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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Elsfleth-Sandstein
ID: 4012041
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: Brand & Hoffmann 1963, Brand & Mönnig 2009 (Name)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Norddeutscher Dogger
Chronostratigraphie: Unterbajocium (Bajocium, Mitteljura, Jura, Mesozoikum)
Synonyme: Coronaten-Sandstein (Brand & Hoffmann 1963, Boigk 1981); Coronatensandstein-Fm (Mönnig 2007); Oberer und Unterer Elsfleth-Sandstein (Brand & Mönnig 2009).
Lithologie: Fossilfreie Sandsteine in brackisch-limnischer Fazies; mittel- bis grobkörnig, teilweise konglomeratisch, farbig, bunt gemustert, meist rotbraun, immer von Brauneisenooiden und Brauneisengeröllen durchsetzt, vereinzelt schwarze Tonmergelflasern.
Untergeordnete Einheit: Keine
Liegendgrenze: Tonsteine der Coronatenton-Formation.
Hangendgrenze: Diskordanz, mit Aufarbeitungen, darüber Garantianenton-Formation, teilweise Suderbruch-Sandstein.
Mittlere Mächtigkeit: Unterer Elsfleth-Sandstein: 50 m; Oberer Elsfleth-Sandstein: 60 m, dazwischen bis zu 80 m in mehr toniger Fazies.
Maximale Mächtigkeit: In der Bohrung Schwedeneck 5 wurden 320 m „Coronaten-Schichten“ durchteuft, überwiegend in der sandigen Fazies der Elsfleth-Sandsteine.
Typusprofile, etc.: Bohrung Elsfleth 4 nordwestlich von Bremen, Teufe 1570-1628 m = Unterer Elsfleth-Sandstein; Bohrung Varel 3 unmittelbar südlich des Jadebusen, 1644 -1700 m = Oberer Elsfleth-Sandstein, 1783 – 1735 m = Unterer Elsfleth-Sandstein.
Verbreitung (Bundesländer): Bremen
Niedersachsen
Schleswig-Holstein
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland, Nordsee und Wattenküste
Norddeutsches Tiefland, Nördlicher Landrücken
Norddeutsches Tiefland, Südlicher Landrücken
Verbreitung (Ergänzung): Auf die beiden Holstein-Tröge und den Raum Bremen beschränkt, im Raum Bremen reicht der Elsfleth-Sandstein etwas weiter nach Süden als der Varel-Sandstein.
Zeitgleiche Einheiten: Im Niedersächsischen Becken Coronatenton-Formation, in Süddeutschland oberer Teil der Wedelsandstein-Formation und Sengenthal-Formation (z.T.).
Alterseinstufung: Unter-Bajocium (Humphriesianum-Zone)
Kommentar: Möglichweise gehört der Untere Elsfleth-Sandstein noch in den pinguis-Horizont unterhalb der Humphriesianum-Zone.
Versch./Sonstiges: Der Unteren Elsfleth-Sandstein bildet zusammen mit der Coronatenton-Fm einen Transgressiven Systemtrakt, der Obere Elsfleth-Sandstein einen Hochstand-Systemtrakt. Er war in den Erdöl-Feldern Elsfleth und Varel produktiv.
Literatur: Brand, E. & Mönnig, E. (2009): Litho- und Biostratigraphie des Mittel-Jura (Dogger) in Bohrungen Norddeutschlands. – Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, 54: 5-77; Hannover.

Mönnig, E. et al. (2002): Jura. – In: Deutsche Stratigraphische Kommission (ed.): Stratigraphische Tabelle von Deutschland 2002.
Autor des Datenblattes: Mönnig
Erstellt am: 08.12.2014
Zuständige Subkommission: Subkommission Jura
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 05.10.2015
Änderung Datensatz: 19.10.2015


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Litholex Recherche vom 30.03.2017, 10:53:13.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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