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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Hils-Formation
ID: 2008153
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: Von Strombeck (1856, Hils-Sandstein); Formationsdefinition: Erbacher, Hiss, Luppold, Mutterlose (2014) (dieser Litholex-Beitrag)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Minden-Braunschweig-Gruppe
Chronostratigraphie: Unteralbium (Albium, Unterkreide, Kreide, Mesozoikum)
Oberaptium (Aptium, Unterkreide, Kreide, Mesozoikum)
Synonyme: Quadersandstein (Hausmann 1828); Der Quader (Roemer 1841); Unter-Quader (v. Strombeck 1853); Hilssandstein (v. Strombeck 1856); Heidelbeerenberg-Sandstein (Kemper 1982); Gitterer Sandstein, toniges Zwischenmittel und Ringelheimer Sandstein (Georgi 1976).
Lithologie: Siliziklastisch dominierte Sedimente, heller, z. T. glaukonitführender Sandstein, untergeordnet sandiger Ton- oder Schluffstein, stellenweise brauneisenhaltig.
Untergeordnete Einheit:  -
Liegendgrenze: Tonsteine der Peine-Formation, Sarstedt-Subformation.
Hangendgrenze: Sandige Ton- und Mergelsteine der Alfeld-Formation.
Mittlere Mächtigkeit: Im westlichen Harzvorland um 65 m (z. B. am Galberg bei Salzgitter); im östlichen Harzvorland (Fallstein) bis 50 m.
Maximale Mächtigkeit: In Eisenerzbohrungen am Westrand der Sackwaldmulde zwischen 120 und 160 m. Um 110 m im Kern der Hils-Mulde (Messtischblatt 4024 Alfeld), zu den Muldenflanken abnehmend.
Typusprofile, etc.: Typusprofil ist die Ehem. Baugrube des Berufsschulzentrums in Alfeld (Keller et al. 1989); weitere Referenzprofile im Leine-Bergland: Hangaufschlüsse bei Eimsen und Wettensen (Jordan 1987); ehemaliger Eisenerztagebau Morgenstern; in der Region Salzgitter Region: Galberg, Straßenböschung an der B 6. Eisenerzgruben Glockenberg und Fischerköpfe; in der Region Goslar: Hainberg bei Bockenem, Klusfelsen.
Verbreitung (Bundesländer): Niedersachsen
Sachsen-Anhalt
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland, Börden am Fuß der Mittelgebirge
Mittelgebirge, Weserbergland
Verbreitung (Ergänzung): --
Zeitgleiche Einheiten: In der Beckenfazies: Peine-Formation (Schwicheldt-Subformation); weitere zeitgleiche Randfaziesbereiche: Rothenberg-Formation, Osning-Formation (Dörenthe-Subformation), oberer Abschnitt der Quedlinburg-Formation.
Alterseinstufung: Mit Ammoniten, Foraminiferen und Nannoplankton (Georgi, 1976, Keller et al. 1989).
Kommentar: Die Hils-Formation setzt im hohen Oberaptium ein und umfsasst das komplette Unteralbium.
Versch./Sonstiges: Ableitung des Namens: Nach dem Hils, einem 50 km südöstlich von Hannover gelegenen Höhenrücken.

Fazies: sandig-glaukonitisch.
Literatur: Georgi, K.-H. (1976): Mikrofaunistisch-lithologische Untersuchungen der Hilssandstein-Region (Apt/Alb) im Raum Salzgitter-Goslar.- Mitt. Geol. Inst. Techn. Univ. Hannover, 13: 152 S., Hannover.
Hausmann, J.F.L. (1828): Übersicht der jüngeren Flözgebilde im Flussgebiete der Weser mit vergleichender Berücksichtigung ihrer Aequivalente in einigen anderen Gegenden von Deutschland und in der Schweiz. Studien Göttingischer Verein Bergmännischer Freunde, 2, S. 215-482; Göttingen.
Keller et al. (1989): Das Unter- und Mittelalb von Alfeld (Leine), Geol. Jb., A 113, S. 223-316; Hannover.
Kemper, E., (1982): Zur Gliederung der Schichtenfolge Apt-Unter-Alb, Geol. Jb., A 65, S.21-33; Hannover.
Roemer, F.A. (1841): Die Versteinerungen des norddeutschen Kreidegebirges.- Hahn’sche Hofbuchhandlung, 145 S., Hannover.
Strombeck, A. v. (1853): Ueber den Gault des Subherzynen Quadergebirges, Z. dt. Geol. Ges., 5, 501-515; Hannover.
Strombeck, v. A. (1856): Über das Alter des Flammenmergels im nordwestlichen Deutschland.- Z. dt. Geol. Ges., 8: 483-595, Berlin.
Autor des Datenblattes: Erbacher, J., Hiss, M., Luppold, F. W., Mutterlose J.
Erstellt am: 24.07.2014
Zuständige Subkommission: Subkommission Kreide
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 19.11.2014
Änderung Datensatz: 24.11.2014
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Litholex Recherche vom 23.08.2017, 02:31:29.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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