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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Unterer Keuper
ID: 5000015
Hierarischer Rang: Subgruppe
Erstbeschreibung: Hoffmann, 1830
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Keuper
Chronostratigraphie: Langobardium (Ladinium, Mitteltrias, Trias, Mesozoikum)
Synonyme: Lettenkeuper, Lettenkohle, Kohlenkeuper (s. a. Erfurt-Formation); Kürzel im „Symbolschlüssel Geologie“: ku
Lithologie: Wechselfolgen von Ton- und Schluffsteinen mit Sandsteinen (im Norden) und Dolomitsteinbänken (zwischen Harzvorland und Baar) bzw. zwischen Tonsteinen und Dolomitsteinbänken (südlich der Donau und des Kaiserstuhls), meist grau mit untergeordneten rotbraunen Einschaltungen, zu den Beckenrändern hin zunehmend rotbunt mit grauen Einschaltungen und zunehmend von Sandsteinen und z. T. Konglomeraten geprägt. Anhydrit bzw. Sekundärgips (oder Auslaugungsresiduen) verbreitet als Knollen, im Süden (Oberer Neckar, Baar, Hochrheingebiet) auch in geschichteten Bänken.
Untergeordnete Einheit: Fast im ganzen Verbreitungsgebiet durch die Erfurt-Formation vertreten, vor dem südöstlichen Beckenrand (Oberpfalz, Untergrund des Alpenvorlands) durch Grafenwöhr-Formation, im Ostseegebiet durch nicht benannte Einheiten in Buntfazies.
Liegendgrenze: Basis des Grenzbonebeds (Süddeutschland) oder des Sandsteinkomplexes S1 (nördlich des Mains).
Hangendgrenze: Dachfläche des „Grenzdolomits“ der Erfurt-Formation und von dessen Äquivalenten.
Mittlere Mächtigkeit: 30–80 m.
Maximale Mächtigkeit: In synsedimentären Grabenbrüchen > 150 m (z. B. Glückstadt-Graben).
Typusprofile, etc.: Typusregion ist das Thüringer Becken.
Verbreitung (Bundesländer): Deutschland (gesamt)
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland
Mittelgebirge
Alpenvorland
Verbreitung (Ergänzung): Verbreitung setzt sich in ähnlicher Fazies in die Nachbarländer im Osten (Polen), mit höherem Sandstein-Anteil nach Norden (Dänemark, Schweden), mit geringerem oder fehlendem Sandstein-Anteil nach Westen (Niederlande, Großbritannien, Belgien, Luxembourg, Frankreich) und Süden (Schweiz) fort.
Zeitgleiche Einheiten: Höhere Alpine Mitteltrias.
Alterseinstufung: Langobardium (Ladinium).
Kommentar: Biostratigraphische Einstufung durch Muscheln, Conchostraken, Ostrakoden, Palynomorphe. Die sehr seltenen Cephalopodenfunde erlauben keine genauere Einstufung.
Versch./Sonstiges: Enthält international bedeutsame Fossillagerstätten für triassische Landpflanzen und Landwirbeltiere (z. B. Kupferzell).
Literatur: Bachmann, G.H., Geluk, M.C., Warrington, G., Becker-Roman, A., Beutler, G., Hagdorn, H., Hounslow, M.W., Nitsch, E., Röhling, H.-G., Simon, T. & Szulc, A., with contributions by Michiel Dusar, M., Nielsen, L.H., Barnasch, J. & Franz, M. (2010): Triassic. – In: Doornenbal, J.C. & Stevenson, A.G. (editors): Petroleum Geological Atlas of the Southern Permian Basin Area: 149–173; Houten (EAGE Publications).
DSK (2005): Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.): Stratigraphie von Deutschland IV – Keuper. – Courier Forschungsinst. Senckenberg 253: 296 S., 64 Abb., 50 Tab., 2 Taf.; Frankfurt am Main. – [darin weitere Literaturhinweise]
Hoffmann, F. (1830): Uebersicht der orographischen und geognostischen Verhältnisse vom nordwestlichen Deutschland. – 676 S.; Leipzig (J.A.Barth).
Nitsch, E. (2005): Der Keuper in der STD 2002: Formationen und Folgen – Newsletters on Stratigraphy, Stuttgart.
Autor des Datenblattes: Nitsch, E.
Erstellt am: 25.02.2011
Zuständige Subkommission: Subkommission Perm-Trias
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 05.03.2011
Änderung Datensatz: 09.03.2011


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Litholex Recherche vom 22.09.2017, 13:44:02.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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