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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Hörstein-Huckelheim-Formation
ID: 8002006
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: HIRSCHMANN & OKRUSCH, 2001
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: entfällt
Chronostratigraphie: Ordovizium (Paläozoikum)
Synonyme: Metabasitzug Hörstein-Huckelheim
Lithologie: Oberer Teil: Zweiglimmerschiefer bis –gneis mit Einschaltungen und zusammenhängenden Zügen von Quarzitschiefer und Quarzit sowie Einschaltungen von Amphibolit und Hornblende-Plagioklas-Gneis.
Unterer Teil: Staurolith-führender Glimmerschiefer bis Paragneis mit Übergängen in staurolithfreien Paragneis. Züge und Einschaltungen von Quarzitschiefer, Quarzit, Amphibolit und Hornblende-Plagioklasgneis
Untergeordnete Einheit: Zweiteilung (s. Punkt 9.1.). Oberer Teil wurde früher zur Geiselbach-Formation, unterer Teil zur Mömbris-Formation gerechnet. Mindestens 2 mehr oder weniger horizontbeständige Quarzithorizonte (1. und 2. Quarzithorizont nach THÜRACH)
Liegendgrenze: Mömbris-Formation. Grenze wechselnd scharf (Einsetzen der Quarzit- und Metabasiteinschaltungen in der Hörstein-Huckelheim-Formation).
Hangendgrenze: Geiselbach-Formation. Grenze unscharf (Fehlen der Metabasiteinschaltungen in der Geiselbach-Formation).
Mittlere Mächtigkeit: Ca. 700-800 m (Abschätzung nach Oberflächenausstrich und Lagerungsverhältnissen)
Maximale Mächtigkeit: s. Punkt 9.5.
Typusprofile, etc.: Typusregion ist ein 1,5 – 2 km breiter, SW-NE-streichender Abschnitt im Nordteil des Spessartkristallins zwischen Hörstein und Huckelheim
Verbreitung (Bundesländer): Bayern
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Odenwald, Spessart, Rhön
Verbreitung (Ergänzung): Geiselbach-, Hörstein- Huckelheim- und Mömbris-Formation gehören zum liegenden tektonischen Komplex des Spessartkristallins (fensterartiger Zentralteil des Kristallins – OKRUSCH & WEBER, 1996).
Zeitgleiche Einheiten: Nach lithologischen Kriterien kommt sowohl eine Korrelation mit Teilen des Odenwald-Kristallins (Eberstadt-Roßdorf-Einheit, Heppenheim-Reichelsheim-Einheit, Ordovizium?) als auch mit Teilen des Ruhlaer Kristallins (Gömigenstein-Formation, Kambrium?) in Frage.
Alterseinstufung: Keine stratigraphisch verwertbaren radiometrischen Daten und paläontologischen Belege.
Kommentar: Da sich die Obergrenze der Hörstein-Huckelheim-Formation ca. 500 m unter dem Pteridophyten-Sporen-Fundpunkt der Geiselbach-Formation (s. dort) befindet, kommt am ehesten ein ordovizisches (evtl. bis tiefsilurisches?) Alter in Betracht.
Versch./Sonstiges: --
Literatur: OKRUSCH, M. & WEBER, K. (1996): Der Kristallinkomplex des Vorspessart. – Z. geol. Wiss. 24 (1/2): 141 – 174; Berlin
HIRSCHMANN, G. & OKRUSCH, M. (2001): 4.18 Spessart und Rhön (18) – Teil der MKZ. – in: Stratigraphie von Deutschland II. Ordovizium, Kambrium, Vendium, Riphäikum. Teil II: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordthüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg. – Courier Forschungsinstitut Senckenberg (CFS) 234: 93 – 108, Stuttgart
Autor des Datenblattes: Hirschmann, G.
Erstellt am: 03.11.2007
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 30.11.2007
Änderung Datensatz: 13.12.2007
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Litholex Recherche vom 28.05.2017, 08:40:59.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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