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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Sankt-Peter-Formation
ID: 5000036
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: Nitsch & Zedler, 2009
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Kohlen-Arkosen-Untergruppe
Chronostratigraphie: Oberkarbon (Pennsylvanium) (Karbon (int.), Paläozoikum)
Synonyme: Todtliegendes ohne Quarzporphyr-Gerölle; Unterrotliegendes [im Zentralschwarzwald] z. T.; Kürzel im „Symbolschlüssel Geologie“: coSP
Lithologie: In der Formation werden grüngraue und braun- bis grauviolette Arkosen und Arkosekonglomerate mit Zwischenlagen von violetten, grauen und rotbraunen Schlufftonsteinen und braunvioletten bis grüngrauen Feinsandsteinen zusammengefasst, die in mehreren kleinen Vorkommen vorliegen. Bei St. Märgen sind an der Ohmenkirche andesitische Lapillituffe und ein noch wenige Meter mächtiger alterierter Andesit (Ohmenkirche-Porphyrit) erhalten. Örtlich sind die Gesteine entlang von Störungszonen sekundär verkieselt.
Untergeordnete Einheit: Das Vorkommen an der Ohmenkirche fällt aus dem Rahmen der sonst vulkanitfreien Vorkommen, die sich wegen ihrer geringen Ausdehnung nicht weiter gliedern lassen.
Liegendgrenze: Einsetzen von grauvioletten Arkosen oder Geröllarkosen ohne Quarzporphyrgerölle über Kristallin.
Hangendgrenze: Örtlich Überlagerung durch ebenfalls grauviolette Arkosen mit Quarzporphyrgeröllen (Rotliegend: Ibenbach-Sedimente) oder Rotliegend-Vulkanite (Kesselberg); meist als Erosionsrest jüngste erhaltene Einheit.
Mittlere Mächtigkeit: 5 m.
Maximale Mächtigkeit: 8 m (Ohmenkirche bei St. Märgen).
Typusprofile, etc.: Typusprofil ist die Kartierungsbohrung 4 am Scheuerwald NW St. Peter (Groschopf 1988).
Verbreitung (Bundesländer): Baden-Württemberg
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Schwarzwald
Verbreitung (Ergänzung): Mehrere kleine Restvorkommen im südlichen Zentralschwarzwald zwischen Hornberg und Freiburg i. Br. (Breisgau-Becken).
Zeitgleiche Einheiten: Unsicher.
Alterseinstufung: Spätes Karbon nach den Lagerungsbeziehungen und der Fazies.
Kommentar: Die bisher gefundenen Pflanzenhäcksel sind nicht bestimmbar. Der hydrothermal alterierte Andesit (Porphyrit) von St. Märgen hat bisher nur ein sehr unsicheres Alter zwischen Unterkarbon und Perm ergeben.
Versch./Sonstiges: Unweit St. Peter wurden mehrfach Kieselhölzer gefunden (Frentzen 1931).
Literatur: Frentzen, K. (1931): Beiträge zum Oberrheinischen Fossilienkatalog Nr. 6: Studien über die fossilen Hölzer der Sammelgattung Dadoxylon ENDL., II. Teil. – Abh. Heidelberger Akad. Wiss., math.-nat. Kl., 19: 51 S., 5 Taf.; Berlin.
Geyer, M., Nitsch, E. & Simon, T. (2011): Geologie von Baden-Württemberg (5. Aufl.). – 627 S.; Stuttgart (Schweizerbart).
Groschopf, R. (1988): Erläuterungen zu Blatt 7914 Sankt Peter. – Geol. Kte. 1 : 25 000 von Baden-Württ., Bl. 7914: 98 S., 2 Beil.; Stuttgart.
Nitsch, E. & Zedler, H. (2009): Oberkarbon und Perm in Baden-Württemberg. – LGRB-Informationen, 22: 7–102; Freiburg i.Br.
Sittig, E. & Nitsch, E. (in Druck): Stefan und Rotliegend zwischen Odenwald und Alpenrand. – In: Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.): Stratigraphie von Deutschland. Rotliegend, Teil I: Innervariszische Becken. – Schriftenr. Dt. Ges. Geowiss., 61; Hannover. – [2012?]
Autor des Datenblattes: Nitsch, E., Zedler, H.
Erstellt am: 02.07.2012
Zuständige Subkommission: Subkommission Karbon
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 19.12.2012
Änderung Datensatz: 02.07.2012


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Litholex Recherche vom 27.03.2017, 04:54:00.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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