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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Gipskeuper (5), westfälisch
ID: 5000042
Hierarischer Rang: nicht klassifiziert
Erstbeschreibung: Unbekannt
Gültigkeit des Namens: ungültig
Übergeordnete Einheit: Mittlerer Keuper
Chronostratigraphie: Tuvalium (Karnium, Obertrias, Trias, Mesozoikum)
Julium (Karnium, Obertrias, Trias, Mesozoikum)
Cordevolium (Karnium, Obertrias, Trias, Mesozoikum)
Langobardium (Ladinium, Mitteltrias, Trias, Mesozoikum)
Synonyme: Homonym zu Gipskeuper (1) - (4), (6); entspricht annähernd: Grabfeld-Formation bis Weser-Formation (letztere nur teilweise).
Lithologie: Siehe Grabfeld-Formation, Stuttgart-Formation, Weser-Formation.
Untergeordnete Einheit: Siehe Grabfeld-Formation, Stuttgart-Formation, Weser-Formation.
Liegendgrenze: Basis des Löwendorf-Horizonts bzw. Dach der für das Äquivalent des Grenzdolomits gehaltenen Schichten.
Hangendgrenze: Basis des Rischenau-Subformation der Weser-Formation, mit der hier der "Steinmergelkeuper" begonnen wurde.
Mittlere Mächtigkeit: Siehe Grabfeld-Formation, Stuttgart-Formation, Weser-Formation.
Maximale Mächtigkeit: Siehe Grabfeld-Formation, Stuttgart-Formation, Weser-Formation.
Typusprofile, etc.: Historische Kartiereinheit ohne Typusprofil.
Verbreitung (Bundesländer): Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland
Mittelgebirge, Weserbergland
Verbreitung (Ergänzung): Regionaltypische Abgrenzung von "Gipskeuper" für das Weserbergland und den Leinetalgraben, in dieser Form regional noch teilweise geläufig.
Zeitgleiche Einheiten: Siehe Grabfeld-Formation, Stuttgart-Formation, Weser-Formation.
Alterseinstufung: Siehe Grabfeld-Formation, Stuttgart-Formation, Weser-Formation.
Kommentar: Siehe Grabfeld-Formation, Stuttgart-Formation, Weser-Formation.
Versch./Sonstiges: Tornquist (1892) bezeichnete selbst zwar den gesamten Mittleren Keuper als "Gipskeuper". Er orientierte sich jedoch an der fränkischen Stratigraphie und hielt die Dolomitsteinbänke und Residualschluffe der Rischenau-Subformation für ein Äquivalent des fränkischen Coburger Sandsteins (Hassberge-Formation) und setzte daher das Äquivalent Obergrenze des fränkischen "Gipskeupers" in Analogie dazu dort fest. Im Zuge der Kartierung im Leinetal und Weserbergland wurde in der Folge der Ausdruck verschiedentlich gegen einen hangenden "Steinmergelkeuper" (einschließlich Rischenau-Subformation) abgegrenzt.
Literatur: DSK (2005): Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.): Stratigraphie von Deutschland IV – Keuper. – Courier Forschungsinst. Senckenberg 253: 296 S., 64 Abb., 50 Tab., 2 Taf.; Frankfurt am Main.
Nitsch, E. (2005): Wortgeschichten aus der Keuperstratigraphie, III: Gipskeuper, Grundgips und Berggips. – Z. dt. geol. Ges., 155: 187–193; Stuttgart.
Tornquist, A.J.H. (1892): Der Gypskeuper in der Umgebung von Göttingen. – Diss. Univ. Göttingen 1892: 37 S.; Göttingen (Hofer).
Autor des Datenblattes: Nitsch, E.
Erstellt am: 02.07.2012
Zuständige Subkommission: Subkommission Perm-Trias
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 26.07.2012
Änderung Datensatz: 30.07.2012


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Litholex Recherche vom 22.07.2017, 14:53:19.

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Beispiel zum Zitieren eines Datensatzes:

HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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