datensätzen in Datenbestände, die ausschließlich für den privaten Gebrauch eines Nutzers bestimmt sind. Die Übernahme und Nutzung der Daten zu anderen Zwecken bedarf der schriftlichen Zustimmung der BGR.

Beispiel zum Zitieren eines Datensatzes:

HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

1) Autor des Datenblattes
2) Name der Einheit
3) Änderung Datensatz
4) Datum der Recherche
5) ID