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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Mergelstetten-Formation
ID: 4012002
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: SCHWEIGERT & FRANZ 2004
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Weißer Jura
Chronostratigraphie: Oberkimmeridgium (Kimmeridgium, Oberjura, Jura, Mesozoikum)
Synonyme: Liegende Bankkalke und Zementmergel im Gebiet der Ostalb und der östlichen Mittleren Alb
Lithologie: Die Mergelstetten-Fm umfasst meist äußerst makrofossilarme, bioturbate, dünne bis mittelbankige, mehr oder weniger mergelige Mergelkalkkomplexe mit kalkigen Einschaltungen. Brekzienlagen und Slumping-Strukturen treten vor allem im tiefen Abschnitt auf. Die Farbe des frischen Gesteins ist durch feinverteilten Pyrit graublau, bei Verwitterung beige oder hellgrau.
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Die Mergelstetten-Fm setzt mit kalkmergeligen Gesteinen über den hochreinen, Silexknollen führenden Kalken der Oberen Felsenkalk-Fm ein. Die Diskontinuität korreliert mit der Basis der Liegenden-Bankkalk-Fm der mittleren und westlichen Schwäbischen Alb und der Plattenkalkeinschaltung der "Roten Lage" im Top der Torleite-Fm der südlichen Frankenalb.
Hangendgrenze: Das Top der Mergelstetten-Fm wird entsprechend dem Top der Zementmergel-Fm von einer Diskontinuitätsfläche an der Basis der darüber folgenden Hangenden Bankkalk-Fm gebildet. Diese kann durch einen scharfen Fazieswechsel oder sogar durch eine Aufarbeitungslage gekennzeichnet sein.
Mittlere Mächtigkeit: 120 m
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: Alter Steinbruch der Firma Schwenk in Heidenheim-Mergelstetten
Gebiet Ehingen-Schelklingen, Münsinger Schüssel (SCHNEIDER, 1957)
Verbreitung (Bundesländer): Baden-Württemberg
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Schwäbisch-Fränkisches Stufenland
Verbreitung (Ergänzung): Die Mergelstetten-Fm tritt in den sogenannten "Zementmergelschüsseln" der Heidenheimer Alb (Mergelstetten), dem Blautal (Blaubeuren, Gerhausen, Schelkingen und im Gebiet von Münsingen in größerer Mächtikeit auf
Zeitgleiche Einheiten: Lateral kann sich die Mergelstetten-Fm mit dem Oberen Massenkalk und in der weiteren Umgebung von Heidenheim auch mit der Brenztaltrümmerkalk-SbFm verzahnen.
Alterseinstufung: Ulmense-Subzone der Beckeri-Chronozone. Charakteristische aber seltene Ammonitenarten sind Ochetoceras zio, Metahaploceras wepferi, Glochiceras politulum, Silicisphinctes hoelderi, S. keratinitiforme, Lithacoceras ulmense, L. fasciferum, L. hillebrandti, Physodoceras nattheimense, Sutneria rebholzi, Gravesia irius
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: Abgesehen von Ammoniten treten vor allem Bivalven, Gastropoden und Spurenfossilien wie Chondites und Palaeophycus auf. An Mikrofossilien sind Schwamm-Rhaxen und Ostracoden enthalten.
Literatur: SCHWEIGERT, G. & FRANZ, M., 2004. Die Mergelstetten-Formation, eine neue Gesteinseinheit im Oberjura der östlichen bis mittleren Schwäbischen Alb.-Jber. Mitt. Oberrhein. Geol. Ver., N.F. 86: 325-335, 3 Abb..
Autor des Datenblattes: Mönnig
Erstellt am: 29.08.2006
Zuständige Subkommission: Subkommission Jura
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 29.08.2006
Änderung Datensatz: 02.01.2015


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Litholex Recherche vom 17.10.2017, 09:49:14.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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