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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Malliß-Schichten
ID: 8
Hierarischer Rang: nicht klassifiziert
Erstbeschreibung: LOTSCH 1981
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Untermiozän (Miozän, Neogen, Känozoikum)
Synonyme: Alaunton (KOCH 1853)
Formsandserie, -gruppe, -horizont (QUITZOW 1954)
obere Braunkohlensande mit Mallißer Oberflöz (GEHL 1966)
2. Miozäner Flözhorizont (LOTSCH 1981)
Lithologie: In den Malliß-Schichten herrschen dunkle kohlige Tone und Schluffe vor. Sie sind selten geschichtet, fossilfrei, fast immer kalkfrei und enthalten Pyrit in fein verteilter Form. Sie werden auch als Alaunton, Braunkohlenton oder -letten bezeichnet. Anzeichen für brackisch-marine Einflüsse wurden nicht gefunden. Zum Hangenden nehmen Einschaltungen von glimmerhaltigen kalkfreien Quarzfeinsanden zu, in denen das ca. 0,8 m mächtige Mallißer Oberflöz eingeschaltet ist. Örtlich können weitere kleine Flöze auftreten.
Das Mächtigkeitsmaximum von ca. 40 m ist in SW-Mecklenburg festgestellt worden.
Untergeordnete Einheit: Mallißer Oberflöz
Liegendgrenze: Die Untergrenze wird an der Basis einer kompakten Braunkohlenschluffbank oberhalb des Mallißer Unterflözes gezogen (GEHL 1966).
Hangendgrenze: Die obere Begrenzung liegt unterhalb von kalkhaltigen Feinsanden, die deutlich marine Entstehung belegen.
Mittlere Mächtigkeit: --
Maximale Mächtigkeit: ca. 40 m
Typusprofile, etc.: Typisch sind die Bohrlochmessungen der Bohrungen Brk Malliß/Niendorf 1958 (GEHL 1966) (TK 25: 2733 Tewswoos, R: 44 53000, H: 58 99 000) und Brk Lübtheen 46/84 (TK 25: 2733 Tewswoos, R: 44 48800, H: 58 97562)
Verbreitung (Bundesländer): Mecklenburg-Vorpommern
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland, Nördlicher Landrücken
Verbreitung (Ergänzung): Die lückenhafte sekundäre Verbreitung der Malliß-Schichten reicht bis an eine Linie Lübeck - Waren - Schwedt. In ähnlicher Fazies, aber mit unterschiedlichen Bezeichnungen setzen sie sich weit nach Norddeutschland hinein fort.
Zeitgleiche Einheiten: Die Malliß-Schichten wurden mit den oberen Braunkohlensanden und der Hamburg-Formation aus dem östlichen Niedersachsen, mit der Formsandserie der Altmark und dem oberen Teil der Briesker Schichten Brandenburgs korreliert. Die kleinen Flöze können dem 2. Miozänen Flözhorizont zugeordnet werden.
Alterseinstufung: Unmittelbar über den Malliß-Schichten ist an der Basis der Bockup-Schichten mit Hilfe der Meso- und Mikrofauna die Grenze Hemmoorium/Reinbekium nachgewiesen worden.
Kommentar: Auf Grund der Lagerungsverhältnisse sind die Malliß-Schichten in das obere Unter-Miozän zu stellen.
Versch./Sonstiges: Die Hangend-Grenze der Malliß-Schichten ist möglicherweise durch sekundäre Endkalkung nach oben verschoben worden.
Literatur: GEHL, O (1966): Ausbildung und Gliederung des Braunkohlentertiärs von Malliß, Südwestmecklenburg. – Geologie 15, H. 4/5: 484-495, 4 Abb., 2 Tab.; Berlin.
BÜLOW, W. v. [Hrsg.] (2000): Geologische Entwicklung Südwest-Mecklenburgs seit dem Ober-Oligozän. – Schriftenr. f. Geowiss., H. 11; Berlin.
Autor des Datenblattes: v. Bülow
Erstellt am: 24.07.2006
Zuständige Subkommission: Subkommission Tertiär
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 30.08.2006
Änderung Datensatz: 01.09.2006


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Litholex Recherche vom 24.04.2017, 21:04:24.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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