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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Ibenbach-Sedimente
ID: 5000023
Hierarischer Rang: nicht klassifiziert
Erstbeschreibung: Nitsch & Zedler, 2009
Gültigkeit des Namens: vorläufig mitgeteilt
Übergeordnete Einheit: Rotliegend
Chronostratigraphie: Perm (Paläozoikum)
Synonyme: Oberrotliegend [im südwestlichen Zentralschwarzwald und angrenzenden Oberrheingraben]; Kürzel im „Symbolschlüssel Geologie“: rSi
Lithologie: Rotbraune und grauviolette Arkosen, Geröllarkosen und Arkosebrekzien mit Geröllen von Quarzporphyr. Eingeschaltet sind örtlich geringmächtige Lagen von Schluffsteinen.
Untergeordnete Einheit: Keine.
Liegendgrenze: Einsetzen von Sedimenten mit Quarzporphyrgeröllen über Ablagerungen des Oberkarbons (ohne diese) oder Kristallin.
Hangendgrenze: Meist als isolierte Restvorkommen nicht überdeckt. Sonst: Ablagerungen von Zechstein-Randfazies oder jüngeren Sedimenten.
Mittlere Mächtigkeit: 3-10 m.
Maximale Mächtigkeit: > 100 m (unter dem südlichen Oberrheingraben, Abgrenzung zu Zechstein-Arkosen unsicher)
Typusprofile, etc.: Vorläufige informelle Sammeleinheit für Rotliegend-Sedimente im Gebiet des Breisgau-Beckens.
Verbreitung (Bundesländer): Baden-Württemberg
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Oberrheinisches Tiefland
Mittelgebirge, Schwarzwald
Verbreitung (Ergänzung): Die Einheit fasst Vorkommen in Rotliegendfazies zusammen, die südlich der Zentralschwarzwald-, westlich der Hornberg- und nördlich der Südschwarzwald-Schwelle liegen (Gebiet des Breisgau-Beckens).
Zeitgleiche Einheiten: Unsicher.
Alterseinstufung: Bisher liegt keine direkte Datierung vor. Nach der Fazies mit den frühpermischen Gesteinen des übrigen Schwarzwaldes vergleichbar.
Kommentar: Da die Quarzporphyr-Gerölle im Süden des Verbreitungsgebietes auch von Unterkarbon-Ignimbriten stammen können, handelt es sich in Teilen möglicherweise um spätkarbonische Sedimente (z. B. Sankt Peter), in anderen Teilen um Rotliegend (z. B. Haidburg) und örtlich um Zechstein-Äquivalente (z. B. Lorettoberg).
Versch./Sonstiges: Es handelt sich um eine vorläufige zusammenfassende Einheit für nicht sicher einzuordnende Arkosevorkommen des Jungpaläozoikums.
Literatur: Groschopf, R. (1988): Erläuterungen zu Blatt 7914 Sankt Peter. – Geol. Kt. 1 : 25 000 von Baden-Württ., Bl. 7914: 98 S., 2 Beil.; Stuttgart.
Groschopf, R. & Schreiner, A. (1980): Erläuterungen zu Blatt 7913 Freiburg i.Br.-Ost. – Geol. Kt. 1 : 25 000 von Baden-Württ., Bl. 7913: 112 S., 5 Beil.; Stuttgart.
Kessler, G. (2010) mit Beitr. v. Keck, O., Nitsch, E. & Werner, W.: Erläuterungen zum Blatt 7713 Schuttertal. –Geol. Kt. 1 : 25 000 Baden-Württ., Erl. Bl. 7713: 288 S., 1 Beil.; Freiburg i. Br.
Kessler, G. & Leiber, J. (1991) mit Beitr. v. Käss, W.: Erläuterungen zu Blatt 7813 Emmendingen [2. erg. Aufl.]. – Geol. Kt. 1:25.000 Baden-Württ., Erl. Bl. 7813: 155 S., 3 Taf., 2 Beil.; Stuttgart.
Nitsch, E. & Zedler, H. (2009): Oberkarbon und Perm in Baden-Württemberg. – LGRB-Informationen, 22: 7–102; Freiburg i.Br.
Autor des Datenblattes: Nitsch, E., Zedler, H.
Erstellt am: 07.10.2011
Zuständige Subkommission: Subkommission Perm-Trias
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 05.10.2011
Änderung Datensatz: 07.10.2011


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Litholex Recherche vom 24.05.2017, 10:01:23.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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