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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Hagelberg-Formation
ID: 7016028
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: RIBBERT
Gültigkeit des Namens: vorläufig mitgeteilt
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Givetium (Mitteldevon, Devon, Paläozoikum)
Synonyme: --
Lithologie: In der Sötenicher Mulde dominieren kalkhaltige, tonige Schluffsteine über kalkreichere Mergelsteine. Die Einheit beginnt mit einem Horizont der gehäuft den Brachiopoden Retichonetes crenulatus führt. Darüber folgen die tonig-schluffig-kalkigen Gesteine mit Lagen der tabulaten Koralle Alveolites sp. und geringmächtigen Kalksteinbänken.
Untergeordnete Einheit: keine
Liegendgrenze: Oberkante der karbonatischen Sandsteine der Taubenberg-Formation.
Hangendgrenze: Einsetzen der Dolomitisierung stärker karbonatischer Gesteinsanteile.
Mittlere Mächtigkeit: --
Maximale Mächtigkeit: 50 m
Typusprofile, etc.: Typusregion ist die Sötenicher Mulde; Aufschlüsse in den westlich der Urft liegenden Steinbrüchen des Sötenicher Zementwerkes (Blatt 5405 Mechernich).
Verbreitung (Bundesländer): Nordrhein-Westfalen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Rheinisches Schiefergebirge
Verbreitung (Ergänzung): Nördliche Eifeler Kalkmuldenzone
Zeitgleiche Einheiten: --
Alterseinstufung: Mittels Makrofauna (Brachiopoden, Trilobiten)
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: Die Untergrenze der annähernd zeitgleichen Kerpen-Formation im Sinne von STRUVE ist durch das "Lager der Dechenella struvei" (Kerpen-Schichten), also nicht lithologisch definiert und mithin lithostratigraphisch ungültig.
Neuere Profilaufnahmen an Bohrungen der Sötenicher Zementwerke zeigen keine markante lithologische Grenze zwischen dem Hagelberg-Horizont der obersten Rodert-Schichten in der lokalen Gliederung von PAULUS (1961) und den Kerpen-Schichten. Daher wird eine lokale Formation eingeführt, die nach dem Hagelberg-Horizont der PAULUS' schen Gliederung benannt wird.
Literatur: HOTZ, E.-E., & KRÄUSEL, W., & STRUVE, W. (1955): Die Eifel-Mulden von Hillesheim und Ahrdorf. - In: KRÖMMELBEIN, K., & HOTZ, E.-E., & KRÄUSEL, W., & STRUVE, W.: Zur Geologie der Eifeler Kalkmulden. - Beih. Geol. Jb., 17: 45-192, 26 Abb., 1 Tab., 1 Beil.; Hannover.

PAULUS, B. (1961): Das Urfttal-Profil in der Sötenicher Eifelkalkmulde (Devon). - Aufschluß, Sonderh., 10: 26 - 40, 5 Abb., 1 Tab., 4 Taf.; Heidelberg.
Autor des Datenblattes: Ribbert, Karl-Heinz
Erstellt am: 23.01.2007
Zuständige Subkommission: Subkommission Devon
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 23.05.2007
Änderung Datensatz: 06.06.2007


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Litholex Recherche vom 18.08.2017, 03:02:16.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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