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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Schilt-Formation (deutscher Anteil)
ID: 4012074
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: Escher in Studer 1872
Gültigkeit des Namens: vorläufig mitgeteilt
Übergeordnete Einheit: Oberjura
Chronostratigraphie: Oxfordium (Oberjura, Jura, Mesozoikum)
Synonyme: Synonyme für Schweizer Vorkommen s. Lithostrat. Lexikon der Schweiz; Kürzel im Symbolschlüssel Geologie: joSCH
Lithologie: Unten graue bis beigegraue Mergelsteine mit wenigen dunkelgrauen, z.T. bituminösen mikritischen Kalkstein-Bänken (Schiltmergel), nach oben übergehend in graue bis dunkelgraue Kalksteinbänke mit Mergelstein-Zwischenlagen (Mürtschen-Member). Die aus der Schweiz bekannten Schiltkalke an der Basis sind aus dem deutschen Verbreitungsgebiet nicht bekannt.
Untergeordnete Einheit: Die Formation wird im deutschen Verbreitungsgebiet lediglich in eine liegende Schiltmergel-Subformation (35–50 m) und eine hangende Mürtschen-Subformation (70–110 m) untergliedert. Zur Gliederung in der Schweiz s. Lithostrat. Lexikon der Schweiz.
Liegendgrenze: Einsetzen von Mergelsteinen mit Kalksteinbänken über den Tonsteinen der Ornatenton-Formation.
Hangendgrenze: Einsetzen bituminöser Bankkalke der Quinten-Formation.
Mittlere Mächtigkeit: 100–150 m im Alpenvorland, bis 100 m in Helvetischen Decken der Bayerischen Alpen.
Maximale Mächtigkeit: Bis etwa 150 m (Bohrung Tettnang).
Typusprofile, etc.: Referenzprofil: Erdölaufschlussbohrung Tettnang 1 (TK 25 Bl. 8323, ARNUM 8323/337);
Typusregion ist das Glarner Helvetikum (Schweiz), siehe Lithostrat. Lexikon der Schweiz.
Verbreitung (Bundesländer): Baden-Württemberg
Bayern
Verbreitung (Geogr. Einheit): Alpenvorland
Alpen
Verbreitung (Ergänzung): Schweizer lithostratigraphische Einheit der Helvetischen Fazieszone, die hier für den Helvetischen Faziesbereich unter dem Alpenvorland und in den Helvetischen Decken der Alpen in deren deutschen Anteilen übernommen ist. Die Einheit tritt in Deutschland nur verdeckt unter Molasse oder unter Penninischen Decken auf und ist nur durch wenige Tiefbohrungen bekannt.
Zeitgleiche Einheiten: Die Einheit geht nördlich einer Faziesgrenze Sipplingen–Memmingen in die Impressamergel-Formation über.
Alterseinstufung: Oxfordium, in der Schweiz oberes Callovium bis Oxfordium.
Kommentar: Genauere biostratigraphische Daten sind nur aus der Schweiz bekannt (s. Lithostrat. Lexikon der Schweiz).
Versch./Sonstiges: Schneider (1962) erwähnt einen von H. Hölder bestimmten Proscaphites argoviense (Jeannet) aus dem Aptychenreichen Oxford.
Literatur: Lithostratigraphisches Lexikon der Schweiz (http://www.geologieportal.ch/internet/geologieportal /de/home/knowledge/lookup/stratdict/helveticum.html)

Geyer, M., Nitsch, E. & Simon, T. (2011): Geologie von Baden-Württemberg [5. Aufl.]. – 627 S.; Stuttgart (Schweizerbart).

Lemcke, K. & Wagner, R. (1961): Zur Kenntnis des vortertiären Untergrundes im Bodenseegebiet. – Bull. Schweiz. Petrol.-Geol. u. -Ing., 27 (73): 9–14; Basel.

Schneider, J. (1962): Der Jura in Erdölbohrungen des westlichen Molassetroges. – In: Festschr. Hermann Aldinger: 163–172; Stuttgart (Schweizerbart).

Schwerd, K. (1996): Helvetikum. – In: Bayer. Geol. Landesamt (Hrsg.): Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern 1:500 000 [4. Aufl.]: 195–205; München (GLA).

Studer, T. (1872): Index der Petrographie und Stratigraphie der Schweiz und ihrer Umgebungen. – 272 S.; Bern (Dalp).
Autor des Datenblattes: Edgar Nitsch
Erstellt am: 14.01.2015
Zuständige Subkommission: Subkommission Jura
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 26.01.2015
Änderung Datensatz: 19.10.2015


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Litholex Recherche vom 30.03.2017, 20:34:46.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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