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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Geiselbach-Formation
ID: 8002005
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: BÜCKING, 1892 (Quarzit und Glimmerschiefer = olbere Abteilung der Glimmerschieferformation); HIRSCHMANN & OKRUSCH, 1988 (Geiselbach-Formation); Neudefinition HIRSCHMANN & OKRUSCH; 2001
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: entfällt
Chronostratigraphie: Unterdevon (Devon, Paläozoikum)
Silur (Paläozoikum)
Ordovizium (Paläozoikum)
Synonyme: Abteilung der Glimmerschiefer und Quarzitschiefer (THÜRACH 1893), Quarzit-Glimmerschiefer-Serie (WEINELT in OKRUSCH & WEINELT 1965)
Lithologie: Muscovit- und Muscovit-Biotit-Schiefer und Quarzglimmerschiefer, teilweise mit Übergängen in Muscovit-Biotit-Plagioklas-Gneis. Mehrere konkordante, bis 15 km im Streichen verfolgbare Züge von Serizitquarzit, lokal magnetitführend
Untergeordnete Einheit: Besonders markant und ca. 400 m mächtig ist der nördlichste der Quarzitzüge (Hahnenkamm-Quarzit)
Liegendgrenze: Hörstein-Huckelheim-Formation. Grenze unscharf (Fehlen der Metabasiteinschaltungen in der Geiselbach-Formation).
Hangendgrenze: Hangendes unbekannt. Michelbacher Überschiebung bildet die Nordgrenze gegen die zum hangenden tektonischen Komplex gehörige Alzenau-Formation.
Mittlere Mächtigkeit: Ca. 2500 m (Abschätzung nach Oberflächenausstrich und Lagerungsverhältnissen
Maximale Mächtigkeit: s. Punkt 9.5.
Typusprofile, etc.: Typusregion ist ein 2 – 4 km breiter, SW-NE-streichender Abschnitt im Nordteil des Spessartkristallins um Michelbach.
Verbreitung (Bundesländer): Bayern
Hessen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Odenwald, Spessart, Rhön
Verbreitung (Ergänzung): Geiselbach-, Hörstein- Huckelheim- und Mömbris-Formation gehören zum liegenden tektonischen Komplex des Spessartkristallins (fensterartiger Zentralteil des Kristallins – OKRUSCH & WEBER, 1996). Wahrscheinliche Äquivalente im Bereich der Rhön in den Bohrungen Hettenhausen 1901, RN 1 (Thalau) und SR 12 (Aschberg).
Zeitgleiche Einheiten: Nach lithologischen Gesichtspunkten kommt eine Korrelation mit Teilen des Ruhlaer Kristallins (Windsberg- und Struth-Formation), die meist als tiefordovizisch angesehen werden, in Betracht. Dem widersprechen nach bisherigem Kenntnisstand die paläontologischen Belege (s. Punkt 13. und14.)
Alterseinstufung: Pteridophyten-Sporen-Vergesellschaftung ca. 500 m über Basis der Formation im Liegenden des Hahnenkamm-Quarzit (REITZ, 1987) spricht nach REITZ für Einstufung des Fundortes in den Zeitraum Wenlock bis Ludlow
Kommentar: Falls die Einstufung unter 13. zutrifft, wären die tieferen Teile der Formation ins Silur zu stellen und für die höheren Teile könnte eine Reichweite bis ins tiefere Devon nicht ausgeschlossen werden. Vgl. aber Punkt 12.
Versch./Sonstiges: --
Literatur: BÜCKING, H. (1892): Der nordwestliche Spessart. – Abh. preuß. geol. L.-Anst., N.F. 12: 1 – 274, Berlin
REITZ, E. (1987): Palynologie in metamorphen Serien: I. Silurische Sporen aus einem granatführenden Glimmerschiefer des Vor-Spessart. – N. Jb. Geol. Paläont., Mon.h., 699-704, Stuttgart
OKRUSCH, M. & WEBER, K. (1996): Der Kristallinkomplex des Vorspessart. – Z. geol. Wiss. 24 (1/2): 141 – 174; Berlin
HIRSCHMANN, G. & OKRUSCH, M. (2001): 4.18 Spessart und Rhön (18) – Teil der MKZ. – in: Stratigraphie von Deutschland II. Ordovizium, Kambrium, Vendium, Riphäikum. Teil II: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordthüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg. – Courier Forschungsinstitut Senckenberg (CFS) 234: 93 – 108, Stuttgart
Autor des Datenblattes: Hirschmann, G.
Erstellt am: 03.03.2007
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 30.11.2007
Änderung Datensatz: 13.12.2007
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Litholex Recherche vom 30.03.2017, 10:49:54.

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Beispiel zum Zitieren eines Datensatzes:

HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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