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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Laisa-Formation
ID: 6004021
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: KORN, 2003b
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Drewer-Gruppe
Chronostratigraphie: Tournaisium (Unterkarbon, Karbon (Euro.), Paläozoikum)
Synonyme: Culm-Kieselschiefer (KAYSER 1907a)
Kieselschiefer (pt.) (KOCH 1858)
Culmkieselschiefer (KEGEL 1928)
Kulm-Kieselschiefer (pt.) (PAPROTH 1960)
Helle Kulmkieselschiefer (LEUTERITZ 1968)
Bunte Lydite (JACKSON 1985)
Helle/Bunte Kieselschiefer (BRAUN & GURSKY 1991)
Adinol-Folge (BRAUN & GURSKY 1991)
Laisa Formation (KORN 2003b)
Laisa Kieselschiefer Formation (KORN 2010)
Lithologie: Die Laisa-Formation ist kann als die grünlich-graue Fortsetzung der Hardt-Formation und der Kahlenberg-Formation in der Dill-Mulde angesehen werden. Sie wird fast vollständig von kieseligen Tonsteinen und einer großen Anzahl (mindestens 50) von vulkaniklastischen Lagen aufgebaut. Kalkstein-Bänke in Form von dünner Bänderung sind relativ selten.
Generell ähneln sich die Lithologien der Laisa- und Hillershausen-Formation stark; der Hauptunterschied zwischen den beiden liegt in dem erheblich geringeren Carbonat-Anteil der Laisa-Formation. Eine deutliche Separation der beiden Formationen ist manchmal schwierig, weil ein kontinuierlicher Übergang im Südteil der Wittgensteiner Mulde bis Nortteil der Dill-Mulde erkennbar ist, welcher von den distalsten Schüttungen der Carbonat-Sedimentation erreicht wird.
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Die Hillershausen- und Laisa-Formationen sind weitgehend zeitäquivalent, aber die Basis der Laisa-Formation ist schwieriger zu bestimmen. Das wichtigste Kriterium ist der Farbwechsel von schwarz nach grünlich-grau.
Hangendgrenze: Die Obergrenze ist, wie in der Hillershausen-Formation, mit der Basis des Grimmeri-Horizontes zu ziehen.
Mittlere Mächtigkeit: etwa 12 Meter
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: Kleiner Steinbruch auf der Nordwestseite des Ziegen-Berges, 2 km südsüdwestlich von Laisa, Messtischblatt 5017 Biedenkopf, r 3473 150, h 5679 450 (nördlicher Teil der Dill-Mulde). / Typische Profile sind in der Dill-Mulde vorhanden. Ähnliche Profile existieren in anderen Gebieten, wie im südlichen Bereich der Wittgensteiner Mulde und auf dem Warsteiner Sattel, wo eine Verzahnung mit der Hillershausen-Formation stattfindet.
Verbreitung (Bundesländer): Hessen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Rheinisches Schiefergebirge
Verbreitung (Ergänzung): --
Zeitgleiche Einheiten: Becke-Oese-Formation (Remscheid-Altenaer Sattel)
Hellefeld-Formation (Lüdenscheider Mulde)
Hillershausen-Formation (Normalfazies)
Alterseinstufung: Fossilien mit biostratigraphischem Wert sind in der Laisa-Formation sehr selten. Goniatiten sind, bis auf Entogonites grimmeri im höchsten Abschnitt, fast unbekannt.
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: --
Literatur: GURSKY, Hans-Jürgen (1997): Die Kieselgesteine des Unterkarbons im Rhenoherzynikum. Sedimentologie, Petrographie, Geochemie und Paläozeanographie. – Geologische Abhandlungen Hessen, 100: 1-117, Abb. 1-24; Wiesbaden.
JACKSON, Peter J. (1985): Sedimentology, stratigraphy and palaeoceanography of some Lower Carboniferous hemipelagic sequences. – D. Phil. Thesis University of Oxfürd: 1-292, Abb. 1-50, Taf. 1-6; Oxfürd (unpublished).
KORN, Dieter (2003b): Die Formationen der Kulm-Fazies im Rheinischen Schiefergebirge. – Senckenbergiana lethaea, 83 (1/2): 236-242; Frankfurt a. M.
KORN, Dieter (2006): Lithostratigraphische Neugliederung der Kulm-Sedimentgesteine im Rheinischen Schiefergebirge. – Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, 41: 379-383, Abb. 1; Hannover.
KORN, Dieter (2010): Lithostratigraphy and biostratigraphy of the Kulm succession in the Rhenish Mountains. – Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, 161 (4):431-453, Abb. 1-9; Stuttgart.LEUTERITZ, Klaus (1968): Die Geologie der nordöstlichen Dillmulde in der Umgebung von Buchenau am Ostrande des Rheinischen Schiefergebirges. – Inaugural-Dissertation der Phillips-Universität Marburg: 1-197, Abb. 1-94; Marburg.
Autor des Datenblattes: Korn, D.
Erstellt am: 19.07.2005
Zuständige Subkommission: Subkommission Karbon
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 04.03.2015
Änderung Datensatz: 08.04.2015


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Litholex Recherche vom 27.07.2017, 02:35:26.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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