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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Thönbach-Ottré-Formation
ID: 43
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: RIBBERT, SERVAIS & VANGUESTAINE (2001); GEUKENS (1999)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Salm-Gruppe
Chronostratigraphie: Ordovizium (Paläozoikum)
Synonyme: Salmien superieur (GEUKENS 1957); Oberes Salm (W. SCHMIDT & SCHRÖDER 1962)
Lithologie: Stark geschieferte und schluff- bis feinsandstreifige Tonsteine mit Einschaltungen von tonstreifigen Sandsteinen, charakteristisch sind bunte Farbtöne (rot, grün).
Untergeordnete Einheit: Die Ottré-Formation ist in Belgien in drei Member unterteilt (Sm2a-c); auf deutschem Gebiet ist bislang nur die untere Einheit aufgefunden worden.
Liegendgrenze: Einsetzen von roten Sedimentfarben in den Pelitgesteinen
Hangendgrenze: Nicht aufgeschlossen, die Schichtenfolge wird durch finisilurische oder unterdevonische Gesteine diskordant überlagert.
Mittlere Mächtigkeit: 300 – 400 m
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: Schlecht aufgeschlossene Vorkommen nördlich des Thönbaches (nordöstlich der Wehebachtalsperre); Blatt 5204 Kreuzau. Ein Stratotypus für die Untergrenze ist möglicherweise im Steinbruch Kaspar Müller bei Schevenhütte festzulegen (R 25 23 660, H 56 25 200, Blatt 5204 Kreuzau)
Verbreitung (Bundesländer): Nordrhein-Westfalen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Rheinisches Schiefergebirge
Verbreitung (Ergänzung): Venn-Antiklinale (Massiv von Stavelot)
Zeitgleiche Einheiten: --
Alterseinstufung: nur aus dem Schichtenzusammenhang
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: Die primäre Rotfärbung der Pelitgesteine kann durch eine Paläo-Rotverwitterung unterhalb der Diskordanzfläche verfälscht sein. In der Metamorphosezone von Lammersdorf – Paustenbach (Blatt 5303 Roetgen) sind die Sedimentfarben der Pelite in dunkelviolette und graugrüne Farbtöne verändert.
Literatur: GEUKENS, F. (1957): Contribution l’Étude du massif Cambro-Ordovicien de Stavelot en territoire allemand.- Mémoires de l’Institut Gèol. de l’Univ. de Louvain, 20: 167-210; Leuven.
GEUKENS, F. (1999): Notes accompagnant une révision de la carte structurale du Massif de Stavelot. - Aaardk. Meded., 9: 183 - 190; Leuven.
VON HOEGEN, J., LEMME, B., ZIELINSKI, J. & WALTER, R. (1985): Cambrian and Lower Ordovician in the Stavelot-Venn Massif. A model for depositional history. N. J. Geol. Pal., Abh. 171, 217-235; Stuttgart.
HOLZAPFEL, E. (1899): Die cambrischen und ältesten Devon-Schichten in der Gegend von Aachen. - Jb. kgl. preuß. geol. L. - Anst., 19: S. CV - CXVII; Berlin.
HOLZAPFEL, E. (1911): Erläuterungen zu Blatt Stolberg. - Geol. Kt. Preußen u. benachb. Bundesstaaten 1:25 000: 76 S.; Berlin.
LAMENS, J. (1985): Transition from turbidite to shallow-water sedimentation in the Lower Salmien (Tremadocian, Lower Ordovidan) of the Stavelot Massif, Belgium. Sedim. Geol., 44:121-142.
LAMENS, J. (1986): Depositional history of Salmian (Lower Ordovician) sediments in Belgium. Aardk. Meded., 3:125-138; Leuven.
RIBBERT, K.-H., SERVAIS, T. & VANGUESTAINE, M. (2001): Stavelot-Venn-Antiklinale. - In: Stratigraphische Kommission Deutschlands [Hrsg.]: Stratigraphie von Deutschland II. Ordovizium, Kambrium, Vendium, Riphäikum. – Cour. Forschungsinst. Senckenb., 235: 68 - 89, 4 Abb., 1 Tab.; Frankfurt a. M.
SCHMIDT, WO. (1956): Neue Ergebnisse der Revisionskartierung des Hohen Venns. - Geol. Jb., Beih., 21: 146 S.; Hannover.
SCHMIDT, WO. & SCHRÖDER, E. (1962): Erläuterungen zur Geologischen Übersichtskarte der nördlichen Eifel (Hochsch-Umgebungskarte Aachen): 110 S.; Krefeld (Geologisches Landesamt Nordrhein-Westfalen).
Autor des Datenblattes: K.-H. Ribbert
Erstellt am: 26.05.2009
Zuständige Subkommission: Subkommission Proterozoikum-Silur
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 24.04.2009
Änderung Datensatz: 28.05.2009


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Litholex Recherche vom 27.03.2017, 20:31:53.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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