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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Rothenberg-Formation
ID: 2008159
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: Bentz (1926) (Rothenbergsandstein); Formationsdefinition: Erbacher, Hiss, Luppold, Mutterlose (2014) (dieser Litholex-Beitrag)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Minden-Braunschweig-Gruppe
Chronostratigraphie: Unteralbium (Albium, Unterkreide, Kreide, Mesozoikum)
Oberaptium (Aptium, Unterkreide, Kreide, Mesozoikum)
Synonyme: Braunroter Sandstein und Ton mit grünen Sandstein-Zwischenlagen am Rothenberg (Roemer 1854:62), Gaultsande (Bärtling 1908), Rothenberg-Sandstein (Bentz 1926, Thiermann 1968, Kemper 1976)
Lithologie: Sandstein, toniger Sandstein, häufig stark glaukonitisch, z. T. schluffig-sandiger Tonstein, stark glaukonitisch; Oberflächennah meist braunrot verwittert, mit vielen Eisenschwarten.
Untergeordnete Einheit:  -
Liegendgrenze: Einsetzen starker Sand- und Glaukonitführung über Tonsteinen aus dem unteren Teil der Peine-Formation (Sarstedt-Subformation).
Hangendgrenze: Aussetzen der Sand- und Glaukonitführung, Übergang zu dunklen Tonsteinen der Schwicheldt-Subformation (mittlerer Teil der Peine-Formation).
Mittlere Mächtigkeit: Stark schwankend.
Maximale Mächtigkeit: Bis zu 200 m im Bereich des Rothenberges bei Ochtrup und in Bohrungen bei Rheine (Thiermann 1968).
Typusprofile, etc.: Rothenberg bei Ochtrup, Bohrung Rothenberg 102 (Thiermann 1968).
Verbreitung (Bundesländer): Nordrhein-Westfalen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland, Westfälische Bucht
Verbreitung (Ergänzung): Nur im nordwestlichen Münsterland in der Region zwischen Borken und westlich Rheine.
Zeitgleiche Einheiten: Teile der Peine-Formation (Beckenfazies), Oberer Abschnitt der Osning-Formation (Dörenthe-Subformation), Hils-Formation, oberer Teil der Quedlinburg-Formation.
Alterseinstufung: Indirekt durch Ammoniten in liegenden und hangenden Tonsteinen (Kemper 1976, 1964) sowie durch Mikrofaunen (Foraminiferen, Ostrakoden, Wolburg 1954).
Kommentar:  -
Versch./Sonstiges: Ableitung des Namens: Vom Rothenberg östlich von Ochtrup.

Fazies: Letzte proximale Sandschüttung am Nordwestrand des Münsterlandes vor Beginn der „Mittelkreide-Transgression“.

Besonderheiten: Stark schwankende Mächtigkeiten, am Nordwestrand des Münsterlandes (südlich von Gronau) häufig nur als wenige Meter mächtige, glaukonitreiche, sandig-schluffige Tonsteinlage ausgebildet.
Literatur: Bärtling, R. (1908): Die Ausbildung und Verbreitung der unteren Kreide am Westrande des Münsterischen Beckens. - Z. dt. geol. Ges., Mber., 60(2): 36-45; Berlin.
Bentz, A. (1926): Über das Mesozoikum und den Gebirgsbau im preußisch-holländischen Grenzgebiet. – Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft: 78, 381-500.
Kemper, E. (1964): Einige Cephalopoden aus dem Apt des westlichen Norddeutschland. - Fortschr. Geol. Rheinld. u. Westf., 7: 31-66; Krefeld.
Kemper, E. (1976): Geologischer Führer durch die Grafschaft Bentheim und die angrenzenden Gebiete mit einem Abriß der emländischen Unterkreide. - In Das Bentheimer Land (eds Heimatverein der Grafschaft Bentheim) 64, 1-206 (Verlag Heimatverein der Grafschaft Bentheim e.V., Nordhorn – Bentheim).
Roemer, F. (1854): Die Kreidebildungen Westphalens. - Verh. naturhist. Ver. preuß. Rheinld. u. Westf., 11: 29-180.; Bonn.
Thiermann, A. (1968), mit Beitr. von Rehagen, H.-W., & Schraps, W. G.: Erläuterungen zu den Blättern 3707 Glanerbrücke/3708 Gronau und 3709 Ochtrup. - Geol. Kt. Nordrh.-Westf. 1 : 25 000, Erl., 3707/3708 u. 3709: 177 S.; Krefeld.
Wolburg, J. (1954): Schwellen und Becken im Emsland-Tektogen mit einenem paläogeographischen Abriß von Wealden und Unterkreide. - Beih. Geol Jb., 13: 115 S.; Hannover.
Autor des Datenblattes: Erbacher, J., Hiss, M., Luppold, F. W., Mutterlose J.
Erstellt am: 25.07.2014
Zuständige Subkommission: Subkommission Kreide
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 19.11.2014
Änderung Datensatz: 24.11.2014
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Litholex Recherche vom 24.04.2017, 07:24:14.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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