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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Röthenbach-Untergruppe
ID: 2008136
Hierarischer Rang: Subgruppe
Erstbeschreibung: EGGER & SCHWERD (2008)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Rhenodanubische Gruppe
Chronostratigraphie: Campanium (Oberkreide, Kreide, Mesozoikum)
Santonium (Oberkreide, Kreide, Mesozoikum)
Coniacium (Oberkreide, Kreide, Mesozoikum)
Synonyme: Zementmergelserie (in Österreich).
Lithologie: Die Röthenbach-Untergruppe besteht aus karbonatischen Turbiditen (im Gegensatz zu den siliziklastisch geprägten liegenden und hangenden Flysch-Formationen). Im Wesentlichen sind dies Wechselfolgen aus dünn- bis dickbankigen, meist grauen, teils psammitischen Kalksteinen und Kalkmergel- bis Tonmergelsteinen.
Untergeordnete Einheit: Sigiswanger Decke: Piesenkopf-, Kalkgraben- & Hällritz-Formation.
Liegendgrenze: Übergang aus Sandsteinen der Reiselsberg-Formation in karbonatische Gesteine der Piesenkopf-Formation.
Hangendgrenze: Einsetzen roter und grüner Ton- bis Tonmergelsteine der Perneck-Formation. Bei fehlender Perneck-Formation sind Übergänge in die Altlengbach-Formation möglich.
Mittlere Mächtigkeit: --
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: Typusregion und -profil ist das Röthenbach-Tal im Halblech-Gebiet E Füssen (TK Nr. 8331 Bad Bayersoien; HÖFLE & KUHNERT 1969, von RAD 1972).
Verbreitung (Bundesländer): Bayern
Verbreitung (Geogr. Einheit): Alpen
Verbreitung (Ergänzung): --
Zeitgleiche Einheiten: Kalkgraben-Formation der Oberstdorfer Decke.
Alterseinstufung: --
Kommentar: Mittelconiacium bis Obercampanium
Versch./Sonstiges: Die Untergruppe ist benannt nach ihrer Typuslokalität im Röthenbachtal, im Halblech-Gebiet E Füssen.
Die formale Einheit Röthenbach-Untergruppe wurde von EGGER & SCHWERD (2008) eingeführt, da die frühere, informelle Bezeichnung „Zementmergelserie“ im Verbreitungsgebiet in Bayern und Österreich unterschiedlich verwendet wurde:
Im österreichischen Teil der Rhenodanubischen Flyschzone, östlich von Salzburg, wurde eine karbonatreiche Turbiditabfolge campanen Alters als „Zementmergelserie“ bezeichnet. Im bayerischen Teil wurde diese Abfolge in drei Formationen bzw. Serien gegliedert (Piesenkopf-, Kalkgraben-Schichten, Hällritzer Serie), während der Name „Zementmergelserie“ nur für die Kalkgrabenschichten verwendet wurde.
Literatur: EGGER, H. & SCHWERD, K. (2008): Stratigraphy and sedimentation rates of Upper Cretaceous deep-water systems of the Rhenodanubian Group (Eastern Alps, Germany).- Cretaceous Research, 29: 405-416; Amsterdam.
HÖFLE, H.-C. & KUHNERT, C. (1969): Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern 1:25000, Blatt Nr. 8331 Bayersoien.- 122 S.; München (Bayer. Geol. Landesamt).
RAD, U. von (1972): Zur Sedimentologie und Fazies des Allgäuer Flysches.- Geologica Bavarica, 66: 92-147; München (Bayer. Geol. Landesamt).
Autor des Datenblattes: Teipel, U. & Schwerd, K.
Erstellt am: 06.07.2012
Zuständige Subkommission: Subkommission Kreide
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 22.01.2013
Änderung Datensatz: 22.01.2013


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Litholex Recherche vom 23.08.2017, 04:07:44.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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