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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Geitenberg-Subformation
ID: 6004032
Hierarischer Rang: Subformation (Member)
Erstbeschreibung: KORN, 2003b
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Wennemen-Formation
Chronostratigraphie: Viséum (Unterkarbon, Karbon (Euro.), Paläozoikum)
Synonyme: Geitenberg Member (KORN 2003b, 2010)
Lithologie: Diese untere Subformation der Wennemen-Formation wird aus fossilreichen laminierten Tonsteinen, Mergeln und grobkörnigen detritischen Kalksteinen zusammengesetzt. Diese Bänke können eine Mächtigkeit von zwei Metern erreichen und sind häufig als Crinoiden-Grainstones mit umgelagerten Extraklasten an ihrer Basis ausgebildet. Im unteren Anteil der Subformation treten mehrere Metabentonit-Horizonte auf; sie können eine Mächtigkeit von 0,20 Metern erreichen.
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Die Basis der Geitenberg-Subformation unmittelbar über der Alaunschiefer-Einheit M9 der Linnepe-Formation, und zwar mit dem Einsetzen von hellgrauen Tonsteinen.
Hangendgrenze: Die Obergrenze ist gekennzeichnet durch die Basis des Actinopterien-Horizontes.
Mittlere Mächtigkeit: Die Gesamtmächtigkeit ist schwer festzustellen, da die Subformation nirgendwo vollständig aufgeschlossen ist. Wahrscheinlich etwa 30 m.
Maximale Mächtigkeit: 40 Meter.
Typusprofile, etc.: Oberer Teil des aufgegebenen Steinbruches auf der Westseite des Geitenberges 750 m ostsüdöstlich von Wennemen, Messtischblatt 4615 Meschede, r 3444 700, h 5690 775 (zentraler Teil der Südflanke der Lüdenscheider Mulde).
Verbreitung (Bundesländer): Nordrhein-Westfalen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Rheinisches Schiefergebirge
Verbreitung (Ergänzung): --
Zeitgleiche Einheiten: Scharfenberg-Subformation (Briloner Sattel)
Hesseberg-Subformation (Waldecker Mulde)
Griesenbrauck-Subformation (Remscheid-Altenaer Sattel)
Alterseinstufung: Die Reichweite der Geitenberg-Subformation erstreckt sich von der Goniatites spirifer-Zone bis zur Neoglyphioceras suerlandense-Zone. Alle diese Zonen, mit der Ausnahme der Paraglyphioceras rotundum-Zone, sind durch Ammonoideen-Faunen gut repräsentiert. Die meisten der Ammonoideen-Vergesellschaftungen konnten in den drei Profilen von Westenfeld, Frenkhausen und Wennemen-Geitenberg nachgewiesen werden, wo sie als flachgedrückte Exemplare in gebänderten Tonsteinen auftreten.
Die Ammonoideen sind von Posidonia becheri begleitet, die in großen Mengen auftritt und manchmal ganze Schichtflächen bedeckt.
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: --
Literatur: KORN, Dieter (2003b): Die Formationen der Kulm-Fazies im Rheinischen Schiefergebirge. – Senckenbergiana lethaea, 83 (1/2): 236-242; Frankfurt a. M.
KORN, Dieter (2006): Lithostratigraphische Neugliederung der Kulm-Sedimentgesteine im Rheinischen Schiefergebirge. – Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, 41: 379-383, Abb. 1; Hannover.
KORN, Dieter (2010): Lithostratigraphy and biostratigraphy of the Kulm succession in the Rhenish Mountains. – Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, 161 (4):431-453, Abb. 1-9; Stuttgart.KULICK, Jens (1960): Zur Stratigraphie und Palaeogeographie der Kulm-Sedimente im Eder-Gebiet des nordöstlichen Rheinischen Schiefergebirges. – Fortschritte in der Geologie von Rheinland und Westfalen, 3,1: 243-288, Abb. 1-11, Tab. 1-3, Taf. 1; Krefeld.
Autor des Datenblattes: Korn, D.
Erstellt am: 20.07.2005
Zuständige Subkommission: Subkommission Karbon
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 04.03.2015
Änderung Datensatz: 08.04.2015


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Litholex Recherche vom 21.07.2017, 18:31:25.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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