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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Hamitenton-Formation
ID: 4012011
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: Bloos, Dietl & Schweigert 2005
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Brauner Jura
Chronostratigraphie: Unterbathonium (Bathonium, Mitteljura, Jura, Mesozoikum)
Oberbajocium (Bajocium, Mitteljura, Jura, Mesozoikum)
Synonyme: Schwefelkiestone (Quenstedt 1856-58); Hamitenschichten (informell); Hamitenhauptlager (Stahlecker 1926); Subfurcatentone (Stahlecker 1934); Spiroceraten-Hauptlager (Terzidis 1966); Hamitenbank (Quenstedt 1886/87); Brauner Jura unter-epsilon (Quenstedt 1843); Unter-epsilon-Tone (Rieber 1922)
Lithologie: Überwiegend schwarzgraue, glimmerreiche Tone und Tonmergel, stellenweise Pyrit-reich, lumachellöse Lagen mit Bositra, im Mittelwürttemberg mit Kalkmergelbank (Hamitenbank), auch phosphatische Konkretionen. Zwischen Wutach und Zollernalb folgt über dem Unteren Parkinsonienoolith, einer oolithen Kalkbank, der Parkinsonienton (bis 45 m) mit glimmerreichen, fossilarmen Tonsteinen mit Toneisensteingeoden und durchgehenden Kalkmergelbänken im oberen Teil. Der abschließende obere Parkinsonienoolith ist ein eisenoolithischer Kalkmergelstein
Untergeordnete Einheit: Hamitenton s. str., Unterer Hamitenton, Oberer Hamitenton, Hamitenbank, Parkinsonienoolith, Unterer Parkinsonienoolith, Oberer Parkinsonienoolith, Parkinsonienton
Liegendgrenze: Top des Subfurcatenooliths, teilweise durch Bioturbation nicht scharf
Hangendgrenze: In Mittel-Württemberg Top des Parkinsonienooliths, zwischen Wutach und Zollernalb Top des Oberen Parkinsonienoolith
Mittlere Mächtigkeit: 25 m, aber sehr wechselnd und generell nach NE abnehmend, bei Donzdorf nur noch 3 m
Maximale Mächtigkeit:  52 m, im Wutachgebiet
Typusprofile, etc.: Bachbett des Wettbachs an der Nordseite des Plettenbergs oberhalb von Rosswangen (Dietl 2006)
Verbreitung (Bundesländer): Baden-Württemberg
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Schwäbisch-Fränkisches Stufenland
Verbreitung (Ergänzung): Wutachgebiet, westliche Schwäbische Alb bis Donzdorf
Zeitgleiche Einheiten: Am Oberrhein unterer Teil der Hauptrogenstein-Fm und in der Ostalb und Fränkischen Alb die Sengenthal Fm, in Norddeutschland Garantianen- und Parkinsonien-Schichten
Alterseinstufung: Ober-Bajocium, Baculata-Subzone der Niortense-Zone sowie Garantiana- und Parkinsoni-Zonen, Unter-Bathonium, Convergens-Subzone der Zigzag-Zone
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: Die auffälligste Art unter den Ammoniten ist im Hamitenton s. str. die heteromorphe Art Spiroceras orbigny, daneben Strenoceras, Garantiana. Im Parkinsonienton wurden noch keine Ammoniten gefunden
Literatur: Bloos, G., Dietl, G. & Schweigert, G. (2005) Der Jura Süddeutschlands in der Stratigraphischen Tabelle von Deutschland 2002.? Newsl. Stratigr., 41 (1-3): 263-277; Berlin, Stuttgart.

Dietl, G. (2007): Die Hamitenton-Formation (bj3) des Schwäbischen Juras – Beschreibung und Gliederung.- Jh. Ges. Naturkd. Württemberg, 162: 25-45; Stuttgart.
Autor des Datenblattes: Dietl
Erstellt am: 26.06.2009
Zuständige Subkommission: Subkommission Jura
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 19.10.2009
Änderung Datensatz: 10.02.2010


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Litholex Recherche vom 24.07.2017, 10:50:18.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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