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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Goldelund-Formation
ID: 1006022
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: H.-J. STEPHAN, für LithoLex definiert.
Gültigkeit des Namens: vorläufig mitgeteilt
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Elsterium (Mittelpleistozän, Pleistozän, Quartär, Känozoikum)
Synonyme: Kurzbezeichnung: qeGO
Lithologie: Grundmoräne (am locus typicus mit einer Glimmertonscholle an der Basis) und Nachschüttsande.
Der Goldelund-Till unterscheidet sich von älteren elsterzeitlichen Tills durch „baltische“ Prägung seiner Kiesfraktion (Dolomitführung; Feinkiesanalyse durch den Autor). Es ist ein bindiger grauer Geschiebemergel (ca. 20% Ton, ca. 30% Schluff).
Untergeordnete Einheit: Goldelund-Till-Member
Liegendgrenze: Ältere elsterzeitliche Sedimente einer elsterzeitlichen Rinnenfüllung
Hangendgrenze: spätelsterzeitlicher Beckenton (“Bredstedt-Ton“)
Mittlere Mächtigkeit: ca. 22 m
Maximale Mächtigkeit: unbekannt
Typusprofile, etc.: Bohrung AB Goldelund; H: 60 62560, R: 35 05335; TK25-1320 (Drelsdorf)
Verbreitung (Bundesländer): Schleswig-Holstein
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland
Verbreitung (Ergänzung): Zentrales Altmoränengebiet im Landesteil Schleswig
Zeitgleiche Einheiten: Wahrscheinlich zeitgleich mit der Ablagerung des „roten elsterzeitlichen Geschiebemergels“, der von JORDAN & KUHN östlich von Hannover beobachtet wurde (zit. in MEYER 1976). Zeitgleich mit dem Snoghøj-Till Dänemarks (HOUMARK-NIELSEN 1987)
Alterseinstufung: Bisher liegen keine numerische Daten vor. Die Goldelund-Formation ist – abgesehen vom spätelsterzeitlichen Bredtstedt-Ton, der als Pendant des Lauenburger Tons gelten kann – das jüngste Glied der elsterzeitlichen Schichtenfolge in Schleswig-Holstein. Die zeitliche Fixierung zum Hangenden wird durch eine 6 m mächtige kalkfreie Mudde direkt über dem Bredstedt-Ton gegeben, die mit großer Wahrscheinlichkeit in die Holstein-Warmzeit gestellt werden kann (Pollenanalysen fehlen).
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: --
Literatur: HOUMARK-NIELSEN, M. (1987): Pleistocene stratigraphy and glacial history of the central part of Denmark. – Bull. Geol. Soc. Denmark (DGF) 36 (1-2): 1-189.
MEYER, K.-D. (1976): Studies on ground moraines in the nothwest part of the German Federal Republic. – In: Till, its genesis and diagenesis, panel discussion. – UAM, Geografia 1976: 217-221; Poznán (Uniw. Mickiewicz).
Autor des Datenblattes: Hans-Jürgen Stephan
Erstellt am: 26.09.2007
Zuständige Subkommission: Subkommission Quartär
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 08.11.2007
Änderung Datensatz: 15.11.2007


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Litholex Recherche vom 18.08.2017, 03:01:10.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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