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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Solingen-Tonschiefer(-Formation)
ID: 8000136
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: BEYER, 1941b, 1941c
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Herscheid-Gruppe
Chronostratigraphie: Silur (Paläozoikum)
Oberordovizium (Ordovizium, Paläozoikum)
Mittelordovizium (Ordovizium, Paläozoikum)
Synonyme: ‚Herscheider Schiefer‘ sensu FUCHS (1912b: 475), teilweise.
‚Herscheider Schichten‘ sensu RICHTER & RICHTER (1937: 310), teilweise.
‚Obere Tonschiefer‘ (BEYER 1941b: 246).
‚Oberer Tonschiefer-Horizont‘ (BEYER 1941c: 262; Wo. SCHMIDT & W. ZIEGLER 1970: 31f, TIMM et al. (1981: 64).
(?) ‚Obere Goldberger Schiefer‘ (QUIRING 1936: 60), undatiert.
Lithologie: Blau- oder grauschwarzer Pelit, von den Rändern her blassgelb-ockrig durchverwitternd;
Lagenweise helle Siltlamination, gelegentliches Auftreten von dünnen Sandsteinbänkchen.
Liegendpartien vereinzelt mit Kieselgallen (nur Ebbe-Gebiet);
Schieferung zerlegt das milde Material in plattig-unebene oder dünn-ebenflächige Tafeln, charakteristischer kleinschuppiger Zerfall;
nicht immer von Kiesbert-Tonschiefer unterscheidbar.
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Unscharf; mit dem Einsetzen des verwitterungsresistenteren Rahlenberg-Grauwackenschiefers (Übergang nicht aufgeschlossen, konstruiertes Profil)
Hangendgrenze: meist tektonisch, Solingen-Tonschiefer ist fast überall gegen die devonischen Hüllschichten versetzt
Mittlere Mächtigkeit: Mindestmächtigkeit im Ebbe-Sattel 200 m, im Remscheider Sattel 250 - 300 m
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: Im Nördlichen Ebbe-Teilsattel weiträumig zwischen Plettenberg-Holthausen und westlichem Sattelschluss.
Im Südlichen Ebbe-Teilsattel bisher nicht sicher ausgeschieden.
Im Kern des Remscheider Sattels insbesondere an den Hängen des Sattelsberges bei Untenrüden, wohl auch in den isolierten Vorkommen von Widdert und N' Bünkenberg
Untergrund: Vermutlich im Silberger Horst am Rand des Müsener Horstes als ‚Obere Goldberger Schiefer', undatiert
Verbreitung (Bundesländer): Nordrhein-Westfalen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Rheinisches Schiefergebirge
Verbreitung (Ergänzung): --
Zeitgleiche Einheiten: Möglicherweise auf Teile des erbohrten Rügen-Ordoviziums der regionalen Einheit "Vorpommern und angrenzende Ostsee" beziehbar
Alterseinstufung: Fossilien: Graptolithen, Ichnofossilien, Phyllocariden, Trilobiten
Kommentar: zu Pkt. 7: ?Silur
Versch./Sonstiges: --
Literatur: BEYER, K. (1941b): Die Plettenberger Bänderschiefer, das älteste Ordovicium im rechtsrheinischen Schiefergebirge.– Jb. Reichsst. Bodenforsch., 61: 222-253; Berlin.

BEYER, K. (1941c): Die Gliederung des Ordoviciums im Kern des Remscheider Sattels.– Jb. Reichsst. Bodenforsch., 61: 254-266; Berlin.

Eiserhardt, K.-H., Koch, L., Maletz, J. (2001): 4.29.2 Ordovizium. In Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.; Redaktion: K. Hoth & D. Leonhardt) (2001b): Stratigraphie von Deutschland II - Ordovizium, Kambrium, Vendium, Riphäikum - Teil III: Nordthüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, deutscher Anteil Ostsee, Schleswig-Holstein, deutscher Anteil Nordsee. – Cour. Forsch.-Inst. Senckenberg, 235: 1–186, 22 Abb., 3 Tab.; Frankfurt a.M., 95-108.
Autor des Datenblattes: Eiserhardt, K.-H., Koch, L. & Maletz, J.
Erstellt am: 07.09.2009
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 09.12.2009
Änderung Datensatz: 09.12.2009


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Litholex Recherche vom 27.03.2017, 22:25:09.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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