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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Loosen-Schichten
ID: 11
Hierarischer Rang: nicht klassifiziert
Erstbeschreibung: v. BÜLOW 1964
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Gelasium (int. Stufe) (Oberpliozän, Pliozän, Neogen, Känozoikum)
Synonyme: Weißer kiesiger Sand mit verkieselten Kalken und Kieselschiefer (SCHUH 1932)
Quarzkies mit nordischen und südlichen Geröllen (GEHL 1984)
allochthoner Pliozän-Kies (HEERDT 1960)
Tropfenboden von Rüterberg (v. BÜLOW 1964)
Loosener Kiese, Schotter (v. BÜLOW 1964)
Lithologie: Die Loosen-Schichten sind die gröbsten Sedimente des Neogens. Es handelt sich um fluviatile, schräg geschichtete kalkfreie Quarzsande mit Nicht-Quarzgeröllen, die Blockgröße erreichen können. Darunter sind nordische Gerölle wie Verkieselungen, Scolithus-Sandsteine und zernarbte Feuersteine sowie südliche Kieselschiefer und Tertiärquarzite. Die Quarze sind durchweg gut gerundet. Stellenweise sind dünnere Torflagen (Rüterberger Tropfenboden) oder unterschiedlich graue, gebänderte tonige Schluffe eingeschaltet.
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Die Abgrenzung der Loosen-Schichten ergibt sich aus der Geröllgemeinschaft und der Grobkörnigkeit.
Hangendgrenze: Die Abgrenzung der Loosen-Schichten ergibt sich aus der Geröllgemeinschaft und der Grobkörnigkeit.
Mittlere Mächtigkeit: --
Maximale Mächtigkeit: Mächtigkeiten über 10 m wurden bisher nicht beobachtet.
Typusprofile, etc.: Die Typuslokalität ist die Kiessandgrube am ehemaligen Forsthaus Loosen in SW-Mecklenburg (TK 25: 2733 Tewswoos, R: 44 50700, H: 59 07400).
Verbreitung (Bundesländer): Mecklenburg-Vorpommern
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland, Nördlicher Landrücken
Verbreitung (Ergänzung): Die Loosen-Schichten sind als isolierte Vorkommen im Bereich der Diapire Conow und Lübtheen in SW-Mecklenburg bekannt.
Zeitgleiche Einheiten: Die Loosen-Schichten sind mit Bereichen der Lieth-Formation Norddeutschlands zu parallelisieren.
Alterseinstufung: Auf Grund der Untersuchungen der Sporomorphen sind die Loosen-Schichten wahrscheinlich in die Regionalstufe des Prätegelen/Tegelen zu stellen und mit der Tornesch-Warmzeit gleichzusetzen (KRUTZSCH in v. BÜLOW 2000).
Kommentar: KRUTZSCH (2000) hält die Loosen-Schichten (und damit die Tornesch-Warmzeit) für die jüngsten Pliozän-Ablagerungen (Gelasium).
Versch./Sonstiges: Die Loosen-Schichten wurden nach SW geschüttet. Sie sind Ablagerungen eines baltischen Stromes, der bereits die Ur-Elbe als Nebenfluss aufgenommen hat.
Literatur: BÜLOW, W. v. [Hrsg.] (2000): Geologische Entwicklung Südwest-Mecklenburgs seit dem Ober-Oligozän. – Schriftenr. f. Geowiss., H. 11, Berlin.
Autor des Datenblattes: v. Bülow
Erstellt am: 25.07.2006
Zuständige Subkommission: Subkommission Tertiär
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 30.08.2006
Änderung Datensatz: 01.09.2006


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Litholex Recherche vom 18.08.2017, 03:09:23.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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