litholex_logo

Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



verlauf_blau

Name der Einheit: Brook-Schichten
ID: 7
Hierarischer Rang: nicht klassifiziert
Erstbeschreibung: MÜLLER 1966
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Untermiozän (Miozän, Neogen, Känozoikum)
Synonyme: --
Lithologie: Dunkle glimmerhaltige, tonige bis feinsandige Schluffe wechsellagern mit helleren schluffigen Feinsanden. Ein typischer Ausschlag im Gamma-Log wird als Schwermineral-Anreicherungshorizont gedeutet.
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Die Grenzziehung zum Liegenden erfolgt nach der marinen Mikro- und Mesofauna. Neben vielen Chatt-Formen treten erste miozäne Fossilreste wie Quinqueloculina disparilis auf.
Hangendgrenze: Die Hangendgrenze liegt dort, wo der Kalkgehalt und damit Spuren der Marinität aufhören.
Mittlere Mächtigkeit: --
Maximale Mächtigkeit: 50 m
Typusprofile, etc.: Namengebend ist die Schappenbohrung Kb Brook 3/62 (TK 25: 1932 Warnkenhagen, R: 44 37289, H: 59 85915) mit ihrer reichhaltigen Fauna.
Verbreitung (Bundesländer): Mecklenburg-Vorpommern
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland, Nördlicher Landrücken
Verbreitung (Ergänzung): Die Brook-Schichten sind in NW-Mecklenburg am typischsten. Nach E wurden sie bis Klütz, nach S bis Wittenburg nachgewiesen.
Zeitgleiche Einheiten: Die Brook-Schichten werden in Mittel- und SW-Mecklenburg vom Schuttfächer der Möllin-Schichten verdrängt. Letztere sind mit der Spremberg-Formation Mitteldeutschlands korrelierbar. Die Fauna deutet darauf hin, dass die Brook-Schichten mit dem unteren Glimmerton des Vierlandiums Norddeutschlands zu vergleichen sind.
Alterseinstufung: Die Alterseinstufung erfolgte auf der Grundlage der Mikro- und Mesofauna. Eindeutige Leitformen fehlen, so dass die Grenze Chattium/Vierlandium entsprechend ungenau ist (MÜLLER 1966).
Kommentar: Die chronostratigraphische Einstufung der Brook-Schichten in das tiefste Unter-Miozän ist durch eine Neubearbeitung der Faunen zu präzisieren.
Versch./Sonstiges: Die Hangend-Begrenzung ist primär nicht das Ende der Marinität. Sie entstand vielmehr durch Entkalkung der überlagernden Möllin-Schichten.
Literatur: Müller, S. (1966): Zusammenfassung der biostratigraphischen Ergebnisse im Tertiär des Objektes „Neogen Westmecklenburg“ 1963 – 1964 nach Foraminiferenuntersuchungen. – Unveröff., 1-35, 10 Taf., 6 Tab., Schwerin.
Bülow, W. v. & Müller, S. (2004): Tertiär. – In: Katzung, G. [Hrsg.]: Geologie von Mecklenburg-Vorpommern. – Stuttgart.
Autor des Datenblattes: v. Bülow
Erstellt am: 24.07.2006
Zuständige Subkommission: Subkommission Tertiär
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 30.08.2006
Änderung Datensatz: 01.09.2006


Zurück zum Such - Ergebnis        Zurück zur einfachen Suche        Zurück zur erweiterten Suche        Diese Seite drucken

Logo Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Logo Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart Logo Geologischer Dienst NRW Logo Deutsche Statigraphische Kommission

© Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

Litholex Recherche vom 30.03.2017, 10:47:52.

Die BGR und die DSK gestatten die Übernahme von Datensätzen in Datenbestände, die ausschließlich für den privaten Gebrauch eines Nutzers bestimmt sind. Die Übernahme und Nutzung der Daten zu anderen Zwecken bedarf der schriftlichen Zustimmung der BGR.

Beispiel zum Zitieren eines Datensatzes:

HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

1) Autor des Datenblattes
2) Name der Einheit
3) Änderung Datensatz
4) Datum der Recherche
5) ID