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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Korallenkalk-Formation
ID: 4012007
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: Kabelac (1955)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Weißer Jura
Chronostratigraphie: Mitteloxfordium (Oxfordium, Oberjura, Jura, Mesozoikum)
Synonyme: Malm 2; Rauracien; ob. Teil der Bärschwil-Formation, Ste. Ursanne- bzw. Pichoux-Formation (Gygi 2000)
Lithologie: unten: blaugraue, schwach sandige Mergelsteine mit zahlreichen, teller- bis pilzförmigen Korallenstöcken;
Mitte: nach oben allmählich abnehmender Tongehalt, oben zähe, weiße bis hellgraue, körnige bis grobkristalline, massige Kalksteine mit Korallen
oben: weiße bis gelbliche, sehr harte, spröde, schichtungslose bis grob gebankte Kalksteine; in den mittleren Partien zahlreiche Jaspisknollen; oberste 8 m oolithisch.
Untergeordnete Einheit: oben: Splitterkalk
mitte: Korallenkalk
unten: Thamnastreenmergel
Liegendgrenze: Oberkante Terrain à Chailles
Hangendgrenze: Basis der Grenzmergelbank des Nerineenkalks
Mittlere Mächtigkeit: 69 m, davon entfallen 4 – 6 m auf den Thamnastreenmergel, 40-42 m auf den Korallenkalk und 23-25 m auf den Splitterkalk
Maximale Mächtigkeit: 69 m
Typusprofile, etc.: Referenzprofil: Stbr. Lonza, Istein – Hardberg. TK 25, 8311 Lörrach, R 33 90 780 – 950, H 52 81 000 – 220. Kabelac (1955)
Verbreitung (Bundesländer): Baden-Württemberg
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Oberrheinisches Tiefland
Verbreitung (Ergänzung): südliches Oberrheingebiet
Zeitgleiche Einheiten: in der Schwäbischen Alb vertreten durch den unteren Teil der Impressamergel-Formation, in der Fränkischen Alb durch den unteren Teil der Dietfurt-Formation; in Norddeutschland durch die obere Heersum Fm und den unteren Korallenoolith
Alterseinstufung: Mittel-Oxfordium, Zone des Gregoryceras transversarium (sensu Gygi 2000)
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: In der STD 2002 bzw. 2005 wird der Thamnastreenmergel noch zur Kandern-Formation gerechnet - analog der Bärschwil-Formation in der Schweiz (Gygi 2000). Die vorstehende Beschreibung basiert auf dem Symbolschlüssel Geologie, der sich an der Kartierpraxis in Südbaden orientiert (Ernst 1989, Kabelac 1955, Schnarrenberger 1915, Wittmann 1987).
Literatur: Ernst, M. (1989): Das Mesozoikum der Vorbergzone auf Blatt Kandern/Südbaden (TK 8211): Kartierung, Stratigraphie und Paläogeographie unter besonderer Berücksichtigung der Fazies im Braunjura, speziell des Hauptrogenstein. – Diss. Univ. Freiburg, 385 S.; Freiburg i. Br. [unveröff.]

Gygi, R. (2000): Integrated Stratigraphy of the Oxfordian and Kimmeridgian (Late Jurassic) in northern Switzerland and adjacent southern Germany. – Denkschr. Schweiz. Akad. Naturwiss., 104: 151 S.; Basel (Birkhäuser).

Kabelac, F. (1955): Beiträge zur Kenntnis und Entstehung des unteren Weißjuras am Ostrand des südlichen Oberrheingrabens. – Ber. naturforsch. Ges. Freiburg i. Br., 45: 5-57; Freiburg i. Br.
Autor des Datenblattes: Franz
Erstellt am: 26.06.2009
Zuständige Subkommission: Subkommission Jura
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 22.09.2009
Änderung Datensatz: 26.06.2009


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Litholex Recherche vom 27.03.2017, 22:25:26.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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