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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Silberg-Formation
ID: 8000026
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: SCHMIDT (1924: 11)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Lochkovium (Unterdevon (int.), Devon, Paläozoikum)
Gedinnium (Unterdevon (Euro.), Devon, Paläozoikum)
Silur (Paläozoikum)
Synonyme: (pro parte) Schiefer von Varste (DENCKMANN 1918);
Silberger Schiefer (SCHMIDT 1924);
(pro parte) Varster Schichten (SCHMIDT 1924: 11);
Verseschichten (FAUST 1928: 8).
Lithologie: Dunkler Tonschiefer mit Kiesel- und Eisengallen (QUIRING 1936); blauschwarzer bis blaugrauer nach s1 eng spaltender Tonstein (SCHMIDT 1924); schwarzer Tonstein mit Karbonatlinsen, darin Orthoceren (DENCKMANN 1918: 70, CLAUSEN 1991: Abb. 3).
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Nicht aufgeschlossen. Untertage (QUIRING 1936: 60) ist die Silberg-Formation unterlagert von hellgrünlich-grauen gebänderten Schiefern (Untere und Obere Goldberger Schiefer, QUIRING 1936: 60) ohne bekannten Fossilinhalt.
Hangendgrenze: Tektonisch gestört. Die Hangend-Fortsetzung nach Beabachtungslücke bilden dunkelblaugraue Ton- und Schluffsteine der Ziegenberg-Schichten (vgl. CLAUSEN 1991: 27, LUSZNAT 1970: 34), die aufgrund von Sporen-Untersuchungen (Steemans in CLAUSEN 1991: 23 u. 29) bereits den Sporenzonen Z und E (= spätes Lochkovium bis frühes Pragium) angehören dürften.
Mittlere Mächtigkeit: Unklar. Die bei CLAUSEN (1991: 22) angegebene Gesamtmächtigkeit von 450 m ergibt sich aus der Karten- und Schnittdarstellung unter Einbeziehung der Goldberger Schiefer. Untertage wies QUIRING (1936: 60) nur 60 m den Silberger Schiefern zu; die tatsächliche Mächtigkeit dürfte höher liegen.
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: Stratotyp: am Südwesthang des Silbergs (GK25 4914, CLAUSEN 1991). Weitere Vorkommen im Talgrund des Silbachs, am Südosthang des Glanzenbergs sowie entlang der Straße Silberg-Brachthausen. Untertage-Vorkommen im Stollensystem der Grube Goldberg II (nicht mehr der Beobachtung zugänglich).

nur in den Kernbereichen des Müsener Horstes
Verbreitung (Bundesländer): Nordrhein-Westfalen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Rheinisches Schiefergebirge
Verbreitung (Ergänzung): Müsener Horst
Zeitgleiche Einheiten: --
Alterseinstufung: ?Prídolí bis frühes Lochkovium. Das nach palynologischen Befunden relativ junge, spätes Lochkovium- bis frühes Pragium-Alter der hangenden Ziegenberg-Schichten wird z. T. über heterochrone Fazieskörper erklärt (CLAUSEN 1991: 29). CLAUSEN (1991: 26) parallelisiert einen „tieferen Teil der Silberg-Schichten“ mit der Köbbinghausen-Formation (d. h. Köbbinghausen-Schichten sowie Ockrige Kalke) und einen „höheren Teil der Silberg-Schichten“ mit den Hüinghausen-Schichten (gemeint sind die Kieselgallenschiefer und Flaserschiefer) der Ebbe-Region (Forschungsbedarf).
(Biostratigraphie, Graptolithen)
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: Fosssilführung:
Brachiopoden, Sporomorphen
Literatur: CLAUSEN, C.-D. (1991): Erläuterungen zur Geologischen Karte von Nordrhein-Westfalen 1:25000, Blatt 4914
SCHMIDT, W.E. (1924): Erläuterungen zur Geologischen Karte von Preußen und den benachbarten deutschen Ländern, Blatt 5346 Plettenberg: 63 S.; Berlin (Preußische Geologische Landesanstalt).

EISERHARDT, K.-H. & RIBBERT, K.-H. (2006): 5.3 Nördliches Rheinisches Schiefergebirge. – In: HEUSE, T. & LEONHARDT, D. (Red.) für die Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.), Subkommission Proterozoikum-Silur, Stratigraphie von Deutschland VII: Silurmonographie Deutschlands, Schriftenr. ZDGG; Hannover (im Druck).
Autor des Datenblattes: Eiserhardt, K.-H. & Ribbert, K.-H.
Erstellt am: 22.03.2006
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 10.10.2006
Änderung Datensatz: 10.10.2006


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Litholex Recherche vom 27.03.2017, 04:55:27.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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