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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Wiesbaden-Metarhyolith-Formation
ID: 8000027
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: LOSSEN (1867: 571 f.)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Silur (Paläozoikum)
Synonyme: Talkschiefer z. T. (SANDBERGER 1847:11), Taunusschiefer z. T. (SANDBERGER 1850: 2 f.), normale Taunusschiefer (SANDBERGER 1851), gefleckte Schiefer (LIST 1852: 257 f.), Sericitschiefer z. T. (SANDBERGER & SANDBERGER 1856: 489), Sericitgneiss (LOSSEN 1867, KOCH 1880a-d, SCHAUF 1898).
Lithologie: Hellgrünlich grauer, feinschiefrig bis plattiger, phyllitischer Metarhyolith, oft mit makroskopisch sichtbaren Einsprenglingen von Quarz, albitisiertem Plagioklas und Kalifeldspat.
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Im Norden lithologischer Übergang aus dem älteren Rossert-Metaandesit („Grünschiefer“).
Hangendgrenze: Grenzt in der Vordertaunus-Einheit im Süden an Bierstadt-Phyllit und Eppstein-Formation. Wird in der Taunuskamm-Einheit örtlich aber auch von Kellerskopf-Formation, Bunten Schiefern oder Taunusquarzit tektonisch überlagert.
Mittlere Mächtigkeit: Nicht genau bekannt. KLÜGEL (1997) hat für die Profilkonstruktionen für die gesamten Metavulkanite 1600 m (strainkorrigiert 1900 m) angenommen. Die große Ausstrichbreite ist durch tektonische Verdoppelung bedingt. Der Anteil des Wiesbaden-Metarhyoliths an der Ausstrichbreite nimmt generell von SW nach NE zugunsten des Rossert-Metaandesits ab. In Wiesbaden wird fast die ganze Ausstrichbreite der Metavulkanite von Metarhyolith eingenommen, in Bad Homburg tritt nur Metaandesit auf.
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: Hauptverbreitung im Stadtgebiet von Wiesbaden (GK 25 5815 Wehen, 5915 Wiesbaden).
Verbreitung (Bundesländer): Hessen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Rheinisches Schiefergebirge
Verbreitung (Ergänzung): Vordertaunus
Zeitgleiche Einheiten: --
Alterseinstufung: Silur nach radiometrischer Altersbestimmung. Der Wiesbaden-Metarhyolith (Serizitgneis) bildet den jüngeren Teil des Metavulkanit-Komplexes, wie durch sein Auftreten im Hangenden des ordovizischen Rossert-Metaandesits und sein radiometrisches Alter ersichtlich ist.
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: --
Literatur: LOSSEN, C. (1867): Geognostische Beschreibung der linksrheinischen Fortsetzung des Taunus in der östlichen Hälfte des Kreises Kreuznach, nebst einleitenden Bemerkungen über das „Taunus-Gebirge“ als geognostisches Ganzes. – Z. Dtsch. Geol. Ges., 19: 509-700; Berlin.

ANDERLE, H.-J. (2006): 5.5.2 Vordertaunus. – In: HEUSE, T. & LEONHARDT, D. (Red.) für die Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.), Subkommission Proterozoikum-Silur, Stratigraphie von Deutschland VII: Silurmonographie Deutschlands, Schriftenr. ZDGG; Hannover (im Druck).
Autor des Datenblattes: Anderle, H.-J.
Erstellt am: 22.03.2006
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 23.09.2006
Änderung Datensatz: 23.09.2006


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Litholex Recherche vom 23.03.2017, 03:20:30.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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