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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Fichtelberg-Formation
ID: 8004003
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: DISTANOV et al. (1961: 337-338)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Keilberg-(Klínovec-)Gruppe
Chronostratigraphie: Kambrium (Paläozoikum)
Synonyme: Klínovecká série
Keilberg-Schichten
Fichtelberg-Folge
Lithologie: Gesteinsverband aus Granatglimmerschiefer (lokal chloritoidführend), Quarzit, Quarzitschiefer, z. T. feldspatführend und quarzitischem Zweiglimmerparagneis; quarzitische Gesteine können bis 40 % der Formation ausmachen.
Untergeordnete Einheit: Eine Dreigliederung mit Hangendem und Liegendem Quarzithorizont ist in weiten Teilen der Hundsmarter Mulde möglich.
Liegendgrenze: Meist relativ deutlich durch das Auftreten quarzitischer Gesteine in Verbindung mit Granatglimmerschiefern über den feldspatporphyroblastischen Zweiglimmerschiefern bis Zweiglimmerparagneisen der Obermittweida-Formation. Lokal problematisch: Zum Teil quarzitische Entwicklung im oberen Teil der Obermittweida-Formation. Im Gebiet zwischen Ehrenfriedersdorf und Zschopenthal vielfach unscharf.
Hangendgrenze: Bei quarzitischer Entwicklung im oberen Teil der Fichtelberg-Formation und bei Auftreten von charakteristischen Einlagerungen (graphitführende Schiefer, Kalksilikatschiefer, Muskowitgneis) in Teilen der hangenden Grießbach-Formation meist relativ deutlich, bei Fehlen dieser Einlagerungen oft unscharf.
Mittlere Mächtigkeit: 250 bis 350 m, in der Erzgebirgs-Nordrandzone meist geringmächtiger (50 bis max. 250 m)
Maximale Mächtigkeit: Im Fichtelberggebiet 450 bis max. 600 m
Typusprofile, etc.: Fichtelberggebiet bei Kurort Oberwiesenthal, Erzgebirge. Ostflanke Hundsmarter-Tellerhäuser Mulde. Blatt 5543: Kurort Oberwiesenthal
Verbreitung (Bundesländer): Sachsen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Erzgebirge
Verbreitung (Ergänzung): Saxothuringikum
Zeitgleiche Einheiten: Korrelation mit Tiefenbach-Formation (Thüringisch-Fränkisches Schiefergebirge), Oloví-Formation (Vogtland), Wüstenbrand-Formation (Südrand Granulitgebirge) nach lithostratigraphischem Vergleich
Alterseinstufung: Unteres Kambrium nach lithostratigraphischer Korrelation (LORENZ & HOTH 1990).
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: Regionalmetamorph (höhere Grünschieferfazies bis Amphibolitfazies); HP-LT-Einheit i. S. von RÖTZLER (1995)
Literatur: DISTANOV, E.; FATKOVÁ, J. & ŽUKOVÁ, V. (1961): K stratigrafickému rozclenení metamorfovaného komplexu strední cásti Krušných hor. – Vest. Ùstr. Úst. Geol. 36: 335-342, Praha.
LEONHARDT, D. (1999): Geologische Karte des Freistaates Sachsen 1 : 25 000. Erläuterungen zu Blatt 5543 Kurort Oberwiesenthal. - Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie, 3. Aufl.: 111 S., Freiberg.
LEONHARDT, D.; HOTH, K.; BERGER, H.-J. & KOCH, E.A. (1997): Erzgebirge (6). – In: HOTH, K. & BERGER, H.-J. (Red.): Stratigraphie von Deutschland II: Ordovizium, Kambrium, Vendium, Riphäikum/Stratigraphische Kommission Deutschlands. Teil I: Thüringen, Sachsen, Ostbayern. – Cour. Forsch.-Inst. Senckenberg, 200: 176-227; Frankfurt a. M.
LORENZ, W. & HOTH, K. (1990): Lithostratigraphie im Erzgebirge - Konzeption, Entwicklung, Probleme und Perspektiven. – Abh. Staatl. Mus. Mineral. Geol. Dresden, 37: 7-35; Dresden.
RÖTZLER, K. (1995): Die PT-Entwicklung der Metamorphite des Mittel- und Westerzgebirges. –Scientific Technical Report STR 95/14: 220 S., Potsdam.
Autor des Datenblattes: Leonhardt, D.
Erstellt am: 25.02.2008
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 01.09.2008
Änderung Datensatz: 01.09.2008


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Litholex Recherche vom 28.05.2017, 08:39:28.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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