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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Württembergicaton-Formation
ID: 4012033
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: Karl von Seebach, 1864
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Norddeutscher Dogger
Chronostratigraphie: Unterbathonium (Bathonium, Mitteljura, Jura, Mesozoikum)
Synonyme: Bradfordton, Walkererde (A. Roemer 1836, 1839); Schichten der Ostrea knorri (von Seebach 1864); Tone mit Ostrea knorri (Brauns 1869); Thone mit Ostrea knorri, Ferrugineus-Schichten und Württembergicus-Schichten (Steuer 1897, Lohmann 1909, Loewe 1913); Zone der Parkinsonia compressa (Kumm 1952); Württembergica-Schichten (Brand & Hoffmann 1963, Brand & Mönnig 2009, incl. Sandsteine).
Lithologie: im östlichen Wiehengebirge und Teuteburger Wald oben stark sandige, glimmerige Mergeltone im Wechsel mit kalkig-sandigen Bänken und massenhaftem Auftreten von Ostrea knorri (Voltz), darunter stark-sandige, glimmerige Mergeltone; im Raum Hildesheim 2 m graue Tonsteine mit Konkretionenslagen, darunter Württembergica-Sandstein; in der Hilsmulde sandige, gelbgraue Tonsteine.
Untergeordnete Einheit: keine
Liegendgrenze: Top der Parkinsonienton-Formation.
Hangendgrenze: Basis des Aspidoidestons: in Hellern völlig zerbohrte, sandig eisenkarbonatische Kalkbank, viele Schalentrümmer (Westermann 1958); in Hildesheim Lage aus hellgrauen, völlig zerbohrten Mergelsteinkonkretionen (Lutze 1967).
Mittlere Mächtigkeit: 20 m
Maximale Mächtigkeit: 67 m (Bohrung Alfhausen Z1, 20 km nördlich Osnabrück)
Typusprofile, etc.: Doggergrube Hellern, TK25 3713 Hasbergen, r 34 31 700, h 57 91 300, Profil Westermann 1958, Unter-Bathonium bis 15,65 m; Belegmaterial in BGR-Hannover; die Tongrube ist heute rekultiviert.
Verbreitung (Bundesländer): Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Weserbergland
Verbreitung (Ergänzung): im Raum Osnabrück (Bohrung Alfhausen und ehemalige Doggergrube Hellern), Teuteburger Wald, Hilsmulde.
Zeitgleiche Einheiten: Württembergica-Sandstein, in Süddeutschland Dentalienton und Sengenthal-Formation.
Alterseinstufung: Unter-Bathonium
Kommentar: Westermann (1958) teilt das norddeutsche Unter-Bathonium in die Zonen des Zigzagiceras zigzag unten und des Oxycerites fallax oben; er bildet zahlreiche Parkinsonien aus dem unteren Bathonium ab, hauptsächlich aus dem Württembergicaton. Eine Revision dieses Materials könnte eine genauere Zonengliederung möglich machen.
Versch./Sonstiges: Der Württembergicaton fand nur in der Ziegelei-Tongrube Hellern industrielle Verwendung. Die Tonsteine zwischen dem Oberen und dem Unteren Württembergia-Sandstein werden dem W.S. zugerechnet.
Literatur: Bininda, R. (1985): Der Cornbrash im zentralen Teil des Niedersächsischen Beckens (Wesergebirge). Stratigraphie, Sedimentologie, Paläogeographie. – Inaugural-Dissertation Universität Bonn, 204 S.
Brand, E. & Hofmann, K. (1963). Stratigraphie und Fazies des nordwestdeutschen Jura und Bildungsbedingungen seiner Erdöllagerstätten. – Erdöl und Kohle, Erdgas, Petrochemie, Jg. 16: 437-450, Hamburg.
Brand, E. & Mönnig, E. (2009): Litho- und Biostratigraphie des Mittel-Jura (Dogger) in Bohrungen Norddeutschlands.? Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften 54: 5-77, Hannover.
Klüpfel, W. (1931): Stratigraphie der Weserkette (Oberer Dogger und Malm mit besonderer Berücksichtigung des Oberoxford). ? Abh. Preuß Geol Landesanst. 129: 423 S., Berlin.
Lutze, G. (1967): Ein Emersionshorizont im Bathonium von Hildesheim.? Senck. Leth. 48 (6): 535-548.
Seebach, K. v. (1864): Der Hannoversche Jura.?- 158 S., Berlin (Hertz).
Westermann, G.E.G., (1958): Ammoniten-Fauna und Stratigraphie des Bathonien NW-Deutschlands. – Beihefte zum Geologische Jahrbuch 32: 103 S., Hannover.
Autor des Datenblattes: Mönnig
Erstellt am: 05.12.2012
Zuständige Subkommission: Subkommission Jura
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 14.12.2012
Änderung Datensatz: 09.01.2013


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Litholex Recherche vom 23.05.2017, 18:58:39.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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