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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Kamenz-Gruppe
ID: 8000287
Hierarischer Rang: Gruppe
Erstbeschreibung: HIRSCHMANN, 1967
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Lausitz-Hauptgruppe
Chronostratigraphie: Neoproterozoikum
Synonyme: Kamenzer Schichten,
Kamenzer Serie,
Kamenzer Folge.
Lugauer Schichten; alle veraltet.
Lithologie: Flyschähnliche Wechsellagerung (vorwiegend cm - dm Rhythmen) von meist fein- bis mittelkörniger Grauwacke, Schluffstein (Schluffgrauwacke) und Argillit. Farbe vorwiegend bleigrau, seltener dunkelgrau, im Aufschlussbereich teilweise grünlichgrau, selten hellgelblichgrüne karbonatisch-silikatische Lagen. Grobkörnige Grauwackenlagen sind selten. Sporadisch geröllführende Lagen oder intraformationelle Klasten. Lokal dunkelgraue bis schwarze Bereiche, z.B. am Kreuzberg bei Thiendorf. Neben (seltenen) karbonatischen Lagen auch kugelige, karbonatisch- konkretionäre Bildungen. Durch die geringe Metamorphose ist es besonders in wenig kontaktrnetamorphen Bereichen unproblematisch, den Geröllbestand zu analysieren und Aussagen zu den Liefergebieten abzuleiten
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Unsicher bekannt, - wahrscheinlich Ablagerung nach einer nicht sicher abschätzbaren Erosionslücke nach der älteren Faltung der Wüsteberg-Gruppe.
Hangendgrenze: Vorwiegend erosiv; vor dem Einsetzen der kambrischen Sedimentation regionale Faltung der Kamenz-Gruppe und Kontaktmetamorphose durch cadomische Magmatite.
Mittlere Mächtigkeit: (0-) mehrere tausend Meter.
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: Große Steinbrüche im Raum Kamenz, Königsbrück, Ortrand und Senftenberg. Durch Bohrungen nachgewiesenes großes Verbreitungsgebiet im NW-Teil der Lausitzer Masse, wobei geophysikalische Regionalmessungen das Auftreten abweichender Gesteine unwahrscheinlich machen. Da in kleineren Aufschlüssen und in Bohrungen die Unterscheidung von der Wüsteberg-Gruppe problematisch ist, bleibt die Zuordnung von Einzelaufschlüssen unsicher
Verbreitung (Bundesländer): Sachsen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge
Verbreitung (Ergänzung): Lausitzer Masse

Weitere Vorkommen: Erzgebirge (Niederschlag-Gruppe), Elbezone (Analogien zur Weesenstein-Gruppe), Nordwestsachsen (Leipzig-Gruppe),
Nördlich der Synklinalzone von Torgau-Doberlug-Göllnitz sind bei Herzberg Grauwackenhornfelse erbohrt, die der Lausitzer Hauptgruppe entsprechen, eventuell auch zur Kamenz-Gruppe gehören.
Zeitgleiche Einheiten: --
Alterseinstufung: Fossilien: einfache mikrobotanische Reste, Reste primitiver Fadenalgen, Fadenalgen und sphaeromorphe Acritarchen
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: Anchimetamorph, z. T. kontaktmetamorph
Literatur: HIRSCHMANN, G. (1967): Eine Altersbestimmungsmethode für kristalline Gesteine mittels radioaktiver Höfe.- Ber. dtsch. Ges. geol. Wiss. B 12, 373-387, Berlin.

Brause, H. (1997): 4.9.4 Proterozoikum. In Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.; Redaktion K. Hoth, H.-J. Berger & G. Mund) (1997): Stratigraphie von Deutschland II - Ordovizium, Kambrium, Vendium, Riphäikum -Teil I - Thüringen, Sachsen, Ostbayern. – Cour. Forsch.-Inst. Senckenberg, 200: 1–437, 50 Abb., 3 Tab.; Frankfurt a.M., 327-328.
Autor des Datenblattes: Brause, H.
Erstellt am: 16.02.2010
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 04.01.2012
Änderung Datensatz: 04.01.2012


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Litholex Recherche vom 25.05.2017, 14:40:19.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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