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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Lübtheen-Schichten
ID: 4
Hierarischer Rang: nicht klassifiziert
Erstbeschreibung: LOTSCH 1981
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Syltium (Nord- u. Mitteldeutschland) (Obermiozän, Miozän, Neogen, Känozoikum)
Synonyme: Alaunerde (v. SCHUBERT 1819)
erdige Braunkohle (ROTH 1854)
humusreiche Infusorienerde (GEINITZ 1880)
Diatomeenerde (CLEVE 1881)
Bergton-Diatomeenerde-Komplex (SCHUH 1932)
Diatomeenkohle-Flöze 1 – 5 (MEINKE et al. 1985)
Bergton-Horizonte 1 – 4 (MEINKE et al. 1985)
Lithologie: Die Lübtheen-Schichten bestehen aus 5 Flözen schwarzer, meist ungeschichteter limnischer Diatomeenkohle und 4 Zwischenlagen aus schwarzem bis dunkelbraungrauem kalkfreiem marinem (?) tonigem Schluff („Bergton“). Die Kohle enthält je zur Hälfte brennbare Substanz und Asche. Letztere setzt sich aus Diatomeengehäusen und klastischem Quarzschluff zusammen. Die gelitische bis feindetritische Kohle ist stellenweise durch glimmerhaltige feinsandige Schichtbelege plattig ausgebildet. Ihre dichten Partien enthalten vereinzelt das Hydrophosphatmineral „Lübtheenit“.
Die tonigen Zwischenlagen unterscheiden sich von der Diatomeenkohle vor allem durch die höhere Dichte. Der Bergton ist ungeschichtet, homogen, kalkfrei und bricht muschelig.
Untergeordnete Einheit: In den Bohrlochmessungen sind die 5 Diatomeenkohle-Flöze und die 4 Bergton-Zwischenmittel deutlich unterscheidbar.
Liegendgrenze: In den für Braunkohle typischen Bohrlochmessungen deutlich erkennbar
Hangendgrenze: In den für Braunkohle typischen Bohrlochmessungen deutlich erkennbar
Mittlere Mächtigkeit: --
Maximale Mächtigkeit: 120 m
Typusprofile, etc.: Typisch sind die Bohrlochmessungen der Bohrungen Brk Lübtheen 12/82 (TK 25: 2632 Lübtheen, R: 44 44018, H: 59 10941) und Brk Lübtheen 20/82 (TK 25: 2633 Redefin, R: 44 45562, H: 59 07928)
Verbreitung (Bundesländer): Mecklenburg-Vorpommern
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland, Nördlicher Landrücken
Verbreitung (Ergänzung): Die Lübtheen-Schichten sind auf die sekundäre Randsenke des Diapirs Lübtheen in SW-Mecklenburg beschränkt.
Zeitgleiche Einheiten: Eine Korrelation der Lübtheen-Schichten bietet sich am ehesten mit den Ablagerungen der Regional-Stufen Garding und Suster auf der Halbinsel Eiderstedt/Schleswig-Holstein an (MENKE 1975).
Alterseinstufung: Nach Sporomorphen-Untersuchungen sind die Lübtheen-Schichten während der Regional-Stufen Garding und Suster entstanden (KRUTZSCH in v. BÜLOW 2000).
Kommentar: KRUTZSCH stellt die Regional-Stufen Garding und Suster in das Obermiozän. Mit dem Suster endet das Miozän.
Versch./Sonstiges: --
Literatur: BÜLOW, W. v. [Hrsg.] (2000): Geologische Entwicklung Südwest-Mecklenburgs seit dem Ober-Oligozän. – Schriftenr. f. Geowiss., H. 11, Berlin.
Autor des Datenblattes: v. Bülow
Erstellt am: 27.07.2005
Zuständige Subkommission: Subkommission Tertiär
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 30.08.2006
Änderung Datensatz: 01.09.2006


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Litholex Recherche vom 29.04.2017, 03:45:41.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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