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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Numismalismergel-Formation
ID: 4012034
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: Quenstedt 1843 (Erstbeschreibung), Bloos et al. 2005 (Name)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Schwarzer Jura
Chronostratigraphie: Pliensbachium (Unterjura, Jura, Mesozoikum)
Synonyme: Numismalismergel (Quenstedt 1843, Oppel 1853); Lias ? (Quenstedt 1856-58, Krumbeck 1936); Unter-Pliensbachium, pb1 (Hahn & Schreiner 1971); Schwarzer Jura ? (Geyer & Gwinner 1991).
Lithologie: Mittelgraue Mergelsteine mit eingeschalteten Kalksteinbänken (Biomikrite), nach Osten unter Abnahme der Mergelanteile zunehmend Phosphorite, Kalkoolithe sowie grobsandig-feinkiesige dolomitische Kalksteine; Belemniten z.T. gesteinsbildend.
Untergeordnete Einheit: In die Mergelsteine sind einzelne Leitbänke eingeschaltet: basal die Spiriferenbank (in Baden-Württemberg meist als Cymbiumbank bezeichnet), im höheren Teil die Davoei-Bank. Der Leitwert weiterer Bänke ist umstritten.
Liegendgrenze: Basis der Spiriferenbank (Quenstedt 1856-58: 114), Cymbienbank (Pfizenmayer & Quenstedt 1853: Taf. 16, Quenstedt 1885: 200) bzw. Sohlbank (Krumbeck 1936: 162), die der Obtususton-Formation bzw. beckenrandnah der Gryphaeensandstein-Formation auflagert. An der Liegendgrenze besteht in weiten Teilen der Fränkischen Alb sowie im Bereich der Schwäbischen Alb eine Schichtlücke, die die höchste Raricostatum-Zone des Obersinemuriums umfasst.
Hangendgrenze: Basis der dunkelgrauen Tonmergelsteine der Amaltheenton-Formation. An der Hangendgrenze besteht im Bereich der Mittleren bis Südlichen Frankenalb eine Schichtlücke, welche Teile der Margaritatus-Zone umfasst.
Mittlere Mächtigkeit: 3-6 m in Oberfranken, 1-3 m im Bereich der Mittleren und Südlichen Frankenalb, 1-6 m östliche Schwäbische Alb, 6-13 m mittlere Schwäbische Alb, 3-10 m westliche Schwäbische Alb bis Wutachgebiet.
Maximale Mächtigkeit: 13 m in Nürtingen
Typusprofile, etc.: Mergel-Fazies: Pliensbach bei Göppingen, TK25 7323 Weilheim, r 43 240, h 90 930 (Schlatter 1980); phosphoritische Kalkstein-Fazies: Höttingen, TK25 6932 Nennslingen, r 44 26 750, h 54 35 800 (Schmidt 1982); oolithische Kalkstein-Fazies: Wachtelgraben Raigering bei Amberg, TK25 6537 Amberg, r 44 93 660, h 54 50 210 (Schaaf 1982).
Verbreitung (Bundesländer): Baden-Württemberg
Bayern
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Schwäbisch-Fränkisches Stufenland
Verbreitung (Ergänzung): Langenbrücker Senke, Untergrund Fränkische und Schwäbische Alb, westliche Molasse
Zeitgleiche Einheiten: Capricornu-Schichten = "Belemnitenschichten" in Nordwestdeutschland, „Rotbunte-Schichten“ in Nordostdeutschland.
Alterseinstufung: Jamesoni-Zone (Unter-Pliensbachium) bis Stokesi-Subzone (basales Ober-Pliensbachium).
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: --
Literatur: Bloos, G., Dietl, G. & Schweigert, G. (2005): Der Jura Süddeutschlands in der Stratigraphischen Tabelle von Deutschland 2002. – Newsl. Stratigr., 41: 263-277, Stuttgart.
Geyer, O.F.& Gwinner, M.P. (1991): Geologie von Baden-Württemberg. 4. Auflage. 482 S.
Hahn, W. & Schreiner, A. (1971): Neue Zeichen und Benennungen der Jura-Schichten auf den geologischen Karten Baden-Württembergs. – Jber. Mitt. oberrh. Geol. Ver., N. F. 53: 275–279, Stuttgart.
Krumbeck, L. (1936): Stratigraphie und Faunenkunde des Lias ? in Nordbayern. - Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft 88: 129-222, Berlin.
Oppel, A. (1853): Der mittlere Lias Schwabens. - 92 S., 4 Taf., Stuttgart.
Pfizenmayer, W. & Quenstedt, F.A. (1853): Der Schwaebische Jura nach dem Flözgebirge Würtembergs. – Z. dt. geol. Ges. 5: Taf. 16, Berlin.
Quenstedt, F.A. (1843): Das Flözgebirge Würtembergs: mit besonderer Rücksicht auf den Jura. - 558 S., Tübingen (Laupp).
Quenstedt, F.A. (1856-1858): Der Jura. - 842 S., 100 Taf., Tübingen (Laupp).
Quenstedt, F.A. (1885): Die Ammoniten des Schwäbischen Jura. Band 1: Der Schwarze Jura (Lias). - 440 S., 54 Taf., Stuttgart (Schweizerbart).
Schaaf, D. (1982): Sedimentologisch-ökologische Untersuchungen im Lias gamma der südlichen Frankenalb und Oberpfalz. - 122 S., Dipl.-Arb. Univ. Heidelberg.
Schlatter, R. (1980): Biostratigraphie und Ammonitenfauna des Unter-Pliensbachium im Typusgebiet (Pliensbach, Holzmaden, Nürtingen). - Stuttgarter Beitr. Naturkde., B 65: 1-261, Stuttgart.
Schmidt, S. (1982): Sedimentologisch-ökologische Untersuchungen im Lias gamma der nördlichen Frankenalb und Oberpfalz. - 128 + XXXII S., Dipl.-Arb. Univ. Heidelberg.
Autor des Datenblattes: Arp
Erstellt am: 06.12.2012
Zuständige Subkommission: Subkommission Jura
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 14.12.2012
Änderung Datensatz: 08.01.2013


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Litholex Recherche vom 23.08.2017, 02:26:52.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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