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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Kandern-Formation
ID: 4012008
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: Kabelac (1955)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Brauner Jura
Chronostratigraphie: Unteroxfordium (Oxfordium, Oberjura, Jura, Mesozoikum)
Obercallovium (Callovium, Mitteljura, Jura, Mesozoikum)
Synonyme: Malm 1; Oxfordien; Schweiz: untere bis mittlere Bärschwil-Formation (Gygi 2000); Pholadomyenmergel (= Terrain à Chailles)
Lithologie: unten: blaugraue Tonsteine bis graue, schwach feinsandige, feinglimmerige Tonmergelsteine; oben: Tonmergelsteine mit Lagen von z.T. verkieselten Kalkstein-Knollen
Untergeordnete Einheit: unten: Renggeriton-Subformation; oben: Terrain à Chailles
Liegendgrenze: Oberkante des Anceps-Ooliths
Hangendgrenze: Sohlfläche der Thamnastreen-Mergel
Mittlere Mächtigkeit: 80 – 106 m, davon entfallen auf den Renggeriton 40-60 m, auf das Terrain à Chailles“ 40-46 m
Maximale Mächtigkeit: 106 m
Typusprofile, etc.: Referenzprofile: Tongrube Kandern. TK 25, 8211 Kandern, R 33 99 750 – 900, H 52 87 360 – 500. Gassmann, G. et al. (1984); Stbr. Lonza, Istein – Hardberg. TK 25, 8311 Lörrach, R 33 90 780 – 950, H 52 81 000 – 220. Kabelac (1955)
Verbreitung (Bundesländer): Baden-Württemberg
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Oberrheinisches Tiefland
Verbreitung (Ergänzung): südliches Oberrheingebiet
Zeitgleiche Einheiten: In der Schwäbischen Alb entspricht der Kandern-Formation der höchste Teil der Ornatenton-Formation (~ Bereich Lamberti-Knollen – Glaukonitsandmergel-Subformation); in Norddeutschland oberster Teil der Ornatentone (Phosphorit-Tonstein) und basale Heersum Formation
Alterseinstufung: Die Kandern-Formation gehört in das Ober-Callovium bis Unter-Oxfordium. Sie vertritt von unten nach oben die Zonen des Quenstedtoceras lamberti, des Quenstedtoceras mariae und des Cardioceras cordatum
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: In der STD 2002 bzw. 2005 umfasst die Kandern-Formation - analog der Bärschwil-Formation in der Schweiz (Gygi 2000) - auch noch den Thamnastreenmergel im Hangenden. Die vorstehende Beschreibung basiert auf dem Symbolschlüssel Geologie, der sich an der Kartierpraxis in Südbaden orientiert (Ernst 1989, Kabelac 1955, Schnarrenberger 1915, Wittmann 1987)
Literatur: Ernst, M. (1989): Das Mesozoikum der Vorbergzone auf Blatt Kandern/Südbaden (TK 8211): Kartierung, Stratigraphie und Paläogeographie unter besonderer Berücksichtigung der Fazies im Braunjura, speziell des Hauptrogenstein. – Diss. Univ. Freiburg, 385 S.; Freiburg i. Br. [unveröff.]
Gassmann, G., Genser, H., Knitter, H., Mattes, R. & Ohmert, W. (1984): Der Jura im Breisgau und Markgräflerland. – Exkursionsführer Jahrestagung dt. Subkomm. Jura-Stratigr.: 92 S.; Freiburg i. Br. [unveröff.]
Gygi, R. (2000): Integrated Stratigraphy of the Oxfordian and Kimmeridgian (Late Jurassic) in northern Switzerland and adjacent southern Germany. – Denkschr. Schweiz. Akad. Naturwiss., 104: 151 S.; Basel (Birkhäuser).
Kabelac, F. (1955): Beiträge zur Kenntnis und Entstehung des unteren Weißjuras am Ostrand des südlichen Oberrheingrabens. – Ber. naturforsch. Ges. Freiburg i. Br., 45: 5-57; Freiburg i. Br.
Autor des Datenblattes: Franz
Erstellt am: 26.06.2009
Zuständige Subkommission: Subkommission Jura
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 22.09.2009
Änderung Datensatz: 26.06.2009


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Litholex Recherche vom 27.07.2017, 02:37:21.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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