litholex_logo

Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



verlauf_blau

Name der Einheit: Rodert-Formation
ID: 7016044
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: STRUVE (in HKS 1955)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Givetium (Mitteldevon, Devon, Paläozoikum)
Synonyme: --
Lithologie: Fossilreiche, dickbankige Riffkalkgesteine, bituminöse Detritus-Kalksteine, Brachiopoden-Schillbänke, sehr untergeordnet Einschaltungen von Mergelsteinen.
Untergeordnete Einheit: In der Hillesheimer Mulde von unten nach oben: Hessenhaus-, Quadram-, Cistercienses- und Finirodert-Member (nach STRUVE in ZIEGLER 1988). In der ursprünglichen Bezeichnung: caiqua-Kalk, quadrigeminum-ramosa-Kalk, Stringocephalus-Korallen-Kalk und Korallen-Brachiopoden-Kalk.
Liegendgrenze: Zunahme des Kalkgehalts oberhalb der Mergel führenden Dreimühlen-Fm.
Hangendgrenze: Einsetzen des Bellerophon-Korallen-Kalks mit dem Trilobiten Dechenella struvei.
Mittlere Mächtigkeit: 60 m
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: Typusregion ist die Hillesheimer Mulde; Aufschlüsse am Roßberg nordöstlich Kerpen, R53 180 / H 75 620 bis R 53 180 / H 75 680, Blatt 5606 Üxheim.
Verbreitung (Bundesländer): Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Rheinisches Schiefergebirge
Verbreitung (Ergänzung): Eifeler Kalkmuldenzone
Zeitgleiche Einheiten: In der Sötenicher Mulde urspünglich vierfach gegliederte Schichtenfolge (PAULUS 1961, DICKFELD 1969).
In der Blankenheimer Mulde nicht vorhanden oder nicht erkannt.
In der Dollendorfer Mulde sind zeitgleiche Schichten Teil des Muldenkern-Dolomits, in der Prümer Mulde Teil des Schönecken-Dolomits.
Alterseinstufung: Mittels Makrofauna, Einsetzen des Trilobiten Dechenella burmeisteri (Dech. ziegleri)
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: Die Obergrenze der Rodert-Formation ist durch das "Lager der Dechenella struvei" (Beginn der Kerpen-Schichten), also nicht lithologisch definiert und mithin lithostratigraphisch ungültig.
Der Begriff wird daher in der Sötenicher Mulde nicht beibehalten und durch die Taubenberg-Fm. ersetzt.
Literatur: DICKFELD, L. (1969): Stratigraphie und Fazies im Westteil der Sötenicher Mulde (Devon/Eifel). – Diss. Univ. Frankfurt, 205 S., 25 Abb., 44 Taf., 3 Beil.; Frankfurt [unveröff.]
HOTZ, E.-E., & KRÄUSEL, W., & STRUVE, W. (1955): Die Eifel-Mulden von Hillesheim und Ahrdorf. - In: KRÖMMELBEIN, K., & HOTZ, E.-E., & KRÄUSEL, W., & STRUVE, W.: Zur Geologie der Eifeler Kalkmulden. - Beih. Geol. Jb., 17: 45-192, 26 Abb., 1 Tab., 1 Beil.; Hannover.
PAULUS, B. (1961): Das Urfttal-Profil in der Sötenicher Eifelkalkmulde (Devon). - Aufschluß, Sonderh., 10: 26 - 40, 5 Abb., 1 Tab., 4 Taf.; Heidelberg.
ZIEGLER, W. [Hrsg.] (1988): Part 1: Guide to Field Trips. Field Trip A (22.-24. July 1988), Ardennes ( Belgium), and Eifel Hills (Federal Republic of Germany). – Cour. Forsch.-Inst. Senckenberg, 102: 11 - 155; Frankfurt a. M.
Autor des Datenblattes: Ribbert, Karl-Heinz
Erstellt am: 25.01.2007
Zuständige Subkommission: Subkommission Devon
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 23.05.2007
Änderung Datensatz: 06.06.2007


Zurück zum Such - Ergebnis        Zurück zur einfachen Suche        Zurück zur erweiterten Suche        Diese Seite drucken

Logo Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Logo Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart Logo Geologischer Dienst NRW Logo Deutsche Statigraphische Kommission

© Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

Litholex Recherche vom 29.04.2017, 03:40:56.

Die BGR und die DSK gestatten die Übernahme von Datensätzen in Datenbestände, die ausschließlich für den privaten Gebrauch eines Nutzers bestimmt sind. Die Übernahme und Nutzung der Daten zu anderen Zwecken bedarf der schriftlichen Zustimmung der BGR.

Beispiel zum Zitieren eines Datensatzes:

HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

1) Autor des Datenblattes
2) Name der Einheit
3) Änderung Datensatz
4) Datum der Recherche
5) ID