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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Mittelplate-Sandstein
ID: 4012032
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: Brand & Mönnig 2009
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Norddeutscher Dogger
Chronostratigraphie: Mittelbathonium (Bathonium, Mitteljura, Jura, Mesozoikum)
Synonyme: keine
Lithologie: mittelkörniger, teilweise auch konglomeratischer, fossilfreier Sandstein mit Eisenooiden und Sphärosideriten, im oberen Teil Tonstein-Sandstein-Wechselfolge mit viel inkohltem Holz.
Untergeordnete Einheit: keine
Liegendgrenze: Top einer Tonsteinfolge über dem Suderbruch-Sandstein
Hangendgrenze: Tone des Unter-Calloviums
Mittlere Mächtigkeit: 65 m
Maximale Mächtigkeit: 130 m (Mittelplate A3)
Typusprofile, etc.: Bohrung Mittelplate A3 (DEA, in der Nordsee vor der Dithmarscher Küste am südlichen Rand des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, auf einer Sandbank im Bereich der „Mittelplate“, TK25 1981 Trischen, etwa auf halber Strecke zwischen der Friedrichskoog-Spitze und der Insel Trischen.
Verbreitung (Bundesländer): Niedersachsen
Schleswig-Holstein
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland, Nordsee und Wattenküste
Norddeutsches Tiefland, Nördlicher Landrücken
Verbreitung (Ergänzung): Außer im Feld Mittelplate wurde der Sandstein im Westholsteintrog auch in der Bohrung Wangerooge 1 angetroffen. Im Ostholsteintrog überlagert in den Bohrungen Plön Ost 102 und Warnau 1 ein 65 m mächtiger Sandstein den Suderbruch-Sandstein, der ebenfalls mit dem Mittelplate-Sandstein korreliert wird (Brand & Mönnig 2009).
Zeitgleiche Einheiten: Das Mittel-Bathonium fehlt in Norddeutschland weitgehend, in Süddeutschland enthalten die Variansmergel und die Sengenthal-Fomation Sichten gleichen Alters.
Alterseinstufung: Das Alter des Mittelplate-Sandsteins kann nur indirekt ermittelt werden. Einen unterlagernden Tonstein in den Bohrungen Plön Ost 102 und Warnau 1 stufte Malz als Unter-/Mittel-Bathonium ein (pers. Mitteilung, in Brand & Mönnig 2009). Überlagert wird der Sandstein von Unter-Callovium.
Kommentar: Sandstein in Plön-Ost: sicher Bathonium; Mitelplate-Sandstein und Wangerooge-Sandstein: wohl Bathonium (aufgrund von Log-Korrelation).
Versch./Sonstiges: Mittelplate ist die größte deutsche Erdöllagerstätte. Sie liegt im Offsore-Bereich vor der Nordseeküste, am südlichen Rand des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Seit 1987 wird sie mit Bohrungen in den Dogger-Sandsteinen zwischen 2.000 und 3.000 Metern Tiefe erschlossen. Bis 2012 hatten RWE Dea und Wintershall 27 Millionen Tonnen Öl aus der Lagerstätte gefördert.
Literatur: Brand, E. & Mönnig, E., (2009): Litho- und Biostratigraphie des Mittel-Jura (Dogger) in Bohrungen Norddeutschlands. Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften 54: 5-77, Hannover.
Autor des Datenblattes: Mönnig
Erstellt am: 05.12.2012
Zuständige Subkommission: Subkommission Jura
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 14.12.2012
Änderung Datensatz: 09.01.2013


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Litholex Recherche vom 28.05.2017, 16:46:41.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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