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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Quadrigeminum-Schichten
ID: 7016021
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: HOLZAPFEL (1910)
Gültigkeit des Namens: revisionsbedürftig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Givetium (Mitteldevon, Devon, Paläozoikum)
Synonyme: (Untere) Stringocephalen-Schichten (KAYSER 1871)
Lithologie: Heterogen aufgebaute Schichtenfolge aus roten und grauen Ton- und Schluffsteinen, roten und grauen, groben Quarzsandsteinen, grauen Mergellagen und linsenförmige Einlagerungen von grauen Kalksteinen; die roten Pelite nehmen nach oben ab, während die grauen und karbonatischen Schichtanteile zunehmen.
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Basis des Lettenkonglomerats
Hangendgrenze: Einsetzen dickbankiger Kalksteine des "Unteren Massenkalks"
Mittlere Mächtigkeit: 110 m
Maximale Mächtigkeit: 300 m ?
Typusprofile, etc.: Ungenügend aufgeschlossen; nur der höchste Teil ist an der Straße zwischen Vicht und Fleuth zugänglich (R 19/H 23), Blatt 5203 Stolberg
Verbreitung (Bundesländer): Nordrhein-Westfalen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Rheinisches Schiefergebirge
Verbreitung (Ergänzung): Nordeifel, Nordrand der Venn-Antiklinale
Zeitgleiche Einheiten: Eine lithologisch vergleichbare Übergangsschichtenfolge im angrenzenden Belgien ist der höhere Teil Pepinster-Formation im Übergang zur Nevremont-Formation.
Alterseinstufung: Fossilien nur im höchsten, karbonatischen Teil; dort gesteinsbildend die rugose Korallengattung "Cyathophyllum" mit einer Art., die der namengebenden Form "C." quadrigeminum ähnlich ist; weiterhin Brachiopoden (u.a. Stringocephalus, Uncites), Muscheln, Schnecken; bislang keine Conodonten.
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: Es handelt sich um eine typische Übergangsschichtenfolge, die Elemente verschiedener Lithofazies (unten terrestrisch, oben marin) enthält. Mit den bankigen Korallenkalken kann man den Unteren Massenkalk beginnen lassen; sie sollten daher abgetrennt werden. Die Untergrenze ist einigermaßen willkürlich und nicht immer eindeutig bestimmbar; sie markiert keinen Wechsel in der Lithofazies.
Die Formation sollte aufgelöst und in Teilen den Liegend- und Hangendschichten angegliedert werden.
Literatur: BULTYNCK, P. & DEJONGHE, L. (2001): Devonian lithostratigraphic units (Belgium). – Geologica Belgica, 4 (1-2): 39 – 69, 7 Abb., 1 Taf.; Liége.

HOLZAPFEL, E. (1910): Die Geologie des Nordabfalls der Eifel mit besonderer Berücksichtigung der Gegend von Aachen. - Abh. kg. preuß. geol. L.-Anst., N.F., 66: 218 S., 15 Abb., 2 Taf., 1 Kt.; Berlin.

KNAPP, G. (1980), mit Beitr. von HAGER,H.: Erläuterungen zur Geologischen Karte der nördlichen Eifel 1:100000. - 3. Aufl.: 155 5., 9 Abb., 9 Tab., 1 Taf.; Krefeld (Geol. L.-Amt Nordrh.-Westf.).

SCHMIDT, WO. & SCHRÖDER, E. (1962): Erläuterungen zur geologischen Übersichtskarte der nördlichen Eifel 1:100000. - Hochschul-Umgebungskarte Aachen, 1. Aufl.: 110 S., 12Abb.; Krefeld (Geol. L.-Amt Nordrh.-Westf.).
Autor des Datenblattes: Ribbert, Karl-Heinz
Erstellt am: 22.01.2007
Zuständige Subkommission: Subkommission Devon
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 23.05.2007
Änderung Datensatz: 06.06.2007


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Litholex Recherche vom 24.06.2017, 12:15:25.

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Beispiel zum Zitieren eines Datensatzes:

HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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