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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Linnepe-Subformation
ID: 6004025
Hierarischer Rang: Subformation (Member)
Erstbeschreibung: Korn (2006)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Bromberg-Formation
Chronostratigraphie: Viséum (Unterkarbon, Karbon (Euro.), Paläozoikum)
Synonyme: Kieselige Übergangsschichten (NICOLAUS 1963)
Linnepe Formation (KORN 2010)
Lithologie: Die 14 lithostratigraphischen Einheiten der Bromberg-Formation können wenngleich weniger deutlich, auch in der Linnepe-Subformation unterschieden werden. Bei Westenfeld und benachbarten Profilen in der Lüdenscheider Mulde kann der Mächtigkeits-Anstieg gegenüber der Bromberg-Formation auf 25 bis 30 Meter auf dickere Alaunschiefer-Pakete und die Einschaltung von grobkörnigen Crinoidenkalkstein-Bänken zurückgeführt werden; die dickste kompakte Bank hat eine Mächtigkeit von 2,20 Metern. Diese Bänke besitzen häufig eine erosive Basis und führen daher zu Störungen in der sedimentären Abfolge.
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Die Linnepe-Subformation beginnt mit dem Grimmeri-Horizont Horizont (also mit der kieseligen dunkelgrauen bis schwarzen Bank kieseliger Pelite unmittelbar über dem oft weißen Tuffit k50).
Hangendgrenze: Sie endet mit dem letzten dicken Alaunschiefer-Horizont über dem Crenistria-Horizont, also direkt über der Einheit M9 und unmittelbar unterhalb des Doppel-Tuffits n1/n2.
Mittlere Mächtigkeit: etwa 25 bis 30 Meter
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: Großer Steinbruch westlich der Linnepe direkt südwestlich von Westenfeld. / Lüdenscheider Mulde zwischen Sundern und Eversberg
Verbreitung (Bundesländer): Nordrhein-Westfalen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Rheinisches Schiefergebirge
Verbreitung (Ergänzung): --
Zeitgleiche Einheiten: Retringen-Formation (Remscheid-Altenaer Sattel)
Bromberg-Formation (Normalfazies)
Alterseinstufung: Die Linnepe-Subormation lieferte bisher nur wenige Leitfossilien. Der Grimmeri-Horizont ist normalerweise sehr fossilreich ausgebildet, aber höhere Schichten sind meist fossilarm. Das einzige stets sehr häufige Fossil ist Posidonia becheri; diese Art ist besonders in der Umgebung des Crenistria-Horizontes sehr häufig.
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: --
Literatur: KORN, Dieter (2002): Faziesbereiche im Unterkarbon am Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges. – Tagung der Subkommission für Karbonstratigraphie in der DUGW, Warstein, 26.-28. April 2002, Exkursionsführer: 1-35, fig. 1-19, tab. 1; Tübingen.
KORN, Dieter (2003b): Die Formationen der Kulm-Fazies im Rheinischen Schiefergebirge. – Senckenbergiana lethaea, 83 (1/2): 236-242; Frankfurt a. M.
KORN, Dieter (2006): Lithostratigraphische Neugliederung der Kulm-Sedimentgesteine im Rheinischen Schiefergebirge. – Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, 41: 379-383, Abb. 1; Hannover.
KORN, Dieter (2010): Lithostratigraphy and biostratigraphy of the Kulm succession in the Rhenish Mountains. – Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, 161 (4):431-453, Abb. 1-9; Stuttgart.NICOLAUS, Hans-Joachim (1963): Zur Stratigraphie und Fauna der crenistria-Zone im Kulm des Rheinischen Schiefergebirges. – Beihefte zum Geologischen Jahrbuch, 53: 1-246, Abb. 1-32, Tab. 1-15, Taf. 1-22; Hannover.
Autor des Datenblattes: Korn, D.
Erstellt am: 20.07.2005
Zuständige Subkommission: Subkommission Karbon
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 04.03.2015
Änderung Datensatz: 08.04.2015


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Litholex Recherche vom 28.06.2017, 14:27:47.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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