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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Kleinenberg-Formation
ID: 2008164
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: Erbacher, Hiss, Luppold, Mutterlose (2014) (dieser Litholex-Beitrag)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Minden-Braunschweig-Gruppe
Chronostratigraphie: Oberalbium (Albium, Unterkreide, Kreide, Mesozoikum)
Mittelalbium (Albium, Unterkreide, Kreide, Mesozoikum)
Synonyme: Gaultsandstein, auch Gault-Sandstein (z. B. Schlüter 1866, Speetzen 1970, 2005, Friedlein 2004, Kaplan 2008).
Lithologie: Sandstein, meist auffallend durch Hämatit rotbraun gefärbt, fein- bis mittelkörnig, lagenweise auch kiesig; im unteren Teil meist dickbankig mit Schrägschichtung, oben plattig. Meist ist an der Basis ein bis 0,5 m mächtiges Konglomerat aus Trümmererzen oder Quarzgeröllen vorhanden. Am Top ist ein glaukonitischer Horizont vorhanden(= Grünsand 2 im Sinne von Speetzen 2005).
Untergeordnete Einheit:  -
Liegendgrenze: Über Osning-Formation (meist über dem Osning-Grünsand) oder unmittelbar über älterem Mesozoikum.
Hangendgrenze: Basis des kieseligen Feinsandsteins im oberen Teil der Flammenmergel-Formation.
Mittlere Mächtigkeit: Um 15 m im Raum Kleinenberg, nach Süden ausdünnend (Farrenschon & Skupin 1991).
Maximale Mächtigkeit: Bis 25 m im Raum Herbram (Friedlein 2004).
Typusprofile, etc.: Typusprofil ist die Felswand hinter der Mariengrotte westlich von Kleinenberg (Farrenschon & Skupin 1991). Ein weiteres Referenzprofil ist der aufgelassene Steinbruch am südlichen Ortsrand von Herbram (Friedlein 2004).
Verbreitung (Bundesländer): Nordrhein-Westfalen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Weserbergland
Verbreitung (Ergänzung): Nur im Egge-Gebirge zwischen Altenbeken und Kleinenberg.
Zeitgleiche Einheiten: Peine-Formation, Flammenmergel-Formation, Rüthen-Formation, Olfen-Formation. Zwischen der Kleinenberg-Formation und dem unteren, tonig-mergeligen Abschnitt der Flammenmergel-Formation gibt es im Raum Detmold – Altenbeken lateral fließende Übergänge.
Alterseinstufung: Die Datierung erfolgt durch Ammoniten, Belemniten und Inoceramen (vgl. Friedlein 2004).
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: Ableitung des Namens: Nach der Stadt Kleinenberg, dort befindet sich auch die Typuslokalität.

Fazies: Marin, proximale Fazies.

Besonderheiten: Die Sandsteine der Kleinenberg-Formation wurden regional als Bausandstein verwendet (Kaplan 2009, Speetzen 2010).
Literatur: Farrenschon, J., & Skupin, K. (1991), mit Beitr. v. Dahm-Arens, H., Jäger, B., Michel, G.: Erläuterungen zu Blatt 4419 Kleinenberg. - Geol. Kt. Nordrh.-Westf. 1 : 25 000, Erl., 4419, (2. Aufl.): 176 S.; Krefeld.
Friedlein, V. (2004): Erläuterungen zu Blatt 4319 Lichtenau. - Geol. Kt. Nordrh.-Westf. 1 : 25 000, Erl., 4319, (3. Aufl.): 136 S.; Krefeld.
Kaplan, U. (2008): Das Albium (Unterkreide) im Teutoburger Wald und Eggegebirge. - Geol. Paläont. Westf., 70: 15-54; Münster.
Kaplan, U. (2009): Naturbausteine historischer Bauwerke des Münsterlandes und seiner angrenzenden Gebiete. - Geol. Paläont. Westf., 73: 178 S.; Münster.
Schlüter, C. (1866): Die Schichten des Teutoburger Waldes bei Altenbeken. - Z. dt. geol. Ges., 18: 35-76; Berlin.
Speetzen, E. (1970): Lithostratigraphische und sedimentologische Untersuchungen im Osning-Sandstein (Unter-Kreide) des Egge-Gebirges und des südöstlichen Teutoburger Waldes (Westfalen, NW-Deutschland). - Münstersche Forsch. Geol. Paläont., 18: 149 S.; Münster.
Speetzen, E. (2005): Schichtenfolge und Ausbildung der Unterkreide am Südostrand der Westfälischen Kreidemulde (NW-Deutschland). – Münster. Forsch. Geol. Paläont., 100: 79-95; Münster.
Speetzen; E. (2010): Osning-Sandstein und Gault-Sandstein (Unterkreide) aus dem Teutoburger Wald und dem Eggegebirge und ihre Verwendung als Naturbausteine.- Geol. Paläont. Westf., 77: 59 S.; Münster.
Autor des Datenblattes: Erbacher, J., Hiss, M., Luppold, F. W., Mutterlose J.
Erstellt am: 29.07.2014
Zuständige Subkommission: Subkommission Kreide
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 19.11.2014
Änderung Datensatz: 24.11.2014
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Litholex Recherche vom 21.07.2017, 18:42:29.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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