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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Liebenstein-Komplex
ID: 8000092
Hierarischer Rang: nicht klassifiziert
Erstbeschreibung: ZIMMERMANN, 1903, 1930
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Unterdevon (Devon, Paläozoikum)
Silur (Paläozoikum)
Synonyme: Liebensteiner Gneis (gneisartiger Granitit), Liebensteiner Gneis, hornblendeführend (WEISS, SCHEIBE, ZIMMERMANN 1920; ZIMMERMANN 1903, 1930);
amphibolitogene Metatexite Typus Liebenstein (KOCH 1940);
Biotit-Oligoklas-Gneise mit Hornblendegneis-Einlagerungen (NEUMANN 1964a, b, 1966, 1973, 1974);
Liebensteiner Serie (TGL 25234/18, 1976; ESTRADA et al. 1992);
Zentrales Kristallin (ZEH 1995, 1996);
Liebenstein-Hauptgruppe (ANDREAS et al. 1996); Liebenstein-Gruppe (WUNDERLICH & ZEH 2001)
Lithologie: Migmatitische Biotit-Oligoklas-Gneise, Hornblende-Biotit-Gneise, migmatitische Hornblende-Gneise, Amphibolite
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Untergrenze nicht bekannt
duktil und kataklastisch überprägte Liegendbegrenzung des Liebenstein-Komplexes bildet der Kontakt zur Kuppel des metagranitischen Steinbacher Augengneises
Hangendgrenze: Orthogneise des Liebenstein-Komplexes werden von migmatitischen Gneisen des Brotterode-Komplexes und von z. T. diaphthoritischen Gesteinen der Trusetal-Gruppe tektonisch überlagert
Mittlere Mächtigkeit: Gesamtmächtigkeit ca. 1000 m
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: zentraler Teil des Ruhlaer Kristallin zwischen dem Rennsteig im N und den Ortschaften Steinbach, Bad Liebenstein und Bairoda im S
Paragneise und Amphibolite: S-Umrandung der Steinbacher Augengneiskuppel nördlich und nordöstlich Bairode bis Grummbachtal
E--Umrandung der Steinbacher Augengneiskuppel auf beiden Hängen des Thüringer Tales
W--Umrandung der Steinbacher Augengneiskuppel im Schleifkothengrund
Verbreitung (Bundesländer): Thüringen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Thüringer Wald, Frankenwald, Fichtelgebirge
Verbreitung (Ergänzung): --
Zeitgleiche Einheiten: Äquivalente der Orthogneise finden sich in Haibacher Biotit-Gneisen und in zentralen, im tektonischen Verband der Mömbris-Formation auftretenden Orthogneisen des Spessarts
Alterseinstufung: radiometrische Intrusionsalter weisen spätes Silur bis Unterdevon aus
Kommentar: Beim Liebenstein-Komplex handelt es sich um eine Orthogneis-Suite (ZEH & WUNDERLICH 2003)
Versch./Sonstiges: regionale Niederdruck-Hochtemperatur-Metamorphose in hoher Amphibolitfazies
Literatur: Zimmermann, E. (1903): Neue Landeskunde des Herzogthums Sachsen-Meiningen. I. Hauptteil: Das Land. - Heft 4: Geologie: 319-493; Hildburghausen (Kesselring).

Zimmermann, E. (1930): Erläuterungen zur Geologischen Karte von Preußen und benachbarten deutschen Ländern, Lieferung 183, Blatt Ruhla. - Kgl. Preuß. Geol. L. - Anst: 1-136; Berlin.

Wunderlich, J., Zeh, A. (2001): 4.23.4 Neoproterozoikum im zentralen Kristallin. In Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.; Redaktion: K. Hoth & D. Leonhardt) (2001a): Stratigraphie von Deutschland II - Ordovizium, Kambrium, Vendium, Riphäikum - Teil II: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordthüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg. – Cour. Forsch.-Inst. Senckenberg, 234: 1–236, 22 Abb., 3 Tab.; Frankfurt a.M., 159-162.

Zeh, A. & Wunderlich, J. (2003): Mitteldeutsche Kristallinzone (MKZ).- in: Seidel, G. (Hrsg.): Geologie von Thüringen, 2. Aufl., 24 – 52; Stuttgart (Schweizerbart).
Autor des Datenblattes: Wunderlich, J., Zeh, A.
Erstellt am: 28.08.2009
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 02.11.2009
Änderung Datensatz: 10.11.2009


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Litholex Recherche vom 24.05.2017, 10:05:50.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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