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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Alzenau-Formation
ID: 8002008
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: BÜCKING, 1892 (Jüngerer Gneis des Spessarts); Neudefinition HIRSCHMANN & OKRUSCH, 1988 (Alzenau-Formation)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: entfällt
Chronostratigraphie: Kambrium (Paläozoikum)
Synonyme: Abteilung der nördlichen Gneise, unterteilt in obere Stufe der nördlichen Körnelgneise (Trageser Stufe) und untere Stufe der hornblendereichen, schiefrigen Gneise (Alzenauer Stufe; THÜRACH, 1893), Amphibolitisch gebänderte Serie (WEINELT in OKRUSCH et al., 1967), Amphibolit-Paragneis-Serie (MATTHES & OKRUSCH, 1977)
Lithologie: Hangende Untereinheit (entsprechend Trageser Stufe): Relativ leukokrate Biotitgneise
Liegende Untereinheit (entsprechend Alzenauer Stufe): Wechsellagerung von Amphibolit, Hornblende-Plagioklas-Gneis und Biotit-(Granat-)Paragneis. Einschaltungen von Granat-Biotit-Mikroklin-Gneis (Granitgneis), Aplitgneis, Graphitquarzit, Kalksilikatgneis und lokal Marmor.
Untergeordnete Einheit: s. Punkt 9.1.
Liegendgrenze: Liegendes unbekannt. Die (nicht aufgeschlossene) Michelbacher Überschiebung bildet die Südgrenze gegen die zum Liegendkomplex des Spessartkristallins gehörende Geiselbach-Formation
Hangendgrenze: Hangendes unbekannt (NW-Grenze der Einheit unter jüngerer Bedeckung verborgen)
Mittlere Mächtigkeit: > 1000 m? (Abschätzung nach Oberflächenausstrich und Lagerungsverhältnissen).
Maximale Mächtigkeit: s. Punkt 9.5.
Typusprofile, etc.: Typusregion ist ein bis ca. 3 km breiter, SW-NE-streichender Abschnitt im nördlichsten Teil des Spessartkristallins zwischen Alzenau und Lützelhausen.
Verbreitung (Bundesländer): Bayern
Hessen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Odenwald, Spessart, Rhön
Verbreitung (Ergänzung): Die Alzenau-Formation gehört zusammen mit Elterhof- (und Schweinheim-) Formation zum hangenden tektonischen Komplex (Decke) des Spessartkristallins (OKRUSCH & WEBER, 1996)
Zeitgleiche Einheiten: Korrelation mit Teilen des Ruhlaer Kristallins (insbesondere Truse-Formation) ist wahrscheinlich. Eine teilweise zeitliche Gleichstellung mit der Elterhof-Formation des südlichen Spessart-Kristallins ist möglich.
Alterseinstufung: Keine stratigraphisch verwendbaren radiometrischen und paläontologischen Altersbelege. Nach regionaler Korrelation ist (tieferes?) Kambrium wahrscheinlich.
Kommentar: Neoproterozoisches Alter (wie früher von mehreren Autoren angenommen) kann nicht völlig ausgeschlossen werden
Versch./Sonstiges: --
Literatur: BÜCKING, H. (1892): Der nordwestliche Spessart. – Abh. preuß. geol. L.-Anst., N.F. 12: 1 – 274, Berlin
HIRSCHMANN, G. & OKRUSCH, M. (1988): Spessart-Kristallin und Ruhlaer Kristallin als Bestandteile der Mitteldeutschen Kristallinzone - ein Vergleich. - N. Jb. Geol. Paläont. Abh., 177, 1: 1-39, Stuttgart
OKRUSCH, M. & WEBER, K. (1996): Der Kristallinkomplex des Vorspessart. – Z. geol. Wiss. 24 (1/2): 141 – 174; Berlin
HIRSCHMANN, G. & OKRUSCH, M. (2001): 4.18 Spessart und Rhön (18) – Teil der MKZ. – in: Stratigraphie von Deutschland II. Ordovizium, Kambrium, Vendium, Riphäikum. Teil II: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordthüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg. – Courier Forschungsinstitut Senckenberg (CFS) 234: 93 – 108, Stuttgart
Autor des Datenblattes: Hirschmann, G.
Erstellt am: 03.11.2007
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 30.11.2007
Änderung Datensatz: 13.12.2007
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Litholex Recherche vom 25.05.2017, 14:36:07.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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