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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Perneck-Formation
ID: 2008140
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: FREIMOSER (1964, 1972) (Erstbeschreibung); TOLLMANN (1985) (Namensgebung)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Rhenodanubische Gruppe
Chronostratigraphie: Obercampanium (Campanium, Oberkreide, Kreide, Mesozoikum)
Synonyme: Oberste oder Höchste Bunte Schiefer (PREY 1950), Oberste Bunte Mergel (FREIMOSER 1964), Pernecker Schichten (TOLLMANN 1985).
Lithologie: Die Perneck-Formation ist aufgebaut aus einer Wechselfolge von grünen, roten, grauen bis schwarzen Ton- bis Tonmergelsteinen mit teils glaukonitführenden, grauen bis bunten Sandkalk-, Feinsand- und Siltsteinen. Die Wechselfolge ist teils feinrhythmisch, teils weitspannig.
Das Verhältnis zwischen hemipelagischen Tonsteinen und Turbiditen ist deutlich höher (ca. 1:1) als in den unter- und überlagernden Einheiten.
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Die Basis der Perneck-Formation ist definiert durch das Auftreten der ersten rötlichen, hemipelagischen Tonsteinlagen. Die Grenze ist meistens scharf. Sie wird unterlagert von der Hällritz-Formation.
Hangendgrenze: Die überlagernde Altlengbach-Formation setzt mit dickbankigen, glimmerführenden Sandsteinen („Mürbsandsteine“) ein.
Mittlere Mächtigkeit: --
Maximale Mächtigkeit: In Bayern bis 40 m.
Typusprofile, etc.: Typusregion ist die Gegend um den Pernecker Kogel in Oberösterreich, SW Linz, zwischen Traunsee und Kirchdorf an der Krems.
Ein Typusprofil ist nicht definiert.
In Bayern ist die Perneck-Formation z. B. aufgeschlossen im Tauscher-Graben am Sulzberg (TK-Nr. 8242 Inzell, FREIMOSER 1973) und an der Teisenberg-Nordseite, u. a. Schwarzenberg-Graben (FREIMOSER 1972).
Verbreitung (Bundesländer): Bayern
Verbreitung (Geogr. Einheit): Alpen
Verbreitung (Ergänzung): --
Zeitgleiche Einheiten: Westlich des Inns z.T. vermutlich ersetzt durch jüngste Hällritz-Formation und/oder basale Altlengbach-Formation.
Alterseinstufung: Biostratigraphie: oberer Teil der Nannoplankton Zone CC21 bis unterer Teil der Zone CC22b-c (EGGER & SCHWERD 2008).
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: Die Perneck-Formation ist benannt nach dem Pernecker Kogel in Oberösterreich, SW Linz.
Sie ist bisher nur in der Sigiswanger Decke bekannt.
Fazies: Hemipelagische Tonsteine und Tiefwasser-Turbidite (CORB, Cretaceous oceanic red beds).
Literatur: EGGER, H. & SCHWERD, K. (2008): Stratigraphy and sedimentation rates of Upper Cretaceous deep-water systems of the Rhenodanubian Group (Eastern Alps, Germany).- Cretaceous Research, 29: 405-416; Amsterdam.
FREIMOSER, M. (1964): Geologische Spezialuntersuchungen des Teisenberger Flysches (Oberbayern), Nordwestteil.- Unveröff. Dipl.-Arb. Techn. Hochsch. München: 51 S.; München.
FREIMOSER, M. (1972): Zur Stratigraphie, Sedimentpetrographie und Faziesentwicklung der Südostbayerischen Flyschzone und des Ultrahelvetikums zwischen Bergen/Obb. und Salzburg.- Geologica Bavarica, 66: 7-91; München (Bayer. Geol. Landesamt).
FREIMOSER, M. (1973): Flysch-Zone.- In: DOBEN, K.: Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern 1:25000, Blatt Nr. 8242 Inzell.- 38-56; München (Bayer. Geol. Landesamt).
PREY, S. (1950): Geologie der Flyschzone im Gebiete des Pernecker Kogels westlich Kirchdorf a. d. Krems (Oberösterreich).- Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt, 94: 93-165; Wien.
TOLLMANN, A. (1985): Geologie von Österreich. Band 2: Außerzentralalpiner Anteil.- 710 S.; Wien (Franz Deuticke).
Autor des Datenblattes: Teipel, U. & Schwerd, K.
Erstellt am: 06.07.2012
Zuständige Subkommission: Subkommission Kreide
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 22.01.2013
Änderung Datensatz: 22.01.2013


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Litholex Recherche vom 26.07.2017, 00:34:46.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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