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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Murchisonaeoolith-Formation
ID: 4012006
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: Bloos, Dietl & Schweigert 2005
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Brauner Jura
Chronostratigraphie: Oberaalenium (Aalenium, Mitteljura, Jura, Mesozoikum)
Unteraalenium (Aalenium, Mitteljura, Jura, Mesozoikum)
Synonyme: Eisenrogenstein Fromherz (1838); Murchisonaeschichten (Schnarrenberger 1915); Brauner Jura ß (Geyer & Gwinner 1991).
Lithologie: Sandige Kalksteine mit Übergängen in Kalksandsteine (Kalkarenite), eisenoolithische Sandsteine und sandige Eisenoolithe, untergeordnet sandige Tonmergelsteine und Tonsteine, einzelne Kalkmergelstein-Bänke.
Untergeordnete Einheit: häufige laterale und vertikale Fazieswechsel; Hochrhein- und Oberrheingebiet S Kandern: Comptumbank, Unterer Ludwigienton, Liegende Sandkalke, Spatkalke (z.T. eisenoolithisch); Oberrheingebiet N Kandern: Liegende Sandkalke, Erzlager (Raum Badenweiler – Lahr), Gryphitenmergel, Concavasandstein.
Liegendgrenze: Hochrhein- und Oberrheingebiet S Kandern: Sohlfläche der Comptum-Bank; Oberrheingebiet N Kandern: Sohlfläche der Liegenden Sandkalke.
Hangendgrenze: Sohlfläche des Sowerbyi-Ooliths, im Raum Ringsheim Sohlfläche des Unteren Erzbands.
Mittlere Mächtigkeit: 12 m (Badenweiler) – >25 m (N Herbolzheim).
Maximale Mächtigkeit: 25 m
Typusprofile, etc.: ehem. Erzgrube Kahlenberg bei Ringsheim, Ortenaukreis; TK 25, 7712 Ettenheim, R 34 09 640 / H 53 45 580.
Verbreitung (Bundesländer): Baden-Württemberg
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Oberrheinisches Tiefland
Verbreitung (Ergänzung): Hochrheingebiet, südlicher Oberrheingraben; N Lahr (in Bohrungen) Übergang in eine flözfreie Fazies aus Sandmergelsteinen und bioturbaten Sandsteinen.
Zeitgleiche Einheiten: Eichberg-Formation (westliche und mittlere Schwäbische Alb), Eisensandstein-Formation (östliche Schwäbische Alb und Fränkische Alb).
Alterseinstufung: Die Murchisonae-Oolith-Formation gehört in das Aalenium. Während der untere Abschnitt (Comptum-Bank, Unterer Ludwigienton) noch der Comptum-Subzone des Unter-Aalenium angehört, sind die Liegenden Sandkalke und das Erzlager in die Murchisonae- und Bradfordensis-Zone des Ober-Aalenium zu stellen. Gryphitenmergel und Concavasandstein gehören in die untere Concavum-Zone. Darüber folgt eine weitverbreitete stratigraphische Lücke.
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: --
Literatur: Bloos, G., Dietl, G. & Schweigert, G. (2005) Der Jura Süddeutschlands in der Stratigraphischen Tabelle von Deutschland 2002.? Newsl. Stratigr., 41 (1-3): 263-277; Berlin, Stuttgart.
Franz, M. & Nitsch, E. (2009): Zur lithostratigraphischen Gliederung des Aalenium in Baden-Württemberg. – LGRB-Informationen, 22 [im Druck].
Fromherz, C. (1838): Die Jura-Formationen des Breisgaues geognostisch beschrieben. – 51 S.; Karlsruhe (Groos).
Autor des Datenblattes: Franz
Erstellt am: 20.05.2009
Zuständige Subkommission: Subkommission Jura
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 20.05.2009
Änderung Datensatz: 20.05.2009


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Litholex Recherche vom 26.07.2017, 00:47:30.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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