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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Laupin-Schichten
ID: 3
Hierarischer Rang: nicht klassifiziert
Erstbeschreibung: v. BÜLOW 1977
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Obermiozän (Miozän, Neogen, Känozoikum)
Synonyme: Laupiner Sande (v. BÜLOW 1964)
Flöze Hohen Woos 1 – 3 (MEINKE et al. 1985)
Lithologie: Die Laupin-Schichten bestehen aus Quarzfein- bis Mittelsanden. Sie sind kalk- und fossilfrei, gut gerundet und meist schräg geschichtet. Neben Quarzkörnern enthalten sie Verkieselungen von Fossilien aus dem gotländischen Paläozoikum. Von dort muss die fluviatile Schüttung nach SW-Mecklenburg erfolgt sein. Zum Hangenden werden sie zunehmend gröber. Dort sind bis zu drei, teilweise stark xylitische Braunkohlen-Flözchen eingeschaltet.
Untergeordnete Einheit: max. 3 Braunkohlenflöze "Hohen Woos"
Liegendgrenze: Die Laupin-Schichten beginnen dort, wo keine Marinität oberhalb der Pritzier-Schichten mehr nachweisbar ist. Diese Grenze ist in den Bohrlochmessungen nicht nachvollziehbar.
Hangendgrenze: Die Hangendbegrenzung ist durch das Einsetzen der Diatomeenkohle gegeben.
Mittlere Mächtigkeit: Die primäre Mächtigkeit schwankt um 80 m.
Maximale Mächtigkeit: --
Typusprofile, etc.: Typisch sind die Bohrlochmessungen der Bohrungen Kb NSWM 15/65 Alt Jabel (TK 25: 2733 Tewswoos, R: 44 44685, H: 59 02854) und Brk Lübtheen 4A/81 (TK 25: 2633 Redefin, R: 44 47101, H: 59 08837).
Verbreitung (Bundesländer): Mecklenburg-Vorpommern
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland, Nördlicher Landrücken
Verbreitung (Ergänzung): Die primäre Verbreitung der Laupin-Schichten ist vermutlich nicht wesentlich über die sekundäre Randsenke Lübtheen in SW-Mecklenburg hinausgegangen.
Zeitgleiche Einheiten: Die Laupin-Schichten sind vermutlich mit Glimmerfeinsanden Norddeutschlands und der Rauno-Formation der Lausitz zu korrelieren.
Alterseinstufung: Die Alterseinstufung ist durch das unterlagernde Obermiozän (Gramium) und durch die Bredstedt-Florengemeinschaft der Flöze gegeben (KRUTZSCH in v. BÜLOW 2000).
Kommentar: Obermiozänes Alter der Laupin-Schichten ergibt sich aus den Lagerungsverhältnissen.
Versch./Sonstiges: Die Liegendgrenze ist offenbar durch sekundäre Entkalkung nach unten verschoben worden.
Literatur: Bülow, W. v. [Hrsg.] (2000): Geologische Entwicklung Südwest-Mecklenburg seit dem Ober-Oligozän. – Schriftenr. f. Geowiss., H. 11, Berlin.
Autor des Datenblattes: v. Bülow
Erstellt am: 27.07.2005
Zuständige Subkommission: Subkommission Tertiär
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 30.08.2006
Änderung Datensatz: 01.09.2006


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Litholex Recherche vom 23.04.2017, 15:54:06.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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